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Laut Studie

Welche Lebensmittel das Brustkrebsrisiko beeinflussen könnten

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Eine neue Studie zeigt, dass bestimmte Lebensmittel das Brustkrebsrisiko beeinflussen könnten Foto: Getty Images/Kseniya Ovchinnikova
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Isa Kabakci
Redakteur

3. Juli 2026, 13:41 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Ob die Ernährung das Risiko für Brustkrebs beeinflussen kann, wird seit Jahren erforscht. Eine große Langzeitstudie mit mehr als 93.000 Frauen ist dieser Frage nun erneut nachgegangen. Die Ergebnisse liefern neue Hinweise darauf, welche Rolle bestimmte Lebensmittel bei der Brustkrebsprävention spielen könnten.

Bestimmte Ernährung mit möglichem Einfluss auf das Brustkrebsrisiko

Forscher wollten herausfinden, ob eine flavonoidreiche Ernährung mit einem geringeren Brustkrebsrisiko zusammenhängt und ob dieser Zusammenhang auch bei Frauen mit einer erhöhten genetischen Veranlagung besteht. Flavonoide sind natürliche Pflanzenstoffe, die unter anderem in Obst, Gemüse, Tee und dunkler Schokolade vorkommen und antioxidative sowie entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.1

Das Ergebnis: Frauen mit einer flavonoidreichen Ernährung hatten insgesamt ein geringeres Brustkrebsrisiko. Besonders auffällig war, dass dieser Zusammenhang auch bei Frauen mit einem hohen genetischen Risiko gefunden wurde.

So wurde die Studie durchgeführt und das untersuchte sie

Für die Studie werteten Wissenschaftler Daten von 93.271 Frauen aus der UK Biobank aus, die zu Studienbeginn keine Krebserkrankung hatten. Das mittlere Alter lag bei 56 Jahren. Die Teilnehmerinnen wurden zwischen 2006 und 2010 in die Studie aufgenommen und anschließend über einen Zeitraum von knapp zwölf Jahren begleitet. Während dieser Zeit erkrankten 3110 Frauen an Brustkrebs.

Mithilfe eines validierten Ernährungsfragebogens erfassten die Forscher die Essgewohnheiten der Teilnehmerinnen und berechneten daraus den sogenannten „Flavodiet Score“. Dieser bewertet den regelmäßigen Verzehr von zehn flavonoidreichen Lebensmitteln, darunter Äpfel, Beeren, Grapefruits, Orangen, Trauben, Paprika, Zwiebeln, schwarzer und grüner Tee, dunkle Schokolade sowie Rotwein. Zusätzlich untersuchten die Wissenschaftler die Aufnahme einzelner Flavonoid-Untergruppen.

Außerdem bestimmten die Forscher für jede Teilnehmerin das genetische Brustkrebsrisiko anhand eines Risikoscores, der auf 168 genetischen Varianten basierte. Bei der Auswertung berücksichtigten sie zahlreiche weitere Einflussfaktoren wie Alter, Körpergewicht, körperliche Aktivität, Rauchen, Alkoholkonsum, Ernährungsweise sowie die Familiengeschichte von Brustkrebs, Menopausenstatus und eine Hormonersatztherapie.

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Ergebnisse im Detail

Frauen mit der flavonoidreichsten Ernährung hatten ein 15 Prozent geringeres Brustkrebsrisiko als Frauen mit der geringsten Aufnahme flavonoidreicher Lebensmittel. Je höher der „Flavodiet Score“ ausfiel, desto niedriger war insgesamt das Erkrankungsrisiko.

Auch einzelne Flavonoidgruppen waren mit einem geringeren Brustkrebsrisiko verbunden. Besonders deutlich zeigte sich der Zusammenhang für Flavanone, die vor allem in Zitrusfrüchten vorkommen, sowie für Proanthocyanidine, die unter anderem in Äpfeln, Beeren und Trauben enthalten sind. Bei den einzelnen Lebensmitteln waren insbesondere Orangen und Äpfel mit einem geringeren Brustkrebsrisiko verbunden.

Wie erwartet spielte auch die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle: Frauen mit dem höchsten genetischen Risiko erkrankten deutlich häufiger an Brustkrebs als Frauen mit dem niedrigsten genetischen Risiko. Aber auch bei ihnen zeigte sich ein risiko­senkender Effekt durch den Konsum flavonoidreicher Lebensmittel.

Die Ergebnisse blieben auch in mehreren zusätzlichen Analysen bestehen, die die Robustheit der Studienergebnisse überprüften.

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Was das konkret bedeutet

Die Studie liefert Hinweise darauf, dass eine flavonoidreiche Ernährung mit einem geringeren Brustkrebsrisiko verbunden sein könnte – auch bei Frauen mit einer erhöhten genetischen Veranlagung. Als mögliche Erklärung nennen die Forscher verschiedene biologische Effekte von Flavonoiden. So könnten sie unter anderem oxidativen Stress und Entzündungsprozesse verringern sowie Signalwege beeinflussen, die an der Entstehung von Krebs beteiligt sind. Diese möglichen Mechanismen wurden in der Studie jedoch nicht direkt untersucht.

Vielversprechende Studie mit Einschränkungen

Zu den Stärken der Studie zählen die große Zahl an Teilnehmerinnen, das prospektive Studiendesign und die lange Nachbeobachtungszeit. Zudem untersuchten die Forscher erstmals den Zusammenhang zwischen einer flavonoidreichen Ernährung und dem genetischen Brustkrebsrisiko.

Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie. Sie kann daher keinen ursächlichen Zusammenhang nachweisen, sondern lediglich einen statistischen Zusammenhang aufzeigen. Außerdem beruhen die Ernährungsangaben auf einem Fragebogen, wodurch Erinnerungsfehler oder ungenaue Angaben möglich sind.

Quellen

  1. Yang, R., Xu, YL., Wang, Y. et al. (2026). Flavonoid-rich foods, genetic risk, and female breast cancer risk: a prospective cohort study. npj Breast Cancer. https://doi.org/10.1038/s41523-026-00989-y ↩︎

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