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Laut Forschung

So wirkt Lachen auf unsere Bauchmuskeln

Trainiert Lachen die Bauchmsukeln?
Wissenschaftler haben untersucht, wie sich Lachyoga auf die Bauchmuskeln auswirkt. Foto: Getty Images
Melanie Hoffmann
Fitness- und Schlafexpertin

30. September 2026, 18:03 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Lachen hebt die Stimmung, baut Stress ab und tut vielen Menschen einfach gut. Doch kann ein herzhaftes Gelächter auch die Körpermitte fordern? Tatsächlich haben Forscher untersucht, ob Lachen mehr ist als nur ein emotionaler Stimmungsaufheller – mit einem überraschenden Ergebnis.

Was beim Lachen in der Bauchmuskulatur passiert

Dass der Bauch nach einer längeren Lachattacke manchmal schmerzt, kommt nicht von ungefähr. Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster gingen bereits 2014 der Frage nach, wie stark Lachen die Bauchmuskulatur beansprucht.1

Für ihre Untersuchung erfassten die Forscher die Muskelaktivität während der Ausübung von Lachyoga und verglichen sie mit derjenigen bei Crunches. Das Ergebnis: Die Bauchmuskeln wurden beim Lachyoga ähnlich intensiv aktiviert wie bei der klassischen Fitnessübung. Die äußeren schrägen Bauchmuskeln waren durch das Lachen sogar stärker gefordert als durch Crunches. Das Fazit der Studie fällt entsprechend eindeutig aus: Intensives Lachen hat – zumindest kurzfristig – einen messbaren Effekt auf die Bauchmuskulatur.

Lachen wirkt teilweise wie leichtes Ausdauertraining

Auch andere Studien deuten darauf hin, dass Lachen nicht nur die Stimmung verbessert, sondern auch die Fitness des Körpers unterstützt.2 So fand man Hinweise dafür, dass intensives Gelächter in bestimmten Aspekten ähnlich auf den Organismus wirkt wie leichtes Ausdauertraining. Vor allem kräftiges und anhaltendes Lachen scheint mit den intensiveren Belastungsphasen eines Intervalltrainings vergleichbar zu sein. Damit ähnelt die körperliche Beanspruchung teilweise auch jener vieler Bauchmuskel-Workouts.

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Kleine Bauchübungen für den Alltag

Nicht nur Lachen, auch Alltagsbewegungen oder bewusstes Anspannen im Sitzen können dem Körper guttun und das Wohlbefinden steigern. Versuchen Sie doch mal:

  • Bauch bewusst anspannen: Schon beim Zähneputzen oder während der Arbeit am Schreibtisch kann die Rumpfmuskulatur immer wieder gezielt angespannt und entspannt werden. Auch eine aufrechte Haltung trägt dazu bei, die Körpermitte stärker zu aktivieren.
  • Treppen statt Aufzug: Treppensteigen bringt nicht nur Herz und Kreislauf in Schwung. Neben Gesäß- und Beinmuskulatur profitiert auch der Bauch, insbesondere wenn der Rumpf während der Belastung bewusst stabil gehalten wird.
  • Einkäufe als Trainingsgewicht nutzen: Das Tragen und Heben schwererer Gegenstände fordert den gesamten Körper. Wer Lasten kontrolliert mit beiden Armen vor dem Oberkörper trägt und beim Anheben in die Hocke geht, beansprucht neben Rücken und Beinen auch die Rumpfmuskulatur.
  • Kleine Übungen im Sitzen: Am Schreibtisch lassen sich ebenfalls leichte Kräftigungsübungen integrieren. Dazu aufrecht sitzen, den Bauch anspannen und die angewinkelten Beine kurz vom Boden abheben. Wer die Beine zusätzlich etwas ausstreckt, erhöht die Belastung der unteren Bauchmuskeln noch weiter.

Personal Trainer Jörn Giersberg empfiehlt im Alltag folgende Übung: Bankstütz am Schreibtisch. „Zur Ausführung setzt man sich an die Kante eines stabilen Schreibtischs, lässt die Beine angewinkelt herunterhängen, stützt die Hände seitlich neben dem Gesäß ab und drückt den Po hoch“, erklärt der Fitnessexperte. „Selbst wenn sich das Gesäß zunächst nur leicht löst, entsteht eine starke Anspannung im Oberkörper und im unteren Bauch. Eine Steigerungsmöglichkeit ist die Ausführung mit gestreckten Beinen.“

Echte Veränderung nur durch gezieltes Training

Wer aber sichtbare und langfristige Veränderungen der Bauchmuskeln erreichen möchte, kommt laut Giersberg um ein gezieltes Training nicht herum. Lachen und Alltagsbewegungen würden dafür nicht die notwendigen Reize setzen. „Um sichtbare Fortschritte wie stärkere oder straffere Bauchmuskeln zu erzielen, muss ein Training eine spezifische Reizhöhe überschreiten“, betont der Trainer. „Obwohl unterschwellige Anspannungen besser als vollständige Inaktivität sind, erzeugen sie kaum oder keinen echten Trainingseffekt.“ In diesem Artikel finden Sie Übungen, die Trainerin Alina Bock bei FITBOOK für ein Sixpack empfiehlt.

Quellen

  1. Wagner, H., Rehmes, U., Kohle, D., Puta, C. (2014). Laughing: a demanding exercise for trunk muscles. J Mot Behav. ↩︎
  2. News Medical. The Health Implications of Laughter: From Ab Workouts to Stress Reduction (aufgerufen am 29.9.2026) ↩︎

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