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KI im Krankenhaus

Stellt ein Computer bessere Diagnosen als ein Arzt?

Arzt sitzt vor Monitor und berät sich
Arzt vs. Künstliche Intelligenz: Wer diagnostiziert besser?Foto: Getty Images

Erstmal ist der Gedanke erschreckend: Die Diagnose einer schweren Erkrankung kommt nicht vom mitfühlenden Arzt – sondern ganz nüchtern aus dem Rechner. Doch Künstliche Intelligenz in der Medizin kann auch Chancen bieten. Ob KI Ärzte aus Fleisch und Blut verdrängt, hat eine britische Studie untersucht. FITBOOK stellt sie vor!

Im Krankenhaus und in der Arztpraxis hält die Künstliche Intelligenz (KI) Einzug. Sollte die Diagnose aus dem Computer mindestens so präzise werden wie die eines Arztes, könnte das für Patienten ein Segen sein. Denn wer schon mal ins Krankenhaus musste, weiß, wie selten man dort den behandelnden Arzt zu Gesicht bekommt.

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Bürokratie und Auswertung auf den Rechner verlagern

Meist fehlt den Medizinern schlicht die Zeit für ihre Patienten, müssen sie sich doch mit viel bürokratischem Kram rumschlagen, EKGs, Röntgenbilder und Blutuntersuchungen auswerten. Solche Aufgaben könnte in Zukunft die KI übernehmen, während sich der Arzt wieder mehr dem Patienten zuwendet.

Doch was bei Patienten gut ankommt, weckt bei vielen Ärzten schiere Existenzängste. Durch den vermehrten Einsatz von selbstlernenden Algorithmen im Sprechzimmer droht schließlich Stellenabbau und Jobverlust für Mediziner. Wie berechtigt ist die Angst?

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Studie zur KI im Krankenhaus

Eine im Fachmagazin „The Lancet Digital Health“ erschienene Vergleichsstudie aus Großbritannien hat nun Auswertungen verschiedener Studien unter die Lupe genommen. Diese untersuchten, ob Ärzte oder Computerprogramme die besseren Diagnosen stellten.

Das Forscherteam der Vergleichsstudie sieht großes Potential in selbstlernender Medizin-Software, warnt jedoch vor einem zu hoch geschraubten Erwartungen an KI. Erhielten Mediziner mehr Information über die Krankheitssymptome ihrer Patienten, sind sie gegenüber den Rechnern klar im Vorteil.