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Wenn ein Mittel gefunden ist

Jeder zweite würde sich gegen Corona impfen lassen

Junger Mann lässt sich impfen
Nicht alle Deutschen würden sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen. Das hat eine repräsentative Online-Umfrage ergeben.
Foto: Getty Images

Noch gibt es keinen Impfstoff gegen das Coronavirus. Aber wenn es soweit wäre – würden Sie sich freiwillig impfen lassen? Diese Frage hat ein Meinungsforschungsinstitut in einer repräsentativen Online-Erhebung gestellt. Auf FITBOOK lesen Sie, wie die Deutschen geantwortet haben.

Das Thema impfen ist ein polarisierendes. Unter anderem argumentieren einige Impfgegner, dass die Krankheit erst recht ausbricht, wenn man sich dagegen impfen lässt. Hier klären wir die meist verbreiteten Impfmythen auf.

Nun läuft die Forschung nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 auf Hochtouren. Aber würden es die Deutschen auch (freiwillig) an sich anwenden lassen?

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Jeder Zweite würde sich gegen Corona impfen lassen

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat in einer repräsentativen Online-Umfrage herausgefunden, wie die Deutschen dazu stehen. Das Ergebnis: Jeder zweite der 2056 Befragten würde sich gegen Corona impfen lassen, wenn es einen Impfstoff gäbe. Jeder Vierte gab an, es „vielleicht“ zu tun, und jeder Fünfte lehnt eine Impfung ab. Ingesamt wollen sich mehr Männer gegen Corona impfen lassen als Frauen.

 

Noch kein Corona-Impfstoff verfügbar

Erste zugelassene Impfstoffe gegen Corona dürften nach Einschätzung der meisten Experten frühestens im kommendem Jahr für den Masseneinsatz bereitstehen. Im Rahmen großer klinischer Studien könnte es möglich sein, schon zuvor bestimmte Bevölkerungsgruppen zu impfen. Vielleicht werden aber auch noch Jahre vergehen, bis ein zuverlässiger Impfstoff zur Verfügung steht.

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Es wird KEINE Impfpflicht geben

Im Verlauf der Corona-Krise kursierten immer wieder Spekulationen über eine mögliche Impfpflicht. Die Haltung der Bürger ist in dieser Frage gespalten. Während 44 Prozent der Befragten für eine Corona-Impfpflicht plädierten, sind der YouGov-Umfrage zufolge 40 Prozent dagegen.

Die Bundesregierung hat indes wiederholt betont, dass sie eine künftige Corona-Schutzimpfung nicht zur Pflicht machen werden. Zudem setzt das Infektionsschutzgesetz einer verpflichtenden Impfung enge rechtliche Grenzen: Eine solche Pflicht kann von der Bundesregierung nicht ohne weiteres angeordnet, sondern nur „mit Zustimmung des Bundesrates“, also von Bund und Ländern gemeinsam beschlossen werden – „für bedrohte Teile der Bevölkerung“, wie es in Paragraf 20, Absatz 6 heißt.

Verpflichtende Impfungen sind nur in besonderen Fällen zu rechtfertigen, denn sie könnten gegen Artikel 2 des Grundgesetzes verstoßen: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“, heißt es dort. Eine Impfpflicht gibt es in Deutschland seit März zum Schutz vor den hoch ansteckenden Masern, unter anderem für Kinder und Personal in Kitas und Schulen.

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