14. April 2023, 10:27 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Patrice Aminati, die Frau von Moderator Daniel Aminati, bekam vor wenigen Wochen eine niederschmetternde Diagnose: Hautkrebs, der bereits Metastasen gebildet hatte. Der Leberfleck soll sich bei Patrice, die nur wenige Monate zuvor eine Tochter bekommen hatte, mit der Schwangerschaft verändert haben. Ein Dermatologe und eine Gynäkologin klären darüber auf, ob es zwischen einer Schwangerschaft und Hautkrebs einen Zusammenhang gibt.
Leberfleck veränderte sich während der Schwangerschaft
In ihrer Instagram-Story erzählte Patrice vor wenigen Tagen, dass sie den Leberfleck am Hals schon länger gehabt hätte. Sie habe sich den dunklen Fleck aus kosmetischen Gründen entfernen lassen. Im Labor hätten die Ärzte dann den schwarzen Hautkrebs entdeckt. Lange Zeit sei der Leberfleck unauffällig gewesen, erst mit ihrer Schwangerschaft habe er angefangen, sich zu verändern. „In der Schwangerschaft soll es häufig vorkommen, dass sich Muttermale vergrößern oder verändern und sich danach zurückbilden“, so die Frau von Moderator Daniel Aminati.
Das bestätigt die Gynäkologin Dr. Gößlinghoff. „Durch die Hormonumstellung und die vielen Wachstumshormone können sich Leberflecke verändern. Deshalb gehören sie in der Schwangerschaft abgeklärt. Bei Schwangeren lässt sich eine hohe Rate – etwa acht Prozent – von maligne Melanomen finden, die durch die hohen Wachstumsfaktoren begründet wird.“
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Auch der Dermatologe Dr. Afschin Fatemi erklärt, dass es auf den Anstieg des Hormons Östrogen zurückzuführen sei. „Dies kann dazu führen, dass bestehende Leberflecke größer werden oder neue Leberflecke auftreten. Auch eine Veränderung der Farbe oder der Form von Leberflecken ist möglich.“
Doch der Experte möchte nicht, dass schwangere Frauen nun in Panik ausbrechen. „Es ist wichtig, zu betonen, dass die meisten Leberflecke in der Schwangerschaft keine Gesundheitsprobleme verursachen und in der Regel harmlos sind. Allerdings kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass sich Leberflecke in der Schwangerschaft bösartig verändern. Eine Veränderung der Größe, Farbe oder Form von Leberflecken sollte daher von einem Dermatologen beobachtet werden, insbesondere wenn dies mit Juckreiz, Schmerzen oder Blutungen einhergeht“, erklärt der Arzt weiter.
Das rät der Hautarzt Frauen nach der Schwangerschaft
Sollten Sie zu Leberflecken neigen oder familiär bedingt ein höheres Risiko für Hautkrebserkrankungen aufweisen, hat Dr. Fatemi einen Rat. „Obwohl eine Schwangerschaft das Risiko für Hautkrebs nicht unbedingt erhöht, sollten Frauen nach der Schwangerschaft besonders aufmerksam sein und regelmäßige Hautuntersuchungen durchführen lassen. Dies gilt insbesondere für Frauen, die in der Vergangenheit Hautkrebs hatten oder eine Familiengeschichte von Hautkrebs aufweisen. Es ist auch wichtig, während der Schwangerschaft und danach angemessene Sonnenschutzmaßnahmen zu ergreifen, um das Risiko von Hautschäden und Hautkrebs zu minimieren.“