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Kleiner Spoiler: JA!

Können 10.000 Schritte pro Tag wirklich den Sport ersetzen?

Ein Paar schiebt in Berlin seine Fahrräder
Wer mindestens 10.000 Schritte pro Tag zurücklegt, der muss nicht unbedingt zusätzlich Sport treiben
Foto: Getty Images

Täglich in Bewegung zu bleiben ist wichtig für Körper und Geist. Eine weit verbreitete Faustregel: pro Tag sollte man mindestens 10.000 Schritte zurückzulegen. Wie Sie das im Alltag am besten schaffen können und ob man damit sogar eine ganze Sporteinheit ersetzen kann, lesen Sie hier.

Mindestens 10.000 Schritte pro Tag sollten Sie zurücklegen, um gesund zu bleiben. So empfiehlt es jedenfalls die Weltgesundheitsorganisation WHO. Denn Bewegung in Form von Gehen hat viele positive Auswirkungen, wie beispielsweise auch die Ärztekammer Nordrhein in einer Broschüre beschreibt.

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So wirken sich 10.000 Schritte pro Tag auf die Gesundheit aus

Demnach macht Gehen fit, steigert das Wohlbefinden und senkt das Risiko, an Altersdiabetes, Krebs, Alzheimer oder Osteoporose zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu bekommen. Es hilft, Gewicht zu verlieren, reduziert Stress, lindert Krankheiten wie Rückenschmerzen und Depressionen und gewährleistet einen besseren Schlaf.

Wie viele Schritte entsprechen einer Stunde Joggen?

Viele Menschen glauben allerdings, man müsste sich ins Fitnessstudio prügeln, zum Joggen zwingen oder andere schweißtreibende Sportarten ausüben um fit zu bleiben.

Das Problem dabei: Sport lässt sich nicht ganz so einfach in einen Berufsalltag integrieren, wenn man lieber Zeit mit Familie und Freunden verbringen möchte. Und Sport bereitet auch nicht jedem Menschen Spaß. Die ständige Selbstmotivation und das schlechte Gefühl, wenn man es dann doch nicht zum Sport geschafft hat, können eher Stress erzeugen, anstatt ihn abzubauen.

Doch die gute Nachricht: täglicher Sport muss gar nicht unbedingt sein! So kann einfaches Gehen je nach Strecke nämlich sogar Trainingseinheiten ersetzen. Eine Stunde langsames Radfahren entspricht etwa 7.500 Schritten. Eine Stunde Joggen hingegen bringt so viel wie 12.500 Schritte – hängt aber stark von der Geschwindigkeit ab. Jeder Schritt ist wertvoll und lässt sich oft einfacher in den Alltag einbauen als eine Stunde Sport. Aber 10.000 Schritte sind eben auch (abhängig von der Schrittlänge) rund 6,5 Kilometer – und die muss man auch erstmal zurücklegen. Aber keine Sorge, das kriegt man hin – und zwar so!

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So schaffen Sie die 10.000 Schritte pro Tag

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Schritte sammeln im Alltag geht mit ein paar einfachen Tricks eigentlich fast von alleine. So sind das Auto und öffentliche Verkehrsmittel für den morgendlichen Weg zur Arbeit zwar bequem, fit machen sie aber nicht. Tipp zum Schritte sammeln: nutzen Sie, wenn möglich, einfach das Fahrrad, um zur Arbeit zu fahren. Im Internet gibt es sogar Umrechnungshelfer, wie Sie Ihre Fahrradstrecke in Schritte umwandeln können. Auch bieten einige Fitness-Armbänder und Smartwatches direkt eine Umrechnungsfunktion an.

Noch ein leicht umsetzbarer Trick, um auf zusätzliche Schritte zu kommen: Einfach eine oder zwei Stationen früher aus dem Bus oder der Bahn aussteigen und 10 bis 15 Minuten des Arbeits- oder Nachhauseweges laufen. So startet man noch dazu wacher in den Tag – und zum Feierabend hilft es beim Entspannen und Durchatmen.

Eine Frau und ein Mann beim Spanziergang

Mit ein paar einfachen Kniffen kann man auch im Arbeitsalltag seine Schrittzahl deutlich erhöhen
Foto: Getty Images

In der Mittagspause sollte man sich außerdem einen 10-Minuten-Verdauungsspaziergang angewöhnen, bevor man wieder an den Schreibtisch zurückkehrt. Und auch während der Arbeitszeit ist es sinnvoll, dass man spätestens nach einer Stunde den Bürostuhl kurz verlässt und sich ein wenig bewegt. Am Arbeitsplatz bieten Treppen die gesunde Alternative zu Fahrstühlen oder Rolltreppen. Das alles summiert sich und belohnt am Ende des Tages mit einer guten Schrittbilanz.

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Fazit

Generell sollte man versuchen, sich im Alltag ausreichend zu bewegen. Das heißt vor allem weniger sitzen, dafür am Tag häufiger kurze aktive Phasen einlegen und so oft es geht zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Für die Gesundheit ist das im Endeffekt besser, als eine Stunde die Woche zu joggen oder ins Fitnessstudio zu gehen, den Rest der Zeit aber hauptsächlich im Sitzen zu verbringen. Und wer täglich auf seine 10.000 Schritte kommt, muss eigentlich nicht mehr zusätzlich zum Sport, um gesund zu bleiben. Was allerdings klar ist: Wer ordentlich Muskeln aufbauen will, der wird das durch reines Gehen natürlich nicht erreichen.