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„Highway to Health – Studien kompakt“

Wie wirkt sich fettreicher Käse auf das Risiko für Demenz aus? Überraschendes Studienergebnis

Der Fettgehalt von Käse scheint einen Einfluss auf das Risiko für Demenz zu haben
Der Fettgehalt von Käse scheint einen Einfluss auf das Risiko für Demenz zu haben Foto: Getty Images/fcafotodigital, Niels Starnick; Collage: FITBOOK
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Nuno Alves
Chefredakteur

12. Januar 2026, 10:42 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Käse gehört für viele selbstverständlich zum Alltag, doch in Bezug auf den Fettgehalt gehen die Meinungen auseinander. Eine Untersuchung hat sich die Auswirkungen des Konsums von Milchprodukten genauer angeschaut und mögliche Zusammenhänge zwischen Ernährungsgewohnheiten und der Entwicklung geistiger Gesundheit gefunden.

Was wurde untersucht? Eine große schwedische Beobachtungsstudie begleitete mehr als 27.000 Erwachsene im Alter zwischen 45 und 73 Jahren rund 25 Jahre lang. Ziel war es herauszufinden, ob der Konsum von Milchprodukten mit unterschiedlichem Fettgehalt langfristig das Risiko für Demenz beeinflusst.1 Die Teilnehmer dokumentierten ihre Ernährung detailliert, ergänzt durch Interviews. Die Ergebnisse wurden mit offiziellen Diagnosen aus Gesundheitsregistern abgeglichen.

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Käse und Sahne mit hohem Fettgehalt offenbar vorteilhaft, Butter könnte Alzheimer-Risiko erhöhen

Ergebnisse: Wer täglich mindestens 50 Gramm fettreichen Käse mit 20 Prozent Fett verzehrte, hatte ein um 13 Prozent geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken. Für eine sogenannte vaskuläre Demenz – eine Form, die durch Durchblutungsstörungen im Gehirn entsteht – lag das Risiko sogar 29 Prozent niedriger. Auch der tägliche Konsum von mindestens 20 Gramm fettreicher Sahne (mit mehr als 30 Prozent Fett) war mit einem um 16 Prozent geringeren Demenzrisiko verbunden.

Fettarme Varianten sowie Milch (egal ob fettreich oder fettarm) oder Joghurt zeigten keinen Zusammenhang. Bei Butter zeigte sich bei sehr hohem Konsum (ab 40 Gramm täglich) ein statistischer Zusammenhang mit einem erhöhten Alzheimer-Risiko. Die Autoren weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass dieser Befund stark vom gesamten Ernährungsprofil abhängen könnte und vorsichtig zu interpretieren ist. Bei Menschen, die keine bekannte genetische Vorbelastung in Form des sogenanntenAPOE4-Risikogens hatten, war auch das Alzheimer-Risiko durch fettreichen Käse leicht vermindert.

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Bedeutung: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass fettreicher Käse und Sahne langfristig mit einem geringeren Risiko für Demenz verbunden sein könnten. Der statistische Zusammenhang war bei jenen Personen weniger eindeutig, die ihre Ernährungsgewohnheiten über die Jahre kaum veränderten. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, sind weitere Untersuchungen nötig, um die Ursachen zu klären. Auch ist darauf hinzuweisen, dass ein hoher Konsum von gesättigten Fettsäuren, wie sie in Käse vorkommen, das LDL-Cholesterin erhöhen kann, wobei die Studie betont, dass Käse im Vergleich zu Butter oft günstiger abschneidet.

In einer früheren Version des Artikels hieß es, ein hoher Butterkonsum sei mit einem erhöhten Alzheimer-Risiko verbunden. Die Passage wurde präzisiert, um deutlicher zu machen, dass die Studienautoren diesen Zusammenhang ausdrücklich vom gesamten Ernährungsprofil abhängig sehen und vorsichtig interpretieren.

Fehler entdeckt? Bitte Feedback an: highway2health@fitbook.de.

Quellen

  1. Du, Y., Borné, Y., Samuelsson, J., Glans, I., Hu, X., Nägga, K., Palmqvist, S., Hansson, O., & Sonestedt, E. (2026). High- and Low-Fat Dairy Consumption and Long-Term Risk of Dementia: Evidence From a 25-Year Prospective Cohort Study. Neurology, 106(2), e214343. https://doi.org/10.1212/WNL.0000000000214343 ↩︎

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