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Auf Getreidebasis

„Ökotest“ findet Mineralölrückstände und Schimmelpilzgifte in Babybrei

Baby verzieht gesicht, als es mit Brei gefüttert wird
Schmeckt nicht wirklich, oder? Noch schlimmer ist allerdings, wenn Babybreis Schadstoffe enthalten – „Ökotest“ hat in einigen Produkten welche gefunden.Foto: Getty Images

Ein Löffel für Papa, ein Löffel für die Schwester: Getreidebreie für Babys sind mit Wasser oder Milch schnell angerührt. In einigen Mischungen stecken aber Stoffe, die dort nichts verloren haben.

Gemahlener Dinkel, Hafer, Mais oder Reis: Das ist die Basis von Getreidebrei für Babys. In einigen Produkten steckt aber anderes – und zwar Stoffe, die in der Breischüssel nichts verloren haben. Das zeigt eine Untersuchung von Babybrei der Zeitschrift „Ökotest“ (Ausgabe 8/2022).

11 Mal „sehr gut“ für Babybrei im „Ökotest“

Getestet wurden ausschließlich Getreidebrei-Basis-Mischungen ohne Zusätze wie Zucker, Keks oder Obst. Zunächst die gute Nachricht: Viele der 21 getesteten Bio-Getreidebreie können Eltern ihren Kindern guten Gewissens auftischen. Elf Produkte gingen mit der Bestnote „sehr gut“ aus dem Test hervor. Die restlichen zehn Produkte im Test bekamen Punktabzug, weil in ihnen bedenkliche Stoffe – mal in geringen, mal in etwas höheren Mengen – zu finden waren. Dennoch schnitten weitere vier Breie mit der Note gut ab. Die genauen Testergebnisse lesen Sie bei „Ökotest“.

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Verunreinigung durch Mineralöl

Wofür genau gab es Punktabzug? In sechs Breien wurden Mineralölbestandteile nachgewiesen. Sie können sich im Körper ansammeln – mit noch unbekannten Folgen für die Gesundheit. Immerhin: In fünf Breien war der Anteil an Mineralölbestandteilen laut „Ökotest“ lediglich leicht erhöht. Nur bei einem Produkt sprachen die Tester von einer erhöhten Menge – das Produkt schnitt aber dennoch befriedigend im Test ab. Laut „Ökotest“ ist es möglich, dass die Breie durch Öle der Produktionsanlagen verunreinigt wurden.

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Schimmelpilzgifte können Immunsystem schwächen

Auch Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen wurden nachgewiesen, betroffen waren drei Breie. Dabei handelt es sich um Pilze, die das Getreide schon auf dem Feld befallen. Sie sind laut „Ökotest“ zellgiftig und können das Immunsystem schwächen.

Arsen in Reisbrei entdeckt

In zwei Produkten, die Reis enthalten, wurde im Test anorganisches Arsen nachgewiesen. Das Halbmetall kommt natürlicherweise im Boden vor und reichert sich in Reispflanzen an. In zu großen Mengen kann Arsen krebserregend wirken – daher sollten kleine Kinder Lebensmittel aus Reis nur in Maßen essen. Dieser Hinweis fehle jedoch auf beiden Reisbrei-Mischungen, so die Kritik der Öko-Tester.

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Tipps zur Zubereitung von Getreidebrei

Folgende Tipps gibt „Ökotest“ zur Zubereitung von Getreide-Milch-Brei:

  1. Säuglinge und Kleinkinder sollten aufgrund der möglichen Arsenbelastungen nicht jeden Tag Reisbrei (oder Reiswaffeln) bekommen.
  2. Zum Kennenlernen schrittweise zunächst mit einem Löffelchen Brei aus einer Getreideart starten.
  3. Kinder im Beikostalter sollten nicht mit mehr als 200 Milliliter Kuhmilch – inklusive der im Milchgetreidebrei – gefüttert werden. Kuhmilch enthält viel Eiweiß. Das belastet die Nieren der Babys.

Mit Material von dpa

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