Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de

Studie

Wann sich Schwangere gegen Corona impfen lassen sollten, um ihr Baby am besten zu schützen

schwangere impfen: Hochschwangere Frau mit Pflaster nach Impfung
Um sich selbst und ihr Kind vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen, sollten sich Schwangere gegen Corona impfen lassen – so die Meinung von Experten.Foto: Getty Images

Für Schwangere ist die Pandemiezeit mit besonders vielen Sorgen verbunden. Wie können sie sich und ihr Baby am besten vor Corona schützen? Eine Studie aus den USA liefert neue Erkenntnisse.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt allen Schwangeren, sich ab dem zweiten Trimester gegen Corona impfen zu lassen, um sich vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen. Eine Studie aus den USA hat nun erforscht, inwiefern sich eine Impfung der Mutter auf den Schutz des Babys nach der Geburt auswirkt, und wann genau sich Schwangere gegen Corona impfen lassen sollten.

Corona-Impfung der Mutter schützt auch Neugeborenes

Wenn sich eine schwangere Frau gegen Corona impfen lässt, werden die Antikörper der werdenden Mutter über die Plazenta an den Fötus weitergegeben. „Ob dadurch ein klinisch relevanter Schutz für das Neugeborene erzielt werden kann, ist derzeit nicht klar“, heißt es bislang auf der Website des Robert Koch-Instituts (RKI). Eine Studie des US-Center for Disease Control and Prevention (CDC) liefert nun neue Erkenntnisse. Demnach können werdende Mütter durch eine Impfung während der Schwangerschaft ihr Baby in den ersten sechs Monaten davor bewahren, aufgrund von Corona ins Krankenhaus eingeliefert werden zu müssen.

Auch interessant: Unfruchtbar durch Corona-Impfung – was ist dran am Mythos?

Weniger Krankenhausaufenthalte dank Impfung

Für die Studie werteten die Forscher die Daten von 379 Säuglingen im Alter von unter sechs Monaten aus insgesamt 20 Kinderkrankenhäusern in 17 US-Bundesstaaten aus. Von den 379 Neugeborenen waren 176 mit Covid-19 infiziert. Ihre Fälle verglichen die Wissenschaftler mit 203 Babys, die zum selben Zeitraum ins Krankenhaus kamen, aber kein Corona hatten.

Das Ergebnis: 84 Prozent der Babys, die wegen Corona ins Krankenhaus mussten, stammten von Müttern, die sich während der Schwangerschaft nicht impfen ließen. Von den Neugeborenen, die so krank waren, dass Ärzte sie auf der Intensivstation behandeln mussten, waren sogar 88 Prozent der Mütter nicht geimpft.

„Babys unter sechs Monaten, deren Mütter geimpft waren, mussten mit 61 Prozent geringerer Wahrscheinlichkeit mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden“, fasst Dr. Dana Meaney-Delman, Leiterin des Infant Outcomes Monitoring Research and Prevention Branch des CDC, das Ergebnis der Studie zusammen.1

Auch interessant: Stuhlgang von Babys – Farbe kann auf Krankheiten hindeuten

Der beste Zeitpunkt für eine Impfung

Auch der Zeitpunkt der Impfung der Mutter sei ausschlaggebend für die Wirksamkeit, so die Forscher. Demnach seien 80 Prozent der Neugeborenen vor einem schweren Covid-Verlauf geschützt, wenn die Mutter nach der 21. Schwangerschaftswoche zwei Impfungen erhielt. Wurde die werdende Mutter vor der 21. Schwangerschaftswoche geimpft, betrug die Wirksamkeit zum Schutz vor einem Krankenhausaufenthalt des Babys nur 32 Prozent.

Damit stimmen die Ergebnisse mit einer weiteren Studie überein. In dieser wurde festgestellt, dass der Antikörperspiegel im Nabelschnurblut eines Babys höher ist, wenn die Impfung der Mutter im dritten Trimester erfolgt.2

Auch interessant: Was Schwangere rund um das Coronavirus wissen müssen

Erhöhtes Risiko für ungeimpfte Schwangere und ihre ungeborenen Babys

„Schwanger sein an sich“ sei ein relevanter Risikofaktor für schwere Covid-19-Verläufe, so die Experten des RKI. Doch auch das Risiko einer Totgeburt könne durch eine Corona-Infektion steigen, wie eine weitere Studie ergab.3 Demnach zerstöre das Virus die Plazenta, indem es Entzündungen auslöse. Eine Impfung gegen Corona sei nach wie vor der beste Schutz – für Schwangere und Kind.

Quellen

Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale-Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für