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„Rubinflecken“

Sind kleine, rote Punkte auf der Haut gefährlich?

„Rubinflecken“ auf der Haut
Klein, knallrot – und bedenklich? FITBOOK erklärt, was es mit den roten Punkten, oder auch Rubinflecken, auf sich hat. Foto: Jose Antonio Bernat Bacete
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4. Mai 2026, 17:03 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Sie treten vor allem auf dem Oberkörper auf: kleine rote Punkte, die aufgrund ihres Aussehens auch Rubinflecken genannt werden. Im Gegensatz zu Muttermalen sind sie ungefährlich. Eine Hausärztin muss man nur aufsuchen, wenn man sie sich kosmetisch entfernen lassen will. Doch wo kommen die roten Punkte auf der Haut überhaupt her?

Dr. Timm Golüke
Mit fachlicher Beratung von Facharzt für Dermatologie

Was sind die roten Punkte auf der Haut?

Rote, kleine Knötchen auf der Haut, die früher nicht da waren – sind die Ihnen schon aufgefallen? Mediziner sprechen dabei von tardiven oder eruptiven Hämangiomen und gegenüber ihren Patienten auch oft von Kirschangiomen, der intensiven Färbung wegen. Typischerweise zeigen sie sich im Frühstadium als flache, scharf begrenzte rote kleine Punkte, weshalb sie manchmal auch als „Rubinflecken“ bezeichnet werden.

Hinter den sichtbaren Hautveränderungen in Form von roten Punkten stecken Gefäßerweiterungen unter der Haut, sogenannte Gefäßschlingen. Mit der Zeit sammelt sich in den Gefäßschlingen mehr Blut, weshalb die Hämangiome größer und dicker, sprich zu einer Art Knötchen werden.

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Wo sie vor allem auftreten und wie groß sie werden

Fertig entwickelt haben sie in der Regel einen Durchmesser von etwa vier Millimetern (sie werden selten größer als ein Zentimeter) und sind dunkler rot als am Anfang. Die Punkte bzw. Knötchen treten vor allem im Rumpfbereich auf und seltener auf Armen, Beinen und im Gesicht.

Ursachen für solche roten Punkte auf der Haut

Eine Neigung zur Gefäßerweiterung bzw. zu Gefäßschlingen ist genetisch veranlagt.

Zum Ausbruch (das ist übrigens die Erklärung für die Bezeichnung eruptive Hämangiome, aus dem Lateinischen für „ausbrechend“) kommt es meist erst im Erwachsenenalter ab etwa 35 oder 40. Auch in Drittel der Leserinnen und Leser dieses Artikels sind betroffen.

Die roten Punkte treten bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Daher vermuten einige Wissenschaftler, dass es für die Blutschwämmchen auch hormonelle Ursachen geben könnte.

Da mit den Jahren tendenziell mehr Punkte dazukommen, werden die Hautveränderungen auch senile Hämangiome, sprich Altersblutschwämmchen, genannt.

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Sind die eruptive Hämangiome gefährlich?

Der roten Signalfarbe zum Trotz sind eruptive Hämangiome völlig harmlos. Das unterscheidet sie von beispielsweise (braunen und schwarzen) Muttermalen, die man regelmäßig beim Hautarzt auf eine negative Entwicklung kontrollieren muss. Es kann höchstens sein, dass man sich durch ihre zunehmend erhabene Oberfläche an den roten Altersschwämmchen verletzt und die Haut an der Stelle aufreißt oder -kratzt.

Dermatologin Dr. med. Emi Arpa erklärt, bei welchen Hautveränderungen die Alarmglocken läuten müssen

Rote Punkte auf der Haut mit dem Laser entfernen lassen

Wenn man die sichtbaren Knötchen aus kosmetischen Gründen entfernen will, geht das in nur einer Sitzung (Kosten: ab ca. 70 Euro) beim Hautarzt – mit dem Laser. Es dauert pro Stelle nur wenige Sekunden, bis ein leises Knacken zu hören und der behandelte Fleck beseitigt ist. Die Behandlung wird von Patienten gemeinhin als schmerzarm beschrieben.

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