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Schmerzen nach dem Sport? Welche Maßnahmen helfen

Wenn Ihr Muskelkater so lange anhält, sollten Sie zum Arzt.
Schmerz ist kein Feind, sondern ein Warnsignal des Körpers Foto: Getty Images
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FITBOOK Redaktion

15. November 2025, 8:35 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Nach dem Sport zwickt’s im Oberschenkel oder der Rücken spannt – das kennt fast jeder. Muskelkater gehört dazu. Aber wann sind Schmerzen nach dem Sport noch ein Zeichen für Trainingserfolg und wann sollten Sie besser pausieren oder sogar zum Arzt?

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Warum Muskeln nach dem Sport schmerzen

Jeder kennt das Gefühl von Muskelkater – meist sind es harmlose Schmerzen in den Muskeln. Und genau genommen ist das sogar ein gutes Zeichen: Der Muskel hat neue Reize bekommen, reagiert darauf und beginnt, sich anzupassen und zu wachsen.

In der Muskulatur entstehen durch die ungewohnte Belastung winzige Mikroverletzungen, sogenannte Mikrotraumen. Diese kleinen Risse lösen eine natürliche Entzündungsreaktion aus, die den Heilungsprozess in Gang setzt. Das sorgt für den typischen ziehenden Schmerz, der in der Regel erst 12 bis 24 Stunden nach dem Training spürbar wird.

Ein Muskelkater ist also kein Alarmzeichen, sondern eine Anpassungsreaktion des Körpers. In der Regel klingt er nach 24 bis 72 Stunden von selbst wieder ab.

Übrigens: Der Begriff „Kater“ stammt vom griechischen Wort Katarrh und bedeutet so viel wie „Entzündung“.

Ab dann zum Arzt!

Ein Muskelkater kann durchaus mal etwas länger anhalten. Wenn die Schmerzen jedoch mehr als fünf Tage bestehen, könnte auch eine Zerrung dahinterstecken. Spätestens wenn die Beschwerden nach zehn Tagen noch nicht abgeklungen sind, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Haben Sie keine klare Erklärung für die Schmerzen, ist das ebenfalls ein guter Zeitpunkt für einen Arztbesuch. Besonders aufmerksam sollten Sie werden, wenn Schwellungen, Erwärmungen oder stechende Schmerzen dazukommen. Sie können auf eine Zerrung oder eine andere Verletzung hindeuten.

Wenden Sie das PECH-Schema an!

Zu viel Belastung kann schnell zu einer Überdehnung von Muskeln oder Bändern führen. In solchen Fällen hilft das klassische PECH-Schema:

  • Pause,
  • Eis (kühlen)
  • Compression (Druckverband)
  • Hochlegen

So lässt sich die Schwellung begrenzen und der Heilungsprozess unterstützen.

Schmerzgels – ja, aber gezielt

Bei leichten Beschwerden reicht es meist, die Belastung zu reduzieren und den Körper zu beobachten.

Wer lediglich einen milden Muskelkater hat, sollte am besten eine Pause einlegen und dem Körper Zeit zur Regeneration geben.

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Wenn möglich: auf Schmerzmittel verzichten

Auf keinen Fall sollten Sportler vor dem Training oder einem Wettkampf Schmerzmittel einnehmen, denn dadurch steigt die Verletzungsgefahr. Denn Schmerzen sind auch hilfreich, weil sie den Körper vor Überlastung schützen.

Wenig Effekt haben aus Sicht der Experten Dehnübungen. Sie helfen weder bei Schmerzen noch zur Vorbeugung. Wer darauf Lust hat, kann sie natürlich machen. Aber es gebe keine Belege dafür, dass Dehnen einen relevanten Einfluss auf das Entstehen von Schmerzen hätte. Auch Einlagen und Orthesen bringen laut Experten wenig Vorteile.

Auch interessant: Dehnen – wann Stretching wirklich sinnvoll ist und wann nicht

Mythos Dehnen

Dehnen gilt oft als Wundermittel – ob vor oder nach dem Training. Doch so einfach ist es nicht: Zur Vorbeugung von Verletzungen oder zur schnelleren Regeneration hilft Dehnen laut Experten nicht. Sinnvoll ist es vor allem, um die Beweglichkeit zu erhalten oder zu verbessern. Wer Schmerzen hat, sollte jedoch lieber darauf verzichten und dem Körper stattdessen Ruhe gönnen.

*Mit Material von dpa

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