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Forscher entwickeln Smartwatch, die Schweiß analysieren kann

Schweiß: Eine Frau verschränkt ihre Arme
Eine neue Smartwatch kann zukünftig aus dem Schweiß Daten zur Fitness auslesenFoto: Getty Images

In stressigen Situationen geraten viele schnell ins Schwitzen. Auch beim Sport ist die Bildung von Schweiß normal. Ein Forscher-Team aus den USA hat nun eine Smartwatch entwickelt, die den Schweiß analysieren und so Aussagen über Fitness und Gesundheit des Trägers machen kann.

Smartwatches können schon eine Menge: Blutdruck messen, Stufen und Schritte zählen und sogar die Herzfrequenz erfassen – und natürlich auch profan die Zeit angeben. Ein Forscherteam um Sam Emaminejad von der kalifornischen Universität in Los Angeles (UCLA) hat nun ein Modell entwickelt, dass einen Schritt weiter geht. Jetzt kann auch der Schweiß des Trägers analysiert werden. Warum ausgerechnet Schweiß? Vor allem, weil die Hautausdünstung Aufschluss über den Fitness- bzw. Gesundheitszustand gibt.

Was verbirgt sich unter der Schweiß-Watch?

Das Geheimnis der smarten Fitness-Uhr ist ein spezieller Kunststoff-Film. Anhand der kleinen Folie, die an der Unterseite der Uhr aufgebracht wird, können verschiedene Abbau-Produkte im menschlichen Schweiß erkannt werden.

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Retro-Design trifft auf Zukunftstechnologie: Die neu entwickelte Smartwatch sieht aus wie das schwarze Plastik-Gehäuse einer Digital-Uhr aus den 80er-Jahren. Sie haftet jedoch ohne Armband direkt auf der Haut.

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Was genau kann die neue Smartwatch im Schweiß lesen?

Menschlicher Schweiß besteht fast ausschließlich aus Wasser. Nur etwa ein Prozent setzt sich aus anderen Stoffen zusammen –insbesondere Harnstoff und Salze. Deshalb schmeckt Schweiß auch so salzig. Im Schweiß sind aber auch noch weitere Bestandteile vorhanden, wie zum Beispiel Cholesterin, Zucker oder Ammoniak. Liegen die Werte für diese Stoffe außerhalb des Normbereichs, kann das auf eine Krankheit oder zumindest auf einen beeinträchtigten Gesundheitszustand hinweisen.

Übrigens: Schwitzen ist normal. Manchmal kann es aber auch peinlich werden, wenn das Deo versagt. FITBOOK hat Tipps, was es für Alternativen zum Deodorant gibt.

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Gibt es das Fitness-Wearable schon zu kaufen?

Nein. Die Wissenschaftler haben die Ergebnisse ihrer Forschung über die Schweiß-Uhr auf der Homepage der Universität von Kalifornien publiziert. Noch ist das Fitness-Wearable nicht auf dem Markt. Co-Autor Bo Wang kündigt aber an, dass die Technologie auch in Smartwatches anderer Hersteller integriert werden könne.

Droht eine weitere Datenkrake?

Die neue Smartwatch soll laut der Forscher helfen, noch weit mehr Gesundheitsdaten von Hunderten Millionen Menschen weltweit zu erfassen. So steht es im veröffentlichten Paper. Für die Wissenschaftler ist der neu entwickelte Sensor ein großer Schritt in die Zukunft.

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