Die Haut von Kindern benötigt in der Sonne besonderen Schutz. Doch welcher Lichtschutzfaktor und welche Sonnencremes sind empfehlenswert?
Laut der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) sollte bei Sonnencremes für Kinder der Lichtschutzfaktor (LSF) mindestens 30 sein. Weniger sei nicht empfehlenswert und mehr nicht unbedingt nötig.
Bei Lichtschutzfaktor 30 wird demnach schon 97 Prozent des Sonnenlichts auf der Haut absorbiert. Ein LSF über 30 steigere den Hautschutz nur noch geringfügig. Es ist dennoch nichts falsch daran, wenn man eine Creme mit höherem LSF verwendet.
Beim Einreiben sollten Eltern nicht geizen und die Sonnencreme großzügig auftragen – nur dann bietet das Produkt den versprochenen Schutz. Die Empfehlung der Fachgesellschaft lautet: mindestens zwei Mal am Tag eincremen und nach dem Baden stets nachlegen.
Die besten Sonnencremes für Kinder laut Stiftung Warentest
Im Juni 2020 untersuchte die Stiftung Warentest Sonnencremes für Kinder. Die gute Nachricht: Der größte Teil der geprüften Sonnenschutzmittel schützte die Haut zuverlässig vor der schädlichen ultravioletten Strahlung der Sonne.
16 der 17 Kinderprodukte mit Lichtschutzfaktor zwischen 30 und 50+ boten den versprochenen Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen – nur das teuerste Mittel im Test, das pro 100 Milliliter 44 Euro kostete, fiel durch. Es schützte mangelhaft vor den längerwelligen UVA-Strahlen, die ebenfalls die Haut schädigen können („test“-Ausgabe 7/20).
Preisgünstige Sonnencremes für Kinder schneiden am besten ab
Bis auf diese Ausnahme gab es für die Warentester kaum etwas zu bemängeln: Elf Produkte bekamen von ihnen die Gesamtnote „gut“, eines war „befriedigend“ – die Schutzleistung überzeugte hier durchgehend. Abstriche gab es etwa, wenn das Mittel die Haut nicht so gut mit Feuchtigkeit angereichert hat oder die Beschriftung auf der Verpackung mehr versprach, als das Mittel halten konnte.
Neben dem Einreiben ist textiler Sonnenschutz immer eine gute Idee. Am besten schützen nämlich dicht gewebte Kleidung, ein Hut oder Mützchen für den Kopf – und Schatten. Dort bleiben Babys nach Angaben der Experten im ersten Lebensjahr lieber grundsätzlich. Und auch Kleinkinder unter drei Jahren sollten zur Mittagszeit gar nicht in die Sonne – und in den anderen Zeiten ebenfalls besser nur für kurze Zeit und gut geschützt. Denn ein Großteil der täglichen UV-Strahlung falle zwischen 11 und 16 Uhr an.
Größeren Kindern könne man das mithilfe der Schatten-Regel veranschaulichen, rät Professor Peter Höger, Hautexperte der DGKJ. Sie lautet so: „Spiel nicht in der prallen Sonne, solange dein Schatten kleiner ist als dein Körper.“
Mit Material von dpa
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