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Bloß keine ruhige Babykugel schieben!

Das ist der ideale Sport für Schwangere

Sport in der Schwangerschaft
Gemäßigtes Kardio- und Kräftigungstraining ist in anderen Umständen ideal. Was schwangere Sportlerinnen noch wissen sollten
Foto: Fotolia.com/kalim

Frauen, die eine große Babykugel vor sich herschieben, fühlen sich manchmal nicht so recht nach Bewegung. Dabei ist Fitness extrem wichtig für werdende Mamis und ihr Kind. FITBOOK weiß von einer Expertin, warum das so ist, welche Sportarten sich jetzt besonders eignen und wovon Sie tatsächlich besser Abstand halten sollten.

Dass Sport in anderen Umständen ungesund sein soll – ein weithin verbreiteter Glaube, der sicherlich für einige Schwangere eine willkommene Ausrede darstellte. Inzwischen ist er widerlegt. Und tatsächlich wird sogar umgekehrt ein Schuh draus!

Warum ist Sport in der Schwangerschaft so wichtig?

Das Herz-Kreislauf-System, der Stoffwechsel, die Atmung und der gesamte Bewegungsapparat werden in der Schwangerschaft verstärkt beansprucht. Der Grund: das zunehmende Gewicht des Babys im Bauch. „Innerhalb kurzer Zeit müssen die Knochen, Gelenke und Muskeln der Frau viel mehr Gewicht tragen als sie es gewohnt sind“, erklärt Fitness-Expertin Micha Østergaard im FITBOOK-Interview. Umso wichtiger sei leichtes Kraft- oder Ausdauertraining, um sie sich für diese körperliche Mehranforderung zu wappnen und ebenso, um nach der Schwangerschaft wieder schnell in Form zu kommen.

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Welcher Sport ist für Schwangere geeignet?

Zusammengefasst: Sanftes Kardio- und Kräftigungstraining. „Generell ist aber jede Bewegung besser als keine. Jede Frau sollte das machen, was ihr Spaß macht und sich gut anfühlt“, findet Østergaard.

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Das könnte Verschiedenes sein. Beispielsweise Radfahren, Schwimmen und Muskeltraining wie Schwangerschafts-Pilates, ebenso gemäßigtes Krafttraining mit leichten Hanteln. „Rücken- und Bauchübungen festigen die Muskulatur und führen zur Stabilisierung die Körpermitte“, erklärt die Ex-Olympiaschwimmerin. Super sei auch Yoga. Durch sanfte Dehnübungen und das tiefe, gleichmäßige Atmen werden Schwangere dabei optimal auf die Geburt vorbereitet. Ab einem gewissen Bauchumfang am besten direkt zum Schwangerschaftsyoga gehen, das auf die eingeschränkte Bewegungsfreiheit durch die Babykugel ausgerichtet ist.

Schwangere beim Aqua-Sport

Bewegung, die im Wasser stattfindet, ist des Wasserdrucks wegen perfekt gegen Wassereinlagerungen
Foto: Fotolia.com/kristall

Welche Sporarten eignen sich nicht?

Wenig überraschend, ist alles mit erhöhtem Verletzungsrisiko – etwa Inlineskaten, Skifahren, Wandern in extremen Höhen und Klettern – mit Baby im Bauch nicht die beste Idee. Hierzu gehören auch stoß- und kontaktintensive Kampf- und Ballsportarten. Østergaard warnt ebenso vor Sport, bei dem es zu Erschütterungen und raschen Drehbewegungen kommen kann, etwa Reiten, Tennis, Squash und allem, bei dem gesprungen wird.

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Was viele vielleicht nicht ahnen: Mit dem Dehnen sollte man es in anderen Umständen nicht übertreiben. „Die Gelenke dehnen sich in der Schwangerschaft natürlich aus“, erklärt uns die Fitness-Trainerin. „Werden diese dann zusätzlich beansprucht, kann es die Verletzungsgefahr erhöhen.”

Wie viel Sport ist zu viel?

Das ist nicht pauschal zu beantworten, erklärt uns Østergaard. Natürlich sollte frau sich nicht bis zur Erschöpfung verausgaben und auf eine gemäßigte Herzfrequenz achten. Denn: Kommt die Mutter allzu sehr außer Puste, könnte auch dem Baby die Luft ausgehen. Dennoch ist, wer bereits vor der Schwangerschaft sportlich aktiv, gut damit beraten, die Regelmäßigkeit der Workouts in etwa beizubehalten. „Gerade während einer Schwangerschaft ist ein Personal Trainer viel wert, weil er ein maßgeschneidertes Programm zusammenstellt“, empfiehlt Østergaard.

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Bis zu welchem Monat ist Sport unbedenklich?

Das muss jede Schwangere für sich ausprobieren. Im letzten Schwangerschaftsdrittel kann es gut sein, dass der Bauch als störend empfunden wird und – bis auf gemäßigtes Schwimmen und Aquagymnastik – das Training reduziert werden muss. In jedem Fall können und sollten leichte Beckenübungen bis zum Ende der Schwangerschaft durchgeführt werden.

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