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Vitamin D und Fischöl senken Risiko für Autoimmunerkrankungen

Auf optimale Versorgung achten!

Vitamin D und Fischöl senken Risiko für Autoimmunerkrankungen

Vitamin D Autoimmunerkrankungen: Eine Hand hält Kapseln mit Fischöl
Vitamin D und Omega-3 können zum Beispiel in Form von Kapseln eingenommen werden.Foto: Getty Images

Die tägliche Einnahme von Vitamin D – oder eine Kombination aus Vitamin D und Fischöl (Omega-3) – scheint ein geringeres Risiko für die Entwicklung von Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis mit sich zu bringen.

Sie sind gut verträglich, kostengünstig und haben offenbar eine starke gesundheitserhaltende Wirkung – Vitamin D und auch Fischöl erweisen sich laut einer Studie, bei der die Harvard Universität beteiligt war, als offenbar wirksame Präventionstherapie für Autoimmunerkrankungen. Autoimmunerkrankungen treten auf, wenn das natürliche Abwehrsystem des Körpers irrtümlicherweise normale Zellen angreift. Dazu gehören etwa rheumatoide Arthritis, Schuppenflechte, Polymyalgia rheumatica (Schmerzen und Steifheit in den Muskeln um Schultern, Nacken und Hüften) oder Schilddrüsenerkrankungen, die mit steigendem Alter zunehmen, insbesondere bei Frauen.

Langzeitstudie mit 25.871 erwachsenen Männern und Frauen

Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren gelten als wirkungsvolle natürliche Entzündungshemmer. Deshalb ist es wichtig, ausreichend Lebensmittel zu essen, die beide reichlich Nährstoffe enthalten. Da es bislang noch keine randomisierten Studien gab, die sich damit befasst haben, ob Vitamin D beziehungsweise Omega-3 in Form von Nahrungsergänzungsmitteln vor Autoimmunerkrankungen schützen, rekrutierten die Forscher 25.871 Erwachsene (Durchschnittsalter 67 Jahre). Neben Informationen wie Alter, Einkommen, Wohnort, Vorerkrankungen, Gewicht und Ernährung wurden zu Beginn ebenfalls die Blutspiegel von Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren gemessen. Der Studienbericht dazu wurde aktuell im Fachblatt „The BMJ“ veröffentlicht.1

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Einteilung in vier Gruppen

Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip in vier Gruppen eingeteilt: Die erste Gruppe erhielt täglich 2000 IE Vitamin D pro Tag, die zweite ein Placebo, die dritte täglich 1000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren und die letzte wiederum ein Placebo. Darüber hinaus baten die Forscher die Probanden, für die kommenden fünf Jahre jede diagnostizierte Autominenerkrankung mitzuteilen.

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Vitamin-D-Gruppe am stärksten vor Autoimmunerkrankungen geschützt

Nach Studienabschluss traten bei der Vitamin-D-Gruppe 123 Fälle von Autoimmunerkrankungen auf. Bei der dazugehörigen Placebo-Gruppe waren es 155. Das bedeutet eine 22 Prozent niedrigere Rate. In der Omega-3-Fettsäure-Gruppe wurden 130 bestätigte Fälle diagnostiziert, verglichen mit 148 in der Placebo-Gruppe (eine Verringerung um 15 Prozent). Ähnliche Ergebnisse wurden gefunden, wenn nur die letzten drei Jahre der Studie betrachtet wurden. Die Vitamin-D-Gruppe hatte 39 Prozent weniger bestätigte Fälle als Placebo, während die Omega-3-Fettsäure-Gruppe 10 Prozent weniger bestätigte Fälle hatte als Placebo. Alles in allem macht das laut den Forschenden ein durchschnittlich 30 Prozent geringeres Risiko.

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Erster Beweis, dass Nahrungsergänzungsmittel vor Autoimmunerkrankungen schützen können

Ein Nachteil der Studie ist, dass nur mit entweder Vitamin D oder Omega-3-Fettsäuren gearbeitet wurde. Womöglich könne eine Kombination aus beiden noch bessere Effekte erzielen, räumen die beteiligten Forscher in einer Medienmitteilung ein.2 Auch wisse man nicht, wie es sich bei jüngeren Menschen verhält. „Nichtsdestotrotz ist dies der erste direkte Beweis dafür ist, dass die tägliche Nahrungsergänzung mit Vitamin D und Omega-3 bei älteren US-Erwachsenen das Auftreten von Autoimmunerkrankungen reduziert.“ Übrigens soll sich der schützende Effekt bereits nach zwei Jahren Einnahme bemerkbar machen. Für alle offenen Fragen stünden jetzt weitere Studien aus, so die Forscher.

Quellen

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