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Nach Nulldiät und exzessivem Sport

Wie ich meine Magersucht erlebt und überwunden habe

Magersüchtige (Symbolfoto)
Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung leiden unter 1000 Menschen zwischen 30 und 50 an Magersucht. Unsere Autorin war eine davon. (Symbolfoto)Foto: iStock/KatarzynaBialasiewicz

Eines der wenigen Dinge, die Jugendliche kontrollieren können, ist ihre Nahrungsaufnahme. Und zu beobachten, wie (schnell und drastisch) sich der Körper entsprechend verändert, vermittelt ein seltsames Machtgefühl, und das kann buchstäblich süchtig machen. So war es bei unserer Autorin, die über eine Essstörung in die Anorexie nervosa gerutscht ist. Auf FITBOOK berichtet sie aus dieser Zeit.

Ich war erst 14, als eine Freundin von mir mit ihrer ersten Diät anfing. Zu dem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung von irgendwelchen Nährwerten oder gesunder Ernährung. Enthält Schokolade Fett? Ich wusste es nicht und es war mir egal. Ich bin vorher jemand gewesen, der sich beim Warten an der Busstation aus Langeweile einen Schokoriegel oder Cheeseburger (oder beides) gekauft hat. Aus bloßer Neugier habe ich bei der Diät mitgemacht und infolgedessen ein übersteigertes Bewusstsein für Essen entwickelt, das mir später noch ernsthafte gesundheitliche Probleme bereiten sollte.

Mit dem ersten festen Freund rückte das alles wieder etwas in den Hintergrund. Nicht zuletzt, weil man häufig zusammen aß – und schließlich jemanden an seiner Seite hatte, dem man zu gefallen schien. Kein Grund also, sich akut verschönern oder verändern zu müssen. Erst um meinen 18. Geburtstag herum (als ich zwar nicht dick war, aber doch unzufrieden mit meinem „Babyspeck“) kamen die Gedanken an eine Diät zurück.

Hungern als Kick

Es war ein Sommer, in dem jeder in meiner Familie sein eigenes Ding machte. Gemeinsame Mahlzeiten zu Hause? Fehlanzeige. Da dachte ich mir: Wenn wir eh nicht mehr zusammen essen und ich sowieso abnehmen will, kann ich mich beim Essen ja mal auf ein Mindestmaß beschränken und beobachten, was passiert. Das klappte richtig gut und machte Lust auf mehr – bzw. weniger: Was würde passieren, wenn ich die eine mickrige Scheibe Vollkornbrot zum Abend auch noch halbiere?

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Ganz klar, es gab mir eine Art Kick, nicht(s) mehr zu essen. Jeder weitere Tag, jede weitere Nacht, die ich mit einer Minimalzufuhr an Kalorien ausgekommen war, pushte mich zum nächsten Ziel – morgen käme ich vielleicht mit noch weniger aus. Wenn andere um mich herum in ein Croissant oder ein Stück Pizza bissen, beneidete ich sie keineswegs. Im Gegenteil: Ich bemitleidete sie, fühlte mich ihnen weit überlegen! So etwas Profanes wie Nahrung brauchte ich nicht. Sollten die doch alle dick werden! „Iss doch noch ein Brötchen“ – solche Sätze wurden in meiner Gedankenwelt zu einer Beleidigung.

Frau isst an der Bushaltestelle ein Brötchen
Völliges Unverständnis für Menschen, die zwischendurch etwas zu sich nehmen. Unsere Autorin konnte jeden Hunger aushalten.Foto: Getty Images

Wenig Essen, viel Sport

Auf einmal bestimmten Kalorien mein Leben. Genauer gesagt der innere Zwang, jede Kalorie, die ich zu mir nahm, wieder verbrennen zu müssen. Auf jede noch so kleine Nahrungsaufnahme folgte eine Runde Joggen oder ich ging auf dem Fahrradergometer bei uns im Keller trainieren. In der Schule aß ich zwar nichts, musste aber dennoch irgendwie Energie verbrauchen. Das lästige Sitzen im Klassenraum unterbrach ich (mit dem Vorwand, auf die Toilette zu gehen) immer wieder mit Treppensteigen-Sessions im Schulgebäude.

Vor der Schule oder danach, aber unbedingt vor einer etwaigen Mahlzeit musste ich noch eine halbe Stunde auf dem Fahrrad trainiert haben. Lange Schultage brach ich früher ab, wenn ich das mit dem Sport vorher nicht geschafft hatte.

Schmaler Grat zwischen dünn und zu dünn

Das mit dem Abnehmen ging natürlich sehr schnell. Und blieb zunächst trotzdem unbemerkt von meinen engeren Freunden und meiner Familie. Denn die sahen mich ja täglich, weswegen ihnen die ersten Veränderungen nicht so auffielen.

Und weil ich zunächst nicht ungesund aussah, erntete ich erstmal viele Komplimente. Ich wurde auf der Straße von Agenturmenschen und Modedesignern angesprochen und gefragt, ob ich für sie modeln wollte. Mir passte und stand plötzlich ALLES, selbst enge Kleidung, in der ich mich früher unwohl gefühlt hätte. Egal, wie viel ich jedoch abnahm, mein Bauch störte mich immer.

Also machte ich weiter und stellte mich täglich auf die Waage. Und tatsächlich waren es jeden Tag ein paar Gramm weniger, was einen unbeschreiblichen Adrenalinausstoß auslöste. Mein BMI vermeldete schon bald Untergewicht. Es sah aber noch gut aus; fand ich zumindest.

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Irgendwann kippte das. Meine Familie begann, sich Sorgen zu machen und genauer hinzuschauen, was bzw. ob ich überhaupt noch esse. Meine Mutter durchsuchte zu diesem Zeitpunkt bereits den Mülleimer in der Küche, weil ich dort so einiges hatte verschwinden lassen, das vorher unterm Tellerrand geparkt gewesen war.

Außerdem führte sie wieder gemeinsame Mahlzeiten ein, und wenn sie es dann doch einmal geschafft hatte, mich am Tisch zu halten und mir eine Portion Nudeln aufzuzwingen, ging ich danach einfach doppelt so lange laufen. Joggen ging in meiner Verfassung schon lange nicht mehr, ich war einfach zu schwach geworden. Meine Kalorien musste ich dann durch stundenlange Fußmärsche verbrennen: von zu Hause, am Rande der Stadt, bis ins Zentrum und natürlich zurück.

Apropos schwach. Bald wurden mir auch alltägliche Handgriffe zu viel. Ich blieb immer in Bewegung, aber sah dabei eher wie ein Zombie aus. Ich hatte keine Energie mehr und schleppte mich durch den Tag – immer mit einer Flasche Wasser unterm spindeldürren Arm. Es gab keine BHs mehr, die mir passten, ich war komplett abgemagert. Man konnte durch die Kleidung meine Rippen zählen. Ein kleiner Junge in der Stadt hat eines Tages bei meinem Anblick die Augen weit aufgerissen und geschrien: „Mama, Mama, man kann bei der Frau alle Knochen sehen!“ Sie schaute ähnlich erschrocken und zog ihn panisch von mir weg.

Wer ist überhaupt noch ehrlich zu mir?

Diese Begegnung hat mich ziemlich hart getroffen. Niemand hatte bisher einen so direkten (und verletzenden) Kommentar in meiner Gegenwart abgegeben. Bis auf meine Eltern und Brüder schien mich niemand für zu dünn zu halten. Meine Freunde taten, als wäre alles normal. Dass ich ihnen bei Verabredungen beim Essen nur noch zusah und an meinem Wasser nippte, war offenbar nicht der Rede wert. Log meine Familie mich an? Sah ich am Ende gar nicht so krank aus?

Doch, das tat ich. Ich hatte körperlich bereits so stark abgebaut, dass ich auch im Hochsommer nachts im Bett vor Kälte zitterte. Ich bekam meine Tage nicht mehr, hatte schlechte Haut am ganzen Körper. Man verabreichte mir die Pille, weil eine Blutuntersuchung mit Hormoncheck mir Dramatisches offenbarte: Ich war noch keine 20 und bereits auf dem besten Weg in die Wechseljahre. Außerdem litt ich an einer Vorstufe zur Osteoporose und musste, um dem Knochenschwund entgegenzuwirken, sofort mit der Einnahme der Antibabypille beginnen.

Warnsignale? Mag sein. Aber ich mochte es, mich wie ein Taschenmesser zusammenklappen zu können, mich ganz klein zu machen. Das alles war längst zur Sucht geworden.

Inzwischen war ich schon so leicht, dass ich beim Blick auf die Waage selbst einen Schrecken bekam. Und es wurde mit jedem Tag immer weniger. Als ich bei einer Körpergröße von 1,79 Metern nur noch 48 Kilo wog, erkannte ich selbst, dass es brenzlig wurde. Ich fing an zu weinen, wusste aber auch: Ich kann nicht einfach so aufhören. Wie weit konnte es – und ich – noch gehen?

Stresshormon als Energiequelle

Die Antwort: bis auf 45 Kilo runter. Rein rational hätte ich wohl damals schon begreifen können, dass 16 Kilo unter dem medizinischen Idealgewicht viel zu wenig sind. Doch ich sah im Spiegel nicht dieses Klappergestell, ich sah weiterhin nur diesen dicken Bauch. Der Gedanke daran, wieder zuzunehmen – unerträglich.

Was mir damals half, mit dem Nicht-Essen weiterzumachen: ein bekanntes Stresshormon. Das Erlebnis mit dem kleinen Jungen in der Stadt hatte nämlich für einen regelrechten Adrenalinstoß bei mir gesorgt. Und der kam gerade recht: Ich hatte mich in den Sekunden davor so kraftlos gefühlt, dass ich mir kaum die 20-minütige Autofahrt nach Hause zutraute. Jetzt hatte ich wieder genug Energie. Zu Hause angekommen empfing meine Mutter das kreidebleiche Abbild ihrer Ältesten mit einem Eiweißshake in der Hand. „Du trinkst das jetzt. Oder willst du tot umfallen?“ Tatsächlich wäre ich das lieber, als mir diese widerlich daherkommenden Kalorien runterzuwürgen. Neuer Adrenalinstoß, ich regte mich auf, schrie sie panisch an, schlug die Tür hinter mir zu und ging wieder „spazieren“.

Paranoid im eigenen Gefängnis

Zu dem Zeitpunkt konnte ich schon längst nichts mehr trinken (geschweige denn essen!), was andere für mich zubereitet hatten. Man fand mich zu dünn? Dann würde man mir bestimmt Kalorien in Form von Zucker oder Fett unterjubeln. Ein Teil von mir wusste damals schon, dass ich diesen Teufelskreis durchbrechen musste. Aber das ging nicht.

Ich hatte auch keine Kraft mehr, mich zu verabreden, etwas zu lesen oder in die Uni zu gehen, ich war immer müde. Mein Jura-Studium musste ich im dritten Semester an den Nagel hängen.

Ich hatte verstanden, dass ich zunehmen muss, um zu leben. Aber ich wollte es partout nicht. Die Folge war, dass ich quasi aufgab. Sämtliche Bestrebungen meiner Eltern, mich therapieren zu lassen, scheiterten. Keine Psychologin, kein Psychiater kam zu mir durch. Wenn die einzige Lösung für mein Problem war, dass ich mehr wiegen müsste, dann wollte ich lieber gar nicht leben.

Tricks, um den Hunger zu ertragen

Ich fühlte nichts mehr außer Hunger. Ich hatte immer Hunger. Er war quasi der Richtwert dafür, dass ich alles richtig machte. Schon vorher, als ich täglich noch mehr als einen Apfel gegessen hatte (einen grünen, da weniger zuckerhaltig), musste ich mich selbst stoppen, bevor dieses Hungergefühl sich zu sehr verflüchtigte. Ich hasste, aber brauchte es.

Tagsüber war es kein Problem, den Hunger auszuhalten. Bloß einschlafen fiel mit Loch im Bauch schwer. Deshalb bestand meine Zubettgeh-Routine darin, heiße, fettarme Milch aufzuschäumen, damit sie viel Volumen annahm, und damit meinen leeren Magen zu füllen. Ich trank langsam und wenn der Schaum anfing, zusammenzufallen, schlug ich die Milch erneut auf.

Nicht zugänglich für Hilfe

Noch immer hatten meine Freunde mich nicht auf mein Untergewicht angesprochen. Wie ich Jahre später, als es mir längst wieder besser ging, erfahren sollte, hatten sie Angst mich zu verletzen. Weniger enge Bekannte wollen gefürchtet haben, in ein Wespennest zu stechen, da sie eine schwere körperliche Krankheit vermuteten.

Meine Mutter hat sehr gelitten – und über die Jahre acht Kilogramm zugenommen. Grund dafür war, dass sie mir zeigen wollte, dass Essen etwas Schönes ist. Sie setzte sich zu mir und genoss (scheinbar) ihr Frühstück, Snacks oder besonders große Portionen zum Abendessen. Ob ich nicht auch etwas will? Ich konnte nicht, auch wenn mein knurrender Magen etwas anderes vermuten ließ.

Es war keine Bulimie

Viele andere Mädchen und auch Jungs, die unbedingt dünn sein wollen (aus welchen Gründen auch immer), erbrechen absichtlich zu sich genommene Nahrung. Bei manchen von ihnen ist es eine Ess-Brech-Sucht: Sie stopfen sich über alle Maßen mit Kalorienbomben voll und verbringen danach viel Zeit über die Toilettenschüssel gebeugt. Das hatte ich nie. Zwar ist mir das Gefühl sehr vertraut, sich zu voll zu fühlen und zu bereuen, was ich zu mir genommen habe – das dringende Gefühl, es unbedingt wieder loswerden zu müssen – und manchmal steckte ich mir den Finger in den Hals. In der Regel aber versuchte ich es durch Kalorienverbrennen.

So hat sich das Blatt gewendet

Es war ausgerechnet mein Zahnarzt, der mir den Schubs in die richtige Richtung verpasst hat. Der galt in meiner Familie eigentlich nicht als sonderlich empathisch. Entsprechend plump war auch sein Kommentar, der mich zum Nachdenken anregen sollte. „Fang doch an, wieder zu essen. Du bist in der beneidenswerten Position, dir gute Sachen gönnen zu können, bei denen die anderen fürchten müssen, davon zuzunehmen. Genieß das besser! Sonst wird man dich bald einweisen und zwangsernähren.“

Platt, oberflächlich, ja nicht mal realistisch, da man Volljährige wegen Nahrungsverweigerung nicht einfach so einweisen kann. Aber erreicht hat es mich trotzdem und irgendwie einen Schalter in mir umgelegt.

Und wie! Ich begann wieder zu essen. Und mein Körper hat sich jetzt auf alles gestürzt, was ich ihm wie aus dem Nichts geboten habe. Wohl aus Angst, die nächste Hungerperiode würde nicht lange auf sich warten lassen, setzte ich relativ schnell an. Ich wurde nicht dick, sah aber bald schon deutlich gesünder aus, und das zeigte sich natürlich auch auf der Waage. Und die machte mir keine Angst mehr. Mit 52 Kilogramm fand ich mich richtig gut, soll aber laut meinen Freunden erst wieder mit 58 Kilo „wie ein Mensch“ ausgesehen haben. In den Jahren danach schwankte ich zwischen 57 und 59 Kilo.

Nach meiner Magersucht blieb ich also verhältnismäßig schlank. Den Sport habe ich in den Jahren danach erst mal nicht wieder aufgenommen – es war mir zu riskant, erneut einem Fitness-Wahn zu verfallen. Außerdem hat er mir – so, wie ich ihn betrieben habe – auch keinen Spaß mehr bereitet. Jetzt wollte ich erst mal „nur“ versuchen, mein Leben zu genießen. Das bedeutete auch, ab und an Alkohol zu trinken – das hatte ich jahrelang nicht gekonnt, weil er für meinen Geschmack zu viele Kalorien hatte und ich dafür körperlich viel zu schwach war. Schon ein Schluck Wein hätte mich umgehauen.

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Einmal Essstörung, immer Essstörung?

Viele Menschen glauben, dass Magersüchtige auch nach überstandener Krankheit immer ein gestörtes Verhältnis zu Essen haben werden. Und tatsächlich wird das Thema wohl meine Achillesferse bleiben, auch als Erwachsene hatte ich immer mal wieder einen Rückfall. Auslöser dafür waren seelische Krisen, undefinierte Stresssituationen oder auch Phasen, in denen ich zufällig abgenommen hatte. Das gefiel mir dann ein bisschen zu gut und die Sucht setzte wieder ein.

Essen ist nur ein Symptom

Ich weiß erst seit wenigen Jahren, wann und warum mein Problem damals entstanden war. Und welche Eigenschaften ich geerbt habe, die mich zu solchen Extremen neigen lassen. Das Essen, die Kalorien, mein Körper – das sind alles lediglich Symptome einer Angststörung – daran muss ich weiterhin arbeiten.

Was ich aber (fast unabhängig von der Magersucht) verstanden habe: dass ich nicht diejenige sein muss, von der alle sagen, dass sie „so dünn“ ist. Das war lange Jahre mein Label, ich hätte nicht gewusst, worüber ich mich ohne definieren soll.

Heilsame Selbstakzeptanz

Heute wiege ich 60 Kilo und fühle mich wohl damit. Mein Gewicht schwankt aber auch mal. Darum gibt es immer wieder Phasen, in denen mir bestimmte Hosen nicht mehr passen – und das ist okay so. Früher hätte bereits ein minimal kneifendes Kleidungsstück bei mir einen Nervenzusammenbruch ausgelöst.

Mein Körper dankt es mir: Einige der verloren geglaubten Funktionen sind auf wundersame Weise zurückgekehrt. Mit 34 Jahren bekomme ich sogar meine Tage wieder, zum ersten Mal in meinem Leben, ohne dass die Pille einen weiblichen Zyklus vortäuscht. Vielleicht stimmt es also auch nicht, dass ich keine Kinder bekommen kann, wie mir gleich mehrere Ärzte im Laufe der Jahre prophezeit haben.

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Ich bin nicht glücklich darüber, dass ich das habe durchmachen (und meiner Familie antun) müssen. Ich kann es aber nicht rückgängig machen und versuche jetzt zumindest, das Positive aus meiner Erfahrung zu ziehen. Etwa dass ich Kleinigkeiten richtig genießen kann, die für andere vielleicht eine Selbstverständlichkeit sind. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht zumindest einen kurzen Moment lang glücklich darüber bin, aus diesem Gefängnis ausgebrochen zu sein. Die Chancen stehen also gut, dass ich nicht wieder „auf die schiefe Bahn“ gerate.

Falls Sie selbst oder Mitglieder aus Ihrer Familie oder Ihrem Freundeskreis unter Essstörungen leiden, finden Sie auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung viele Informationen zu Magersucht sowie eine Telefonberatung.