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Wenn ein Kater ausgeschlossen ist

Morgens Kopfschmerzen? Das könnten die Gründe sein

Frau mit Kopfschmerzen
Wir verraten Ihnen mögliche Ursachen für Kopfschmerzen am Morgen, damit Sie dagegen vorgehen könnenFoto: Getty Images

Mit Kopfschmerzen aufzuwachen, ohne eine alkoholreiche Nacht hinter sich zu haben, ist gemein. Zumal die Betroffenen in der Regel nicht wissen, woran es liegt, dass der Tag bei ihnen oft so unangenehm anfängt. FITBOOK hat bei Experten nachgefragt.

Wer mit dröhnendem Schädel aufwacht, tut es in der Regel auch mit dem falschen Fuß. Schließlich fallen morgendliche Kopfschmerzen in der Regel stark und hartnäckig aus, was einem beschwingten Start in den Tag logischerweise im Wege steht. Aber woran kann es liegen, wenn der erste Eindruck des Tages wehtut, und das immer wieder? FITBOOK hat mit dem Schlaf- und Allgemeinmediziner Dr. med. Michael Feld über mögliche Ursachen gesprochen.

Falsche Liegeposition

Ist möglicherweise Ihr Kopfkissen zu groß? Wenn die Schultern nicht richtig einsinken können, verspannen sich schnell mal der Nacken und obere Rücken. Morgendliche Kopf- sind häufig also Verspannungsschmerzen und entsprechend ein neues Kissen oder eine festere Matratze, die den Körper mit seinem ganzen Gewicht gut stützt, die Lösung.

Andere orthopädische Probleme

Natürlich kann man sich auch mal verlegt oder einen Zug abbekommen haben, beispielsweise durch einen Ventilator oder heftigen, kalten Wind. Ebenso, wenn Sie sich verrenkt haben, kann Ihnen ein Orthopäde oder Physiotherapeut helfen.

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Mann mit Nackenschmerzen
Häufig rühren morgendliche Kopfschmerzen aus VerspannungenFoto: Getty Images

Zähneknirschen

Zähneknirscher dürften morgendliche Kopfschmerzen ebenfalls kennen, da auch das Aufeinanderpressen und Malmen der Zähne schwere Verspannungen auslösen kann, und zwar im Bereich des Kiefers. Und die ziehen in Schläfe und Kopf. Zahnärzte fassen solche Beschwerden als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) zusammen und können Ihnen die (unbewusste) Angewohnheit übrigens ansehen: an dunklen Abriebspuren auf den Zähnen. Es kann in solchen Fällen sinnvoll sein, sich eine Aufbissschiene anpassen zu lassen und zusätzlich mit Meditations- und Entspannungsmaßnahmen gegen die Angewohnheit vorzugehen – Knirschen ist in aller Regel stressbedingt.

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Schnarchen

Vor allem können Schlafapnoiker betroffen sein – also die etwa vier Prozent der Schnarchenden, die aufgrund von Atemaussetzern aus dem Schlaf aufschrecken. Schlafapnoe bedeutet starken Stress für den Körper. Der Schrecken weckt den natürlichen Überlebensinstinkt, weshalb es zu einem Adrenalinausstoß kommt. Die Muskeln werden aktiviert und der Blutdruck steigt – die Betroffenen finden deshalb schlecht wieder zur Ruhe.

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Hoher Blutdruck

Normalerweise soll die „Nachtruhe“ auch dem Herzen eine kleine Verschnaufpause gönnen und die Herzfrequenz im Schlaf entsprechend zehn Schläge heruntergehen. Wenn nachts irgendeine Form von Stress entsteht – durch Lärm, einen Schreck (wie z.B. einen Anruf) oder psychische Sorgen –, kann dieses Absinken des Blutdrucks gestört werden. Die Folge wieder: morgendliche Kopfschmerzen.

Vorerkrankungen oder Allergien

Wenn sie nur selten auftreten, sind morgendliche Kopfschmerzen laut Dr. Feld meist harmlos. Oft haben sie kurzfristige Ursachen, wie Flüssigkeitsmangel oder stickige Luft, sprich Sauerstoffmangel im Schlafzimmer. Es können aber auch verschiedenste Vorbelastungen dahinterstecken ­– etwa eine nächtliche Unterzuckerung durch Diabetes oder eine (z.B. Hausstaub-)Allergie. Wenn Sie über einen längeren Zeitraum immer wieder mit Kopfschmerzen aufwachen, sollte Sie diese mit einem Arzt abklären.