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Es sind „nur“ zwei Übungen

Bodybuilder scheitert am Training des russischen Hammerwerfers Sergei Litwinow

Bodybuilder versucht sich an dem Training von Sergej Litvinov
Sergej Litvinov gewann drei Goldmedaillen bei Olympischen Spielen und WeltmeisterschaftenFoto: Getty Images

Bodybuilder und Social-Media-Star Jujimufu ist bekannt dafür, sich oft sportlichen Herausforderungen zu stellen – egal ob Fitnesstrends oder Workouts anderer Athleten. In seinem neusten Video versucht sich Jon Call, wie der US-Amerikaner mit bürgerlichem Namen heißt, an der Trainingsroutine des Hammerwurf-Dominators der 80er-Jahre, Sergei Litwinow.

Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul gewann Sergei Litwinow (1958-2018) die Goldmedaille im Hammerwerfen, außerdem wurde er zweimal Weltmeister (1983 und 1987) in dieser Disziplin. Nicht zuletzt durch seine harte Trainingsroutine erreichte der für die Sowjetunion und später Russland startende Athlet Bekanntheit. Genau in dieser Routine sah Bodybuilder Jujimufu nun eine willkommene Herausforderung und er wollte das Training von Sergei Litwinow nachstellen.

Sergei Litvinov 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul
Sergei Litwinow 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul, wo er die Goldmedaille gewannFoto: Getty Images

Wie sieht das Training von Sergej Litvinov aus?

Das Workout besteht dabei aus zwei Übungen, die in Supersätzen ausgeführt werden. Klingt erstmal nicht besonders aufregend, aber die beiden Übungen haben es in sich. Bei der ersten handelt es sich um Front Squats mit 183 Kilogramm auf der Langhantel. Obwohl dieses Gewicht schon beeindruckend ist, sieht das Training von Sergei Litwinow acht Wiederholungen vor. Direkt im Anschluss geht es ans Lauftraining: ohne Pause muss Jon Call 400 Meter in 75 Sekunden sprinten – und das alles drei Mal!

Im Video ist das komplette Workout zu sehen.

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Wie schlägt sich der Bodybuilder?

Schon in der ersten Runde scheitert der Kraftsportler an dem von Litvinov gelifteten Gewicht. Lediglich sechs Wiederholungen kann der Bodybuilder absolvieren. Im anschließenden 400-Meter-Lauf sieht es für den US-Amerikaner noch schlechter aus. Jon Call braucht für die Stadionrunde nämlich 107 Sekunden. Nicht zuletzt macht dem US-Amerikaner sein eigenes Körpergewicht einen Strich durch die Rechnung. Denn: Er wiegt über 20 Kilogramm mehr (109 Kilogramm) als Litwinow (86 Kilogramm) zu seinen erfolgreichen Zeiten wog.

In der zweiten Runde muss Jon Call schon mit den Gewichten heruntergehen. Diesmal schafft er die vollen acht Wiederholungen, jedoch „nur“ mit 142 Kilogramm. Die Luft ist beim Herausforderer raus. Die Laufstrecke schafft er nur bis zur Hälfte und muss dann abbrechen. „Es sind nicht einmal meine Lungen. Meine Waden und Füße machen dicht, sodass ich physisch einfach nicht rennen kann“, kommentiert Jon Call.

Jedoch gibt er nicht vollkommen auf. In der letzten Runde beginnt der Bodybuilder mit dem Lauf, den er auch nicht in der vorgeschriebenen Zeit absolvieren kann. Zumindest versucht sich Call noch an den Kniebeugen, die er jedoch ohne eine Wiederholung abbrechen muss. Die Erschöpfung war zu groß.

Trotzdem eine beeindruckende Leistung des Amerikaners – und eine noch imposantere von Sergei Litwinow. Litwinows Sohn ist übrigens auch Hammerwerfer und startete zwischenzeitlich auch für Deutschland. Er konnte allerdings nicht an die Erfolge seines Vaters anknüpfen, obwohl dieser ihn vermutlich mit ähnlichen harten Einheiten trainierte.