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Laut Studie

Statt sitzen – warum wir alle häufiger HOCKEN sollten

Junger Mann, der hockt, anstatt zu sitzen
Hocken soll gesünder als Sitzen sein. Warum das so ist...
Foto: Getty Images

Tagesabläufe, die zu einem großen Teil aus sitzenden Tätigkeiten bestehen, werden von der Wissenschaft seit einer Weile mit einer höheren Sterblichkeitsrate in Verbindung gebracht. Wie nun jedoch in einer Studie zutage kam, ist dabei ganz entscheidend, wie man sitzt. Spoiler: Mut zum Hocken (statt normalem Sitzen).

Die Hadza ist eine Volksgruppe des ostafrikanischen Staates Tansania. Ein Team von US-Wissenschaftlern hat die Lebensgewohnheiten dieses Stammes mit denen in der westlichen Welt verglichen. Genauer gesagt die Zeit, die die Hadza täglich mit Sitzen (oder besser Hocken) verbringen. Die sei ähnlich lang wie bei uns, wie es im Abstract zur Untersuchung (aktuell erschienen in der Fachzeitschrift „Pnas“, und auch „Aponet“ hat darüber berichtet) heißt.

Grund für die Untersuchung: Diabetes und verschiedene Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, die man in vielen Fällen unter anderem auf langes Sitzen zurückführt, sind bei uns sehr verbreitet – und bei den Hadza nicht. Das Forscherteam hat eine Theorie, warum das so ist.

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Hocken und Knien ist gesünder als Sitzen

Die Haltung, die von den Hadza eingenommen wird – einem Stamm von Jägern und Sammlern –, bezeichnen die Forscher als „aktive Ruhe“ („active rest“). Und diese soll weniger gesundheitsschädlich sein als einfaches Sitzen auf einem Stuhl, für das keinerlei körperlicher Aufwand nötig ist. Beim Hocken oder Knien sei mehr Muskelaktivität messbar.

Ein gesundes Vorbild für uns?

Hinzu komme, dass die Hadza sich am Tag auch tatsächlich bewegen, mindestens eine Stunde lang, um ihre Beute zu erlegen oder einzusammeln. Laut „Aponet“ haben sie dadurch die hiesigen Empfehlungen für tägliche Bewegung mehr als erreicht.

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Im Büro hocken geht natürlich schlecht, aber…

Nun sind wir keine Jäger und Sammler. Und viele von uns sind in Bürojobs tätig, bei denen eine hockende oder kniende Haltung eher unpassend wäre. Umso wichtiger ist es, jenseits der Arbeit auf sein Bewegungspensum und Krafttraining zu absolvieren.

Was man zwischendurch machen kann – und laut einem Forscherteam der New Yorker Columbia University auch unbedingt sollte: jede halbe Stunde als simples Ritual kurz aufzustehen, wie FITBOOK berichtet hatte. Diese Routine soll mit einem deutlich verringerten Sterberisiko einhergehen.

Und wenn Sie dann eh schon aufgestanden sein sollten (und nicht gerade einen knitterempfindlichen Anzug tragen), können Sie ja gleich noch um die Ecke und vielleicht tatsächlich für ein paar Minütchen in die Hocke gehen …