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Mangel bei bis zu 80 Prozent der Deutschen

Kann Februar-Sonne genug Vitamin D produzieren?

Eine Frau liegt bei warmem und sonnigem Wetter in einer Hängematte am Elbufer vor der Kulisse der Dresdner Altstadt
Sonnige Tage im Winter machen glücklich. Aber helfen sie auch dabei, unsere körpereigene Vitamin-D-Produktion anzukurbeln?
Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild

Die letzten Tage waren extrem sonnig – und deswegen die meisten Menschen in Deutschland an der frischen Luft. Da stellt sich doch die Frage: Haben wir damit schon etwas für unseren Vitamin-D-Spiegel tun können? Schließlich leiden bis zu 80 Prozent der Bundesbürger im Winterhalbjahr an einem Vitamin-D-Mangel. FITBOOK kennt die Antwort.

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Ja, es gibt sie tatsächlich: Februartage, an denen herrlich die Sonne scheint. Die uns auch ohne schwere Winterjacke wärmt und uns vom baldigen Frühlingsbeginn träumen lässt. Aber reichen ihre Strahlen auch schon aus, damit unser Körper Vitamin D produzieren kann? Für alle, die nicht gerade in Rom oder südlicher weilen, lautet die Antwort leider nein.

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Der richtige Winkel ist alles

Auch wenn die Sonne in den Wintermonaten guttut und an besonders milden Tagen auch mal etwas mehr nackte Haut erreicht: Solange wir uns in Deutschland aufhalten, wird sie keine nennenswerte körpereigene Vitamin-D-Produktion stimulieren können. Das liegt am Breitengrad. Denn zwischen Mitte Oktober und Ende März sei der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen – auch zur Mittagszeit! – hierzulande schlichtweg zu flach, hat Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Nicolai Worm FITBOOK im Interview erklärt. Aber was hat jetzt ein Winkel mit Vitamin D zu tun?

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Am besten zwischen 11 und 15 Uhr

Wissenschaftlicher ausgedrückt, heißt das: Steht die Sonne tiefer als rund 45 Grad am Himmel, findet keine körpereigene Vitamin-D-Produktion statt. Wer grad kein riesiges Geodreieck zur Hand hat, kann sich merken: Zwischen 11 und 15 Uhr, und idealerweise um 13 Uhr, hat die Sonne in den warmen Monaten den bestmöglichen Winkel, um uns optimal mit dem gesundheitsfördernden Vitamin (das eigentlich ein Hormon ist) zu versorgen. Dafür reicht dann im Hochsommer – abhängig vom Hauttyp – schon eine kurze Zeit des Sonnenbadens aus (rund 15 Minuten), um einem Vitamin-D-Mangel (vorübergehend) vorzubeugen.

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Aber: Weil der Körper Vitamin D nicht lange speichern kann, haben im Winter die meisten Deutschen wieder einen Mangel, den sie allein über die Ernährung kaum abfedern können. Darum raten Experten wie Prof. Worm: Lassen Sie regelmäßig Ihren Vitamin-D-Spiegel von Ihrem Hausarzt oder in Ihrer Hausapotheke kontrollieren.

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