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Symptome für Covid-19

Magen-Darm-Beschwerden bei Corona-Infektion häufiger als vermutet

Eine Magen-Darm-Erkrankung kann ein Symptom von Corona sein
Neben Fieber, Husten und Schnupfen, den häufigsten Symptomen einer Corona-Infektion, sollte man einer kanadischen Studie zufolge auch bei Magen-Darm-Beschwerden aufmerksam seinFoto: Getty Images

Husten, Fieber und Schnupfen sind die häufigsten Symptome einer Infektion mit dem Sars-CoV-2-Erreger. Doch je länger die Corona-Pandemie dauert, desto länger wird die Liste der Symptome. Häufiger als gedacht sind einer aktuellen kanadischen Studie zufolge Magen-Darm-Beschwerden.

Seit fast einem Jahr beschäftigt uns Corona. Nicht bei allen betroffenen Patienten verläuft der Krankheitsverlauf gleich ab: Während einige keinerlei Beschwerden haben, zeigen andere sehr unterschiedliche Symptome. Diese können von Husten, dem Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns über Abgeschlagenheit bis hin zu Fieber führen.

FITBOOK gibtjk einen Überblick über die offiziell vom Bundesministerium für Gesundheit für eine Corona-Erkrankung eingestuften Symptome. Wichtig: Die Anzeichen einer Corona-Infektion können im Einzelfall variieren – und z. B. (auch) den Verdauungstrakt betreffen. Dies ist vor allem bei erkrankten Kindern der Fall. Bedenken Sie, dass die folgenden Beschwerden auch bei einer normalen Erkältung oder Grippe vorkommen können. Sie sind deshalb nicht unbedingt immer aussagekräftig.

Magen-Darm-Beschwerden rücken in den Fokus

Bisher wurden Beschwerden, die den Magen-Darm-Trakt betreffen, nicht zu den besonders häufigen Corona-Symptomen gezählt – möglicherweise zu Unrecht, wie eine kanadische Untersuchung zeigt. An der University of Alberta wurden 36 Studien mit Blick auf gastrointestinale Manifestationen von Covid-19 analysiert. Demnach betrug die Häufigkeit von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und in seltenen Fällen sogar Blutstuhl bei Covid-19-Patienten etwa 18 Prozent. Bei einigen (16 Prozent) werden Magen-Darm-Beschwerden sogar als einziges Indiz für eine Infektion mit dem Coronavirus geführt.

Die Infektion mit dem Coronavirus war zum Teil auch anhand von bildgebenden Verfahren wie Computertomografie (CT) sichtbar und Zufallsbefunde im Rahmen von Bauch- oder Wirbelsäulenuntersuchungen. Zu den sichtbaren Auffälligkeiten zählte unter anderem eine Verdickung der Darmwände oder flüssiger Stuhl.

Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass zukünftig Experten für bildgebende Verfahren einbezogen werden könnten, um eine Covid-19-Diagnose anhand gastrointestinaler Anomalien zu stellen – besonders dann, wenn keine typischen andere Symptome aufträten.

Weitere Covid-19-Symptome im Überblick

  • Fieber über 38 Grad
  • (trockener) Husten
  • Abgeschlagenheit
  • Schnupfen
  • Atemprobleme
  • Halskratzen
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Schüttelfrost
  • Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes
  • Delir(-ium) – bezeichnet einen Zustand psychischer Verwirrtheit, der die Wahrnehmung, aber auch das Handeln betreffen kann

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Die häufigsten Symptome einer Corona-Infektion

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat aus den bereits vorliegenden Daten in Deutschland eine Statistik darüber erstellt, welche Symptome am häufigsten im Rahmen von Covid-19 auftreten. Drei davon stehen im Fokus.

  • Husten – offenbar der wichtigste Indikator für das Coronavirus. Das Symptom trete mit einer Häufigkeit von etwa 45 Prozent.
  • Fieber – das zweithäufigste Corona-Symptom. Laut RKI sind davon 38 Prozent der Erkrankten betroffen.
  • Schnupfen haben offenbar nur etwa 20 Prozent der Erkrankten. Noch mal weniger Erkrankte (15 Prozent) verloren im Rahmen einer Corona-Infektion ihren Geruchs- und Geschmackssinn zumindest temporär.

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Kinder haben oft andere Symptome

Erwachsene und ihre Kinder können einander zwar anstecken. Dennoch stellt sich eine etwaige Covid-19-Erkrankung bei Kindern häufig anders dar. Zu dieser Erkenntnis kamen zuletzt Forscher der Queen’s University Belfast im Rahmen einer Beobachtungsstudie mit 68 Kindern im Alter von zwei bis 15 Jahren. Die Ergebnisse sind bei der Fachzeitschrift „The BMJ“ veröffentlicht.

Die demnach häufigsten Corona-Symptom unter Kindern, angefangen mit dem häufigsten:

  1. Fieber
  2. Magen-Darm-Beschwerden, darunter vor allem Durchfall, Erbrechen oder Bauchkrämpfe
  3. Kopfschmerzen
  4. Hautausschlag

Die Studienverantwortlichen fordern, insbesondere Magen-Darm-Beschwerden in die offizielle Liste der Symptome aufzunehmen. Nehmen Eltern bei ihren Kindern die genannten Symptome wahr, sollten sie nicht in die Schule schicken und die Situation mindestens 48 Stunden lang beobachten.

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Corona-Symptome festgestellt – was tun?

Arzt telefonisch kontaktieren

Sollten Sie Symptome haben oder bei ihrem Kind feststellen, konsultieren Sie in jedem Fall Ihren Hausarzt. Bitte nicht mit Husten und Fieber ins Wartezimmer setzen, sondern erst einmal telefonisch melden. Ob letztlich ein gezielter Test auf Corona sinnvoll und notwendig ist, liegt dann im Ermessen des Arztes.

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Keine Beschwerden – kann ich trotzdem Corona haben?

Eine Infizierung mit dem Coronavirus ist tatsächlich auch völlig beschwerdefrei möglich. Dann hat man sich lediglich mit dem Erreger SARS-CoV-2 angesteckt, der nicht zwingend Krankheitserscheinungen hervorrufen muss. Aber Achtung: Ansteckend für andere kann man trotzdem sein.

Nach Kontakt mit Infizierten besonders vorsichtig sein

Ein besonders hohes Ansteckungsrisiko besteht dann, wenn man körperlichen Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person hatte oder sich vor Kurzem in einem sogenannten Risikogebiet mit besonders vielen Corona-Infizierten aufgehalten hat. Eine Übersicht der aktuellen Risikogebiete finden Sie auf der Seite des RKI. Wer aus einem entsprechenden Land oder einer Region zurückkehrt, muss sich einem verpflichtenden Corona-Test unterziehen. Nur so kann man einer unsichtbaren Verbreitung des Erregers durch beschwerdefreie, aber dennoch infizierte Menschen vorbeugen.

Gehen Sie also in sich und überlegen sich, ob einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft, und handeln Sie dementsprechend überlegt. Falls dem allerdings nicht so sein sollte, besteht zunächst einmal kein akuter Grund zur Annahme einer Infektion, ausgeschlossen ist es aber natürlich nie gänzlich.

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Bitte keine Panik, aber auf den Körper hören!

Die Ausbreitung des Coronavirus auf der Welt wird in der kommenden Zeit wohl weiterhin unseren Alltag dominieren. In der derzeitigen Situation hilft es deshalb nur, besonnen und vor allem rücksichtsvoll seinen Mitmenschen gegenüber zu handeln und dadurch den eigenen Beitrag zu leisten, um die Verbreitungsgeschwindigkeit zu verlangsamen.

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