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Neue Studie

Sport im mittleren Alter schützt nachweislich vor Demenz

Sport
Sport sollte in jedem Alter eine wichtige Rolle spielen
Foto: Getty Images

Mehrere, weltweit groß angelegte Studien zum Thema Alzheimer-Prävention zeigen schon jetzt, wie groß der Zusammenhang zwischen Lebensstil und Erkrankungs-Risiko ist. So spielt unter anderem Stressabbau durch Sport eine wichtige Rolle.

Aktuell laufen weltweit zahlreiche, groß angelegte Alzheimer-Präventionsstudien. Bis alle zu abschließenden Erkenntnissen kommen, wird es noch viele Jahre dauern. Doch wurden beim diesjährigen Internationalen Kongress der Alzheimer‘s Association (AAIC) in Chicago erste, aufschlussreiche Zwischenbilanzen vorgestellt. Wie die „Ärzte Zeitung“ berichtet, scheint zwischen Lebensweise und Erkrankungsrisiko ein besonders signifikanter Zusammenhang bestehen.

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Welche große Rolle Sport dabei spielt, zeigen erste jetzt veröffentlichten Ergebnisse der Universität Trondheim. Bei den rund 28.000 Teilnehmern der Nord-Trondelag Health Study (HUNT), welche zwischen 1984 und 1986 aufgenommen wurden, zeigte sich, dass diejenigen, die regelmäßig Sport treiben, später zu 20 Prozent seltener an Demenz erkrankten. Und zwar auch unter Berücksichtigung sämtlicher weiterer Risikofaktoren. Als Sport wurden dabei jegliche schweißtreibende, körperliche Tätigkeiten anerkannt. Die logische Schlussfolgerung ist laut Dr. Ekaterina Zotcheva von der Universität Trondheim, dass regelmäßiger Sport im mittleren Lebensalter – das heißt ab 50 Jahren aufwärts – das Demenzrisiko senken könnte, viel psychischer Stress die Wahrscheinlichkeit hingegen erhöht.

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Stress als ausschlaggebender Faktor

Zotcheva weißt darauf hin, dass es nicht so sehr der Sport an sich ist, sondern der daraus resultierende Stressabbau, der für den nötigen Schutz sorgt. Denn bei Teilnehmern die unter Ängsten und Depressionen leiden, stellten die Forscher ein Drittel häufiger Demenz fest als bei psychisch gesunden. Trieben die Ängstlichen und Depressiven ebenfalls Sport, sank ihr Risiko nahezu gleichermaßen. Wer also mittels Sport Stress abbaut, beugt allen Anschein nach einer Demenz wirksam vor.

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Auch andere Studien kamen zu ähnlichen Ergebnissen

Dass Stress, Ängste und Sorgen die tückische Krankheit begünstigen, dazu kamen auch Studien der Universität in San Francisco und der Universität in Ann Arbor (Michigan). So wurde unter anderem festgestellt, dass Geldsorgen, berufliche Probleme, Diskriminierung, Mobbing oder generelle Lebensunzufriedenheit es der Demenz einfacher machen, überhaupt zu entstehen.