Gesundheitspartner
von FITBOOK

Studie belegt

Leichte Gewichte genauso effektiv wie schwere

Ein Mann trainiert mit Hanteln
Es müssen nicht immer die schweren Gewichte sein, um schnell Masse aufzubauen
Foto: Getty Images

Eine Studie der McMaster University in Hamilton (Kanada) aus dem letzten Jahr sorgt aktuell für Aufsehen im Netz. Und das aus gutem Grund, räumt sie doch mit einem uralten Fitness-Grundsatz auf, welcher besagt: Der beste Weg zu schnellem Muskelaufbau geht über das Trainieren mit schweren Gewichten.

Ein Team aus drei Wissenschaftlern hat in einer Reihe von Untersuchungen – Startschuss war 2010 – herausgefunden, dass Workouts mit leichteren Gewichten genauso effizient sind wie mit schwereren. Vorausgesetzt, die Anzahl der Wiederholungen steigt mit sinkendem Gewicht.

Auch interessant: Das ist der häufigste Fehler beim Training

Zunahme von Muskelmasse und Muskelfasergröße in beiden Probandengruppen nahezu identisch

Für die Studie haben sich die Wissenschaftlicher auf zwei Probandengruppen – allesamt erfahrene Gewichtheber – gestützt. Über einen Zeitraum von zwölf Wochen hat eine Gruppe mit leichteren Gewichten (bis zu 50 Prozent ihrer Maximalkraft, bei 20 bis 25 Wiederholungen) trainiert, während die andere Gruppe mit schwereren Gewichten arbeiten musste (bis zu 90 Prozent ihrer Maximalkraft, bei acht bis zwölf Wiederholungen).

Analysiert wurden Muskelgewebe- und Blutproben bei den Probanden. Mit dem überraschenden Ergebnis, dass die Zunahme von Muskelmasse und Muskelfasergröße bei beiden Gruppen nahezu identisch war.

Auch interessant: Der Supersatz – Wunderwaffe oder Mythos?

Schwere Gewichte für Anfänger ein Risiko

Die Ergebnisse bedeuten einen buchstäblich leichteren Einstieg für Fitness-Anfänger. Schließlich kann man also auch mithilfe von weniger Gewicht seine Muskelmasse schnell und effizient aufbauen, solange die Anzahl der Wiederholungen stimmt. Und das ist in jedem Fall eine gute Idee. Denn gerade Anfänger neigen dazu, gleich mit zu schweren Gewichten zu trainieren. Was Risiken birgt, wie Marcel Reuter – Fitnessexperte und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie – gegenüber der Frankfurter Rundschau erklärt hat: „Die Folgen einer falschen Gewichtswahl können eine Leistungsstagnation oder Verletzungen am Bewegungsapparat sein.“

Auch interessant: Wie atme ich beim Krafttraining richtig?

Kurzzeitiger Testosteron- und Somatropinanstieg für Muskelaufbau nicht förderlich

Es ist wohl also an der Zeit, das in Fitnesskreisen populäre „Viel hilft viel“-Credo schnellstens zu überdenken.

Folgen Sie FITBOOK auf Facebook!