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96 Prozent Genauigkeit

Endlich Hoffnung beim gefürchteten Pankreas-Krebs

Mann mit Bauchspeicheldrüse
Die Bauchspeicheldrüse liegt zwischen Magen und Wirbelsäule, ist etwa 15 bis 20 Zentimeter lang und wird unterteilt in Kopf (unten), Körper und Schwanz
Foto: Getty Images

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den gefährlichsten Erkrankungen, da er sich schwer diagnostizieren lässt und im fortgeschrittenen Stadium nicht mehr heilbar ist. Doch nun haben Forscher eine Lösung gefunden, die viele Menschenleben retten könnte.

Bauchspeicheldrüsenkrebs (unter Medizinern auch Pankreaskarzinom genannt) gehört neben Lungen- und Leberkrebs zu den drei aggressivsten Krebsarten und ist sehr gefürchtet, weil er in der Regel erst spät erkannt wird. Das liegt vor allem an seinen unspezifischen Symptomen. Dazu gehören anhaltende Oberbauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Abgeschlagenheit und schneller Gewichtsverlust.

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Was macht die Bauchspeicheldrüse?

Die Bauchspeicheldrüse produziert sowohl Verdauungssäfte, die in den Zwölffingerdarm abfließen, als auch Insulin und Glukagon, die als Hormone direkt ins Blut zur Regulierung des Zuckerspiegels abgegeben werden. Ein Geschwür kann nicht nur den Bauchspeicheldrüsengang, sondern auch den Gallengang zum Zwölffingerdarm verstopfen. Dadurch staut sich die Galle im Blut und kann so eine Gelbsucht hervorrufen. Auch sie kann ein Indikator für diese Krebsart sein.

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Zwar kommt Bauchspeicheldrüsenkrebs in nur zwei bis drei Prozent aller Krebserkrankungen vor, doch sind es allein in Deutschland immer noch etwa 16.000 Fälle pro Jahr. Wird er spät diagnostiziert, sind die Überlebenschancen selbst nach einer Operation gering.

Eine Früherkennung kann Leben retten

Nun haben Wissenschaftler aus Schweden, Dänemark und den USA einen Bluttest entwickelt, der den Bauchspeicheldrüsenkrebs in einem sehr frühen Stadium erkennen kann. Anhand von 29 ausgewählten Biomarkern war es den Wissenschaftlern möglich, an Hunderten von Probanden in Skandinavien und den USA die Entstehung des Tumors mit einer Genauigkeit von 96 Prozent in den Stadien I und II zu entdecken. Bei dieser „frühen“ Früherkennung ist ein operativer Eingriff mit Heilungschancen noch möglich.

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Trotz der vielversprechenden Diagnosemöglichkeit weisen die Wissenschaftler in ihrer Studie darauf hin, dass es noch mehr Entwicklungsarbeit und klinischer Studien bedarf, um die Verlässlichkeit des Verfahrens unter Beweis zu stellen. Erst dann kann dieser Bluttest für Patienten und gefährdete Personen freigegeben werden und hoffentlich dabei helfen, Menschenleben zu retten.

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