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Gefährlich oder nicht?

Darum knacken unsere Gelenke

Frau dehnt Nacken
Wenn die Gelenke Geräusche machen, sollte man zum Arzt
Foto: Getty Images

Wer kennt’s nicht: das Bedürfnis den Nacken oder die Finger knacken zu lassen. Was sich eklig anhört, ist für so manchen ziemlich erleichternd. Doch ist es eigentlich schädlich für die Gelenke? FITBOOK hat den Orthopäden Dr. med. Willibald Walter und den Sportwissenschaftler Benjamin Zölß gefragt.

Nach einem langen Tag vor dem PC hat man oft Nackenschmerzen. Intuitiv versucht man da häufig durch Dehnen Entspannung zu verschaffen. Manchmal knackt’s. Doch warum? Und: Ist das gefährlich?

Luft lässt es knacken

„Sind die Muskeln verkürzt, liegt zu viel Spannung auf den Sehnen. Die schrappen dann über die Gelenke und das hört man“, ergänzt der Experte. Bei Blockierungen entsteht der empfundene Druck durch Luft in den Gelenken. „Dehnt man sie, entweicht die Luft und es knackt“, sagt Dr. Walter. Durch das Knacken wird der entstandene Unterdruck in Normaldruck umgewandelt, was erleichternd und spannungsreduzierend ist.

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Ohne Arzt geht’s nicht

Auf Dauer ist das aber nicht die Lösung des Problems. „Je länger ein muskuläres Problem vorliegt, desto eher kommt es zu muskulären Spannungen und desto eher führt das zu Einschränkungen des Gelenks“, sagt Walter. Sind Blockierungen der Grund, kann man dem Knacken in zwei Schritten ein Ende bereiten: zuerst müssen die Spannungen von den Muskeln genommen werden und danach sollten sie gestärkt werden. Der Experte empfiehlt dafür in jedem Fall einen Arzt aufzusuchen. Walter erklärt: „Es muss mit physiotherapeutischen und kräftigungstherapeutischen Übungen gearbeitet werden.“ Denn auch das Entspannen der Muskeln, sollte ein Fachmann übernehmen. Später kann man die Übungen alleine fortführen. Bei verkürzten Muskeln sind vor allem Dehnübungen das Richtige.

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Selbst Muskeln stärken

Doch wie genau soll man die Nackenmuskulatur trainieren? Als Kräftigungsübung empfiehlt Sportwissenschaftler Benjamin Zölß zum Beispiel den „Vierfüßlerstand“: „Dabei kniet man sich auf alle Viere und versucht den Nacken gerade zu halten. Später kann man dann auch einen Arm und ein Bein dazu strecken.“ Vorteil der Übung: Man braucht keine Geräte und kann sie überall durchführen.

Sofern das Knacken von verkürzten Muskeln oder Sehnen stammt, helfen Dehnübungen. „Das Bindegewebe und die Muskulatur müssen so flexibel sein, dass keine Spannung auftritt“, sagt Zölß. Dabei kann man den Kopf vorsichtig mit einer Hand in Richtung der jeweils gegenüberliegenden Hüfte ziehen. In Rücksprache mit beispielsweise einem Physiotherapeuten finden Sie die für Sie idealen Kräftigungs- als auch Dehnübungen, um gegen das Knacken zu wirken.

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Nicht aus Routine knacken

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