Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für Fitness, Gesundheit und Ernährung
Vorteile nutzen

E-Patientenakte – diese App-Funktionen sollten Nutzer kennen

ePA richtig nutzen: Einstellungen und Datenschutz im Blick
ePA richtig nutzen: Einstellungen und Datenschutz im Blick Foto: Getty Images
Artikel teilen
FITBOOK Logo
FITBOOK Redaktion

11. November 2025, 11:03 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Die elektronische Patientenakte (ePA) soll die medizinische Versorgung einfacher, transparenter und effizienter machen. Wer die ePA-App seiner Krankenkasse erstmals eingerichtet hat, steht oft vor der Frage: Wer darf was sehen und was lässt sich individuell anpassen? Hier gibt es einen kompakten Überblick über Funktionen, Einstellungen und die wichtigsten Vorteile.

Zugriff gezielt steuern

Ärzte, Kliniken und Apotheken dürfen die ePA nur nutzen, wenn sie eine Behandlung durchführen – und das nur für einen begrenzten Zeitraum. Sobald eine Praxis die Gesundheitskarte einliest, startet automatisch eine Zugriffsdauer von 90 Tagen. Apotheken erhalten drei Tage lang Zugriff.

Über die App können Nutzer diese Zeitfenster individuell anpassen. Sie verlängern oder verkürzen den Zugriff ganz nach Bedarf. Die Krankenkasse selbst bleibt außen vor und kann nicht auf die Inhalte zugreifen.

Dokumente ausblenden oder löschen

Wer einzelne Einrichtungen komplett ausschließen möchte, kann den Zugriff in der App deaktivieren. Nutzer können auch gezielt Dokumente verbergen, sodass sie nur noch selbst darauf zugreifen. Diese Dateien lassen sich bei Bedarf jederzeit wieder freigeben.

Wenn jemand Inhalte dauerhaft entfernen möchte, lässt sich das Dokument komplett löschen. Dieser Schritt ist endgültig. Die App erlaubt es nicht, bestimmte Dateien nur vor einzelnen Ärzten zu verbergen – außer bei der Medikationsliste, die sich gezielt ausblenden lässt.

Auch interessant: Schritt für Schritt die elektronische Patientenakte einrichten

Mehr zum Thema

Frühere Unterlagen selbst ergänzen

In der ePA erscheinen nur die medizinischen Daten, die ab dem 1. Oktober 2025 digital erstellt wurden. Vorher waren Arztpraxen und Krankenhäuser nicht verpflichtet, Inhalte hochzuladen. Deshalb fehlen ältere Dokumente meist.

Nutzer können frühere Befunde selbst einscannen oder fotografieren und direkt in die App hochladen. Alternativ können sie ihre Krankenkasse bitten, bis zu zehn ältere Unterlagen zu digitalisieren. Dieser Service ist zweimal innerhalb von 24 Monaten möglich.

Acht konkrete Vorteile, die die ePA im Alltag bringt

1. Neue Ärzte schneller informieren

Wer einen Arzt wechselt, muss keine Papierakten mehr zusammentragen. Neue Praxen erhalten direkt über die ePA einen vollständigen Überblick über frühere Diagnosen und Behandlungen. Das spart Zeit und vereinfacht den Start in eine neue Betreuung.

2. Chronische Verläufe besser nachvollziehen

Patienten mit Langzeiterkrankungen behalten mit der ePA den Überblick über den gesamten Krankheitsverlauf. Sie erkennen, welche Therapien wann erfolgt sind, und können Veränderungen besser mit dem Arzt besprechen.

3. Im Notfall schneller helfen

Rettungsdienste oder Notaufnahmen können im Ernstfall sofort auf wichtige Daten zugreifen – etwa auf Allergien oder Vorerkrankungen. Das hilft, schneller die richtige Behandlung einzuleiten und Risiken zu vermeiden.

4. Papierchaos vermeiden

Mit der ePA entfällt das Suchen in alten Ordnern. Laborberichte, Röntgenbilder und Atteste stehen digital bereit – übersichtlich, strukturiert und jederzeit griffbereit.

5. Abstimmung zwischen Ärzten verbessern

Hausärzte, Fachärzte und Kliniken greifen auf dieselben aktuellen Informationen zu. Das verbessert die Zusammenarbeit und verhindert Missverständnisse bei Diagnosen oder Therapien.

6. Einfache Bedienung ohne technische Hürden

Die App ist klar aufgebaut und leicht verständlich. Wer keine App nutzen möchte, kann Änderungen auch über die Krankenkasse vornehmen. So bleibt die ePA für alle zugänglich – unabhängig vom technischen Wissen.

7. Gesundheitsdaten sicher verwahren

Nutzer speichern ihre medizinischen Unterlagen sicher auf deutschen Servern. Die Daten sind vor Verlust geschützt und lassen sich jederzeit abrufen – auch nach einem Umzug oder Gerätewechsel.

8. Vertrauenspersonen flexibel einbinden

Nutzer können eine andere Person für die Verwaltung der ePA benennen – etwa ein Familienmitglied oder einen Bevollmächtigten. So bleibt der Zugriff auch dann gesichert, wenn man selbst nicht mehr aktiv handeln kann.1

Die ePA macht Gesundheitsdaten jederzeit verfügbar, schützt sensible Informationen und sorgt für mehr Klarheit in der medizinischen Versorgung. Wer die App gezielt nutzt, vereinfacht nicht nur den eigenen Alltag, sondern verbessert auch die Zusammenarbeit im Gesundheitssystem – schnell, sicher und selbstbestimmt.

*mit Material von dpa

Quellen

  1. Bundesministerium für Gesundheit. Die elektronische Patientenakte (ePA) für alle. (aufgerufen am 10.11.2025) ↩︎

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.