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Die beste Eliteeinheit der Welt

Würden Sie den Fitness-Test der Navy Seals bestehen?

Navy Seals
Ein SEAL-Anwärter sollte idealerweise 25 Klimmzüge am Stück beherrschen. Die offizielle Mindestvorgabe liegt jedoch bei sechs Pull-ups. Foto: Getty Images/PolonioVideo
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Anna Echtermeyer
Jasper Maas,

2. August 2025, 17:27 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Die Navy Seals gelten als beste und härteste Spezialeinheit der Welt. Kein Seal soll jemals gefangen genommen oder zurückgelassen worden sein – und keiner soll sich jemals ergeben haben. Alles, was sie tun, ist streng geheim! Wer Teil dieser US-Eliteeinheit werden möchte, muss ein krasses, langwieriges und teilweise auch geheimes Testverfahren bestehen. Was über den Fitness-Test zukünftige Seals bekannt ist.

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Nach diesen 5 Faktoren werden Seal-Kandidaten beurteilt

„Navy Seals sind körperlich fit, geistig scharfsinnig, reif und belastbar“ – so beschreibt die US-Eliteeinheit die Anforderungen an zukünftige Mitglieder.1 Um einer oder eine von ihnen zu werden – 2021 absolvierte die erste Frau das Elite-Ausbildungstraining bei der US Navy – muss ein kräftezehrendes Ausbildungstraining absolviert werden, das die Teilnehmer an ihre Grenzen und darüber hinaus bringt.

Die Bezeichnung „Navy SEALs“ geht auf das vielseitige Einsatzspektrum der Spezialeinheit zurück, das sich über Meer (Sea), Luft (Air) und Land erstreckt. Gleichzeitig spielt der Name auf das englische Wort „seal“ an, das „Robbe“ oder „Seehund“ bedeutet – ein Hinweis auf die amphibischen Fähigkeiten der Einheit.

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Neben der Erfüllung der Grundvoraussetzungen für die Einberufung oder den Einsatz in der Marine – Bewerber müssen US-Bürger, zwischen 17 und 28 Jahre alt sein und ein bestimmtes Sehvermögen haben, dürfen nicht farbenblind sein – müssen Kandidaten, die Seals werden möchten, strenge körperliche und geistige Voraussetzungen erfüllen. Laut der Organisation wird die körperliche Fitness potenzieller Kandidaten anhand von fünf Faktoren beurteilt:

  • Medizinische Untersuchung
  • Untersuchung der beruflichen Eignung: Der sogenannte ASVAB-Test („Armed Services Vocational Aptitude Battery“) beurteilt die geistige Lesitungsfähigkeit und Lernfähigkeit von Bewerbern; abgefragt werden u. a. Mathekenntnisse, arithmetisches Denken, mechanisches Verständnis und verbale Ausdrucksweise
  • Qualifikationstest für die Streitkräfte: über den „Armed Forces Qualification Test“ (AFQT) finden sich auf der Seite der Seals keine Informationen
  • Test der mentalen Stärke und Belastbarkeit: Der „Computerized-Special Operations Resilience Test“ (C-SORT) beurteilt Persönlichkeitsmerkmale, Zielsetzung, emotionale Kontrolle oder auch die Fähigkeit, mit kognitiven Bedrohungen umzugehen
  • Sportlicher Eignungstest (Fitness-Test): für den „Physical Screening Test“ (PST) trainieren viele Bewerber jahrelang – und scheitern trotzdem. Grund genug für FITBOOK, sich diesen Test genauer anzuschauen.

Der Fitness-Test der Seals (PST)

Um ein Navy Seal werden zu können – der Vertrag ist damit noch nicht sicher – müssen potenzielle Kandidaten den qualifizierenden Seal-PST bestehen. Er besteht aus insgesamt fünf Disziplinen bzw. Übungen: Schwimmen, Liegestütze, Sit-ups, Klimmzüge und Laufen. Dazwischen gibt es unterschiedlich lange Pausen. Nachfolgend die Werte für das Minimum, den Durchschnitt und das Optimum – sie dienen der Bewertung des Fitnessniveaus der Kandidaten.

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Push-, Pull- und Sit-ups, Laufen, Schwimmen – minimale und optimale Werte für die Navy Seals

Die Seals empfehlen ihren Aspiranten, wenn sie zum Test erscheinen, bereits in der Lage zu sein, wettbewerbsfähige oder optimale Ergebnisse zu erzielen. Dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit, einen Vertrag bei der Eliteeinheit zu erhalten. Letztlich handelt es sich um einen Wettbewerb: Nur die Bewerber mit den besten Ergebnissen kommen weiter.

Auf ihrer Webseite bieten die Seals übrigens ein „Bootcamp Home Training Bundle“ an. In 90 Tagen soll man damit „das maximale Potenzial aus sich herausholen“. Kostenpunkt: stolze 297 Dollar (umgerechnet 274 Euro). Eine kostenlose Alternative sind die FITBOOK-Workouts für verschiedene Trainingsziele.

Sport-Test bestanden – so geht’s bei den Navy Seals weiter

Wer alle mentalen und körperlichen Tests erfolgreich absolviert und einen Vertrag erhalten hat, für den folgt nach vier Wochen hartem Training die härteste Ausbildung beim US-Militär. Das sogenannte BUD/S-Programm („Basic Underwater Demoltion/Seals“) ist ein Training, das 26 Wochen dauert und ein Maximum an physischem und psychischem Stress und Belastung für die angehenden Seals bedeutet. Das BUD/S-Programm besteht aus:

  • Acht Wochen Konditionstraining – Woche drei ist die berüchtigte „Hell Week“
  • Acht Wochen Tauch- und Fallschirmsprungausbildung
  • Neun Wochen Übungen in Landkriegsführung

Brutales Konditionstraining beinhaltet u. a. die Höllen-Woche

Besonders die achtwöchige Konditionsphase stellt eine Herausforderung dar. Denn neben Laufen im Sand und bis zu 3,2 Kilometern Schwimmen im Meer müssen die Auszubildenden in Woche drei durch die sogenannte „Hell Week“ – den laut Seals härtesten Teil der Ausbildung. Die Höllen-Woche bedeutet: fünfeinhalb Tage Training am Stück mit nur vier Stunden Schlaf – nicht pro Nacht, sondern insgesamt. Kein Wunder, dass am Ende nur die Härtesten Teil der Eliteeinheit werden. Laut der Webseite der Seals schaffen im Durchschnitt nur 25 Prozent der Kandidaten durch die Höllen-Woche.

Quellen

  1. Navy Seals: Enlisted Seal Requirements (aufgerufen am 23.05.2024) ↩︎

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