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Im Überblick

Typische Symptome einer Corona-Infektion

Frau hustet
Trockener Husten gehört zu den typischen Symptomen bei COVID-19
Foto: Getty Images

Die momentane Situation in Deutschland und der Welt löst sicherlich bei vielen Menschen Unbehagen aus. Man ertappt sich selbst dabei, beim kleinsten Hustenreiz sofort eine Corona-Infektion zu befürchten. Vorsicht ist in Anbetracht der schnellen Verbreitung sicher geboten, dennoch sollte man nicht in Panik verfallen. Wenn Sie sich tatsächlich infiziert haben, muss das erst einmal nichts Schlimmes bedeuten, wichtig ist nur die rechtzeitige Diagnose und entsprechende Ergreifung von Maßnahmen, um andere nicht zusätzlich anzustecken. Damit Sie schneller erkennen, ob Sie potentiell betroffen sein könnten, hat FITBOOK im Folgenden einen Überblick über die typischen Corona-Symptome erstellt.

Die typischen Symptome des Coronavirus

Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus – das vorläufig mit 2019-nCoV bezeichnet wurde und mittlerweile den Namen SARS-CoV-2 trägt – kann, aber muss nicht die Lungenkrankheit Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) auslösen. COVID-19 ist in erster Linie eine Erkrankung der Atemwege, die in schwerwiegenderen Fällen auch zu einer Lungenentzündung führen kann. Die Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus können im Einzelfall jedoch variieren – und z.B. (auch) den Verdauungstrakt betreffen. Allgemein gilt: Es gibt einige Anzeichen und Beschwerden bei einer Corona-Infektion, die im Vergleich zu einer normalen Erkältung oder Grippe häufiger auftreten.

Überblick

Offiziell vom Bundesministerium für Gesundheit als Symptome für eine Corona-Erkrankung werden aufgezählt:

  • Fieber
  • (trockener) Husten
  • Abgeschlagenheit
  • Schnupfen
  • Atemprobleme
  • Halskratzen
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Schüttelfrost

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Die häufigsten Symptome bei einer Infektion mit dem Coronavirus

Die genannten Beschwerden können jedoch auch bei einer ganz normalen Erkältung oder Grippe vorkommen und sind deshalb nicht unbedingt immer aussagekräftig. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat jedoch aus den bereits vorliegenden Daten von knapp 56.000 Erkrankten in China eine Statistik darüber erstellt, welche Symptome am häufigsten im Rahmen von COVID-19 auftreten. Wichtigster Indikator für das Coronavirus ist akutes Fieber, mit einer Häufigkeit von etwa 85%. Danach folgt trockener Husten, worüber etwa 64% der Betroffenen klagten. Andere Symptome sind mit je unter 20% dagegen eher nicht als signifikant anzusehen. Die Möglichkeit zur Erhebung von Daten in Deutschland ist derzeit nach eigener Aussage des RKI noch begrenzt. Aus den bereits übermittelten Fällen wurde jedoch bestimmt, dass 58% an Husten, 43% an Fieber und 38% der Erkrankten an Schnupfen litten.

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Überraschung! In Schweden ragen Kopfschmerzen heraus

In Schweden ragen Kopfschmerzen herausAus Schweden kommen jetzt neue Zahlen – und möglicherweise auch neue Erkenntnisse – zu SARS-CoV-2 und seinen häufigsten Symptomen ans Licht. Bei einer Studie des schwedischen Gesundheitsamts unter Mitwirkung des schwedischen Militärs untersuchten die Forschenden, unter welchen Beschwerden Corona-Infizierte in den zwei Wochen vor ihrem (positiven) Test litten – und unter welchen in den verbleibenden 24 Stunden davor.

Das durchaus überraschende Ergebnis: 73 Prozent aller positiv getesteten Personen litten unter Kopfschmerzen, gefolgt von Schnupfen (72,4 %), Abgeschlagenheit (58,1 %), Gliederschmerzen (45,2 %), Halsschmerzen (44,9 %), Durchfall (42,1 %), Fieber (40,5 %) und Husten (40,0 %). Die Angaben beziehen sich wie gesagt auf den Zeitraum von bis zu zwei Wochen vor dem Test – sodass man auch Kopfschmerzen als mögliches Corona-Frühsymptom durchaus im Hinterkopf haben sollte.

In den 24 Stunden vor dem Test sah die Liste an gemeldeten Beschwerden etwas anders aus: Die meisten Infizierten berichteten von Schnupfen (67,3 %), Kopfschmerzen (47,9 %), Verlust des Geruchssinnes (36,1 %), Husten (32,3 %) sowie Durchfall (30,0 %).

Der Haken an der Studie: ihre geringe Teilnehmerzahl. Weniger als 700 Leute wurden schlussendlich auf Corona getestet, davon 680 negativ und 18 positiv. Die oben beschriebene Symptomhäufigkeit stützt sich also auf einen sehr geringen Datensatz. Die deutliche Prominenz von Kopfschmerzen bleibt dennoch auffällig, andererseits treten Kopfschmerzen im Alltag auch viel häufiger auf als die anderen Symptome. Zur ganzen (schwedischsprachigen) Studie geht’s hier. Das schwedische Gesundheitsamt hat indes angekündigt, in diesen Tagen eine landesweite zweite Testreihe mit deutlich mehr Probanden durchzuführen.

Was sollte ich tun, wenn ich mich krank fühle?

Arzt telefonisch kontaktieren

Sollten Sie entsprechende Symptome haben, konsultieren Sie in jedem Fall Ihren Hausarzt. Aber bitte nicht mit Husten und Fieber ins Wartezimmer setzen, sondern erst einmal telefonisch melden. Ob letztlich ein gezielter Test auf Corona sinnvoll und notwendig ist, liegt dann im Ermessen des Arztes.

Heldentaten sind jetzt nicht angebracht

Zur Arbeit sollten Sie mit akuten Beschwerden besser nicht gehen – in der aktuellen Situation ist nicht die Zeit für Heldentaten und das wird auch niemand von Ihnen erwarten. Im Gegenteil, das eigene direkte Umfeld zu schützen, und wenn es im Zweifel nur vorsorglich ist und Sie am Ende nicht an Corona erkrankt sind, hat Priorität!

Keine Beschwerden – kann ich trotzdem Corona haben?

Eine Infizierung mit dem Coronavirus ist tatsächlich auch völlig beschwerdefrei möglich. Dann hat man sich lediglich mit dem Erreger SARS-CoV-2 angesteckt, der nicht zwingend Krankheitserscheinungen hervorrufen muss. Aber Achtung: Ansteckend für andere kann man trotzdem sein.

 

Ein besonders hohes Ansteckungsrisiko besteht dann, wenn man körperlichen Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person hatte oder sich vor Kurzem in einem sogenannten Risikogebiet mit besonders vielen Corona-Infizierten aufgehalten hat. Dazu zählen derzeit beispielsweise China, Italien, Spaniens Hauptstadt Madrid, das Elsass oder auch Teile Österreichs. Das RKI hat hierzu eine Übersicht der aktuellen Risikogebiete veröffentlicht und rät jedem, der aus einem entsprechenden Land oder einer Region zurückkehrt, 14 Tage in häuslicher Quarantäne zu bleiben. Das ist auch sinnvoll, da man nur so einer unsichtbaren Verbreitung des Erregers durch beschwerdefreie, aber dennoch infizierte Menschen vorbeugen kann. Gehen Sie also in sich und überlegen sich, ob einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft, und handeln Sie dementsprechend überlegt. Falls dem allerdings nicht so sein sollte, besteht zunächst einmal kein akuter Grund zur Annahme einer Infektion, ausgeschlossen ist es aber natürlich nie gänzlich.

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Bitte keine Panik, aber auf den Körper hören!

Die Ausbreitung des Coronavirus auf der Welt wird in der kommenden Zeit wohl weiterhin unseren Alltag dominieren. In der derzeitigen Situation hilft es deshalb nur, besonnen und vor allem rücksichtsvoll seinen Mitmenschen gegenüber zu handeln und dadurch den eigenen Beitrag zu leisten, um die Verbreitungsgeschwindigkeit zu verlangsamen.

Grund zur Panik besteht nicht, 80 Prozent aller Corona-Infektionen sind nach Angaben des Robert-Koch-Institutes  bisher mild verlaufen. Dennoch sollte man informiert bleiben und etwas achtsamer auf den eigenen Körper hören. Sollten Sie sich krank fühlen, halten Sie Rücksprache mit dem Arzt, bleiben Sie zu Hause und geben entsprechend auf sich und Ihre Mitmenschen acht!

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