Dem ersten Kratzen im Hals begegnen viele Menschen mit Wärme. Sie glauben, dass neben dem Trinken heißer Zitrone und Co. auch äußerlich das Umlegen eines Schals hilft. Andere wiederum halten das Warmhalten des Halses für kontraproduktiv, da es etwaige Beschwerden verschlimmern können soll. Bei Halsschmerzen also Schal an oder Schal aus? Die Antwort ist leider nicht ganz eindeutig …
Generell würden Hals-Nasen-Ohren-Ärzte zu Maßnahmen zum Aufrechterhalten der Körpertemperatur raten. Somit ist es grundsätzlich sinnvoll, einen Schal zu tragen, wenn man Halsschmerzen hat. Dafür können Sie zu Tuch, Schal oder Decke greifen – am besten auch nachts. Das tut gut und kann dadurch die Genesung unterstützen, sodass Sie möglichst schnell wieder ganz gesund werden.
Wärme von innen und viel trinken
Ein Schal ersetzt die Wärme von innen nicht. Trinken Sie bei Halsschmerzen Tees (am besten mit reizlindernden Zusätzen wie z.B. Kamille) und heiße Zitrone. Das hat neben der Wärme den positiven Nebeneffekt, dass Sie Flüssigkeit zu sich nehmen – und dies ist generell bei Erkältungen wichtig. Viel Trinken hilft dabei, die Schleimhäute der oberen Atemwege zu befeuchten, die dadurch ihren Job besser machen können: Krankheitserreger abwehren.
Um Bakterien oder Viren im Rachenbereich zu bekämpfen, hilft Gurgeln. Es können – müssen aber nicht unbedingt – entsprechende Lösungen aus der Apotheke sein, alternativ genügt aufgrund seiner desinfizierenden Wirkung auch Salzwasser.
Wann man KEINEN Schal tragen sollte
In manchen Fällen kann sich das Warmhalten des Halses tatsächlich kontraproduktiv auswirken. So wäre es bei einer akuten Entzündung sinnvoller, den Hals zu kühlen, da Wärme die Schwellung verstärken könnte. Dabei ist aber zu beachten, dass in abgekühltem Gewebe die Durchblutung reduziert ist. Das kann auf Dauer Infektionen begünstigen. Zudem drohen aufgrund reflektorischer Kontraktion Verspannungen der Nackenregion.
Deshalb: Als Laie kann man nicht immer sagen, ob ein Schal bei Halsschmerzen wirklich die gewünschte Wirkung bzw. sogar genau das Gegenteil zur Folge hat. Behandeln Sie sich im Zweifelsfall nicht selbst, sondern stellen Ihre Beschwerden (spätestens am dritten Tag!) einem Arzt vor.
Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen.
Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den
Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit
Tracking und Cookies entscheiden.
Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige
Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an
datenschutz@axelspringer.de.