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„Highway to Health – Studien kompakt“

Wie sich Ashwagandha auf das Altern auswirkt

Ashwaganda ist ein sogenanntes Adaptogen, das den Körper im Umgang mit Stresssituationen unterstützen kann
Ashwaganda ist ein sogenanntes Adaptogen, das den Körper im Umgang mit Stresssituationen unterstützen kann. Meist kommen dabei Extrakte zum Einsatz, die aus der Wurzel gewonnen werden. Foto: Getty Images, Wolf Lux; Collage: FITBOOK
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Nuno Alves
Chefredakteur

2. Dezember 2025, 10:46 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Die Forschung interessiert sich seit einiger Zeit für die vielfältige Wirkung von Ashwagandha. Die Pflanze wird bereits seit Jahrtausenden in der aryuvedischen Medizin verwendet. Eine Studie widmete sich der Frage, wie Ashwagandha mit zentralen Prozessen des Alterns verknüpft ist.

Was wurde untersucht? Ein in „Biogerontology“ erschienener Übersichtsartikel analysierte umfassend die Wirkung von Ashwagandha (Withania somnifera) auf gesundes Altern.1

Ashwagandha gilt als sogenanntes Adaptogen. Dabei handelt es sich um eine Klasse von Naturstoffen, die die körperliche und geistige Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressfaktoren verbessern und helfen, zentrale Körperfunktionen im Gleichgewicht zu halten. In der traditionellen indischen Medizin (Ayurveda) ist es seit mehr als 3000 Jahren als „Rasayana“ bekannt, ein Verjüngungsmittel, das ganzheitlich die Vitalität steigert und die Langlebigkeit fördert.

Für die Analyse werteten die Autoren präklinische und klinische Studien aus, um das Potenzial dieser ayurvedischen Heilpflanze als „Geroprotektivum“ zu bewerten, also als Mittel zur Verlangsamung biologischer Alterungsprozesse. Untersucht wurden unter anderem ältere Erwachsene, gestresste Personen, Sportler und Menschen mit Gedächtnisproblemen.

Auch interessant: Was kann das „ayurvedische Wundermittel“ Ashwagandha wirklich?

Ashwaganda steigerte Kraft, verbesserte Ausdauer, Schlafqualität und Kognition

Ergebnisse: Ashwaganda zeigte Wirkung in vielen Bereichen, die wichtig für ein gesundes Altern sind. In Studien mit Männern steigerte eine tägliche orale Gabe von 600 Milligramm die Maximalkraft beim Bankdrücken um 46 Kilogramm. Das war fast doppelt so viel wie in der Placebogruppe (26 kg). Auch die Muskelmasse nahm sichtbar zu. In anderen Studien verbesserten sich Ausdauer (+13,6 % bei der Sauerstoffaufnahme), Schlafqualität, Gedächtnisleistung und Konzentration. Gleichzeitig sanken das Stresshormon Cortisol um 27,9 Prozent und der Entzündungsmarker CRP (C-reaktives Protein) um mehr als 30 Prozent.

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Bedeutung: Ashwagandha zeigte vielfältige Effekte auf körperliche Leistung, geistige Klarheit und Stressregulation – Schlüsselbereiche für Vitalität im Alter. Die Vorteile des Mittels liegt in der ganzheitlichen Wirkung, indem es die zelluläre Alterung bekämpft, chronische Entzündungen dämpft und das Stresshormon Cortisol senkt.

Die Studienautoren weisen in ihrer Analyse zudem auf wichtige Einschränkungen hin: Da Ashwagandha den Stoffwechsel von Medikamenten beeinflussen kann, besteht bei gleichzeitiger Einnahme anderer Mittel das Risiko, deren Wirkung oder Toxizität ungewollt zu erhöhen. Zudem warnen die Forscher vor Verunreinigungen in ungeprüften Präparaten, die Gesundheitsrisiken bergen können. Auch zur Langzeitsicherheit stehen noch umfassende Daten aus.

Fehler entdeckt? Bitte Feedback an: highway2health@fitbook.de.

Quellen

  1. Vittal, M., Vinciguerra, M. Enhancing healthspan with Ashwagandha (Withania somnifera): a comprehensive review of its multifaceted geroprotective benefits. Biogerontology 26, 179 (2025). https://doi.org/10.1007/s10522-025-10320-0 ↩︎

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