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„Plötzlich steht das Leben kopf“

Brustkrebs mit 39 – TV-Moderatorin Charlotte Potts macht Erkrankung öffentlich

Moderatorin Charlotte Potts
TV-Moderatorin Charlotte Potts (39) hat ihre Brustkrebs-Diagnose auf Instagram öffentlich gemacht Foto: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=94026258 / Wikimedia Commons / Charlylike / CC BY-SA 4.0
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Anna Echtermeyer
Redakteurin

20. August 2025, 11:05 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Mehr als 70.000 Frauen erhalten in Deutschland jedes Jahr neu die Diagnose: Brustkrebs – insgesamt erkrankt etwa jede 7. bis 8. Frau im Laufe ihres Lebens daran. Neben dem regelmäßigen Abtasten der Brust und dem aufmerksamen Beobachten von Veränderungen sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig, um die Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Doch selbst dann kann die Diagnose überraschend kommen – so wie bei TV-Moderatorin Charlotte Potts.

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„Und plötzlich steht das Leben kopf“

Die Journalistin Charlotte Potts (39), frühere ZDF-„Morgenmagazin“-Moderatorin und heutige Chefreporterin für Politik bei ProSiebenSat.1, hat öffentlich gemacht, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist. Auf Instagram schrieb Potts: „Diagnose: Brustkrebs. Und plötzlich steht das Leben kopf.“ Die zweifache Mutter erklärte, dass sie erst vor drei Monaten eine Vorsorgeuntersuchung wahrgenommen und deshalb nicht mit der Diagnose gerechnet habe.

»Man hofft immer, dass es etwas ist, das mit Antibiotika verschwindet“

„Natürlich hofft man immer, dass es etwas anderes, Harmloses ist. Etwas, das mit Antibiotika verschwindet. Ich hätte niemals damit gerechnet. Zumal ich erst vor drei Monaten brav bei der Vorsorge war (wie übrigens so viele Frauen, die ich jetzt in der Behandlung kennenlerne)“, schreibt Potts. In den ersten Tagen habe sie sich noch gefragt: „Warum ich?“ Dann habe sie jedoch erfahren, dass jede siebte Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkrankt.

„Dinge werden leichter, wenn man sie teilt“

Alles sei dann schnell gegangen, so Potts weiter. Zeit zum Nachdenken sei kaum geblieben. „Seit zwei Wochen läuft nun wöchentlich Carboplatin durch meine Venen – klingt edel, ist aber hartes Zeug und soll mich jetzt wieder gesund machen.“

Weil es ihr Job sei, „zu beobachten, zu erzählen, zu beschreiben, wie es ist“, werde sie auch hier „ein Stück aus dieser für mich so anderen Welt teilen“. Sie sei fest davon überzeugt, so die TV-Moderatorin, „dass viele Dinge leichter werden, wenn man sie teilt“.

Fallzahlen bei Frauen unter 50 steigen –

Brustkrebs mit unter 40: Charlotte Potts ist kein Einzelfall. Die Fallzahlen von Brustkrebs insbesondere bei Frauen, die jünger sind als 50 Jahre sind, steigen – das zeigten zuletzt 2024 erschreckende Zahlen der American Cancer Society (ACS).1 Der Bericht zeigt auch: Trotz steigender Fallzahlen sinkt die Sterblichkeit (FITBOOK berichtete).

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Veränderungen, auf die man achten sollte

Ein häufiges erstes Anzeichen für Brustkrebs kann das Spüren eines Knotens oder einer Verdickung in der Brust oder Achselhöhle sein. Weiterhin sollte man aber auch auf folgende Veränderungen achten, da diese ebenfalls Hinweis auf eine Brustkrebserkrankung sein können: Veränderungen in der Brustform oder -größe, Hautveränderungen an der Brust, Veränderungen der Brustwarze sowie Schmerzen in der Brust oder im Brustbereich.

Vorsorge gibt keine absolute Sicherheit

Trotz Vorsorge-Sorgfalt die Diagnose Brustkrebs: Charlotte Potts Fall macht deutlich, dass Vorsorgeuntersuchungen wichtig sind, um die Chancen auf eine frühe Entdeckung zu erhöhen, aber keine absolute Sicherheit geben können.

Die genauen Umstände für die Entstehung von Brustkrebs sind bisher nicht geklärt worden. Man geht allerdings davon aus, dass es aufgrund von Veränderungen (Mutationen) von Genen dazu kommen könnte, dass sich aus einer normalen Körperzelle ein bösartiger Tumor entwickelt. Dieser Vorgang ist auch unter dem Namen „Entartung einer Zelle“ bekannt. Das Gefährliche an Mutationen ist, dass die Zelle ihre Fähigkeit zur Teilungshemmung verliert. Infolgedessen kann sich die Zelle ungehindert vermehren, was dann dazu führt, dass sich ein Tumor (der aus vielen Zellen besteht) bilden kann.2

Während Brustkrebs bei Frauen mit etwa 74.500 Neuerkrankungen pro Jahr (Zahl von 2022) die häufigste Krebserkrankung darstellt, liegt die Erkrankungsrate bei Männern deutschlandweit bei 690 Fällen pro Jahr.3 Mehr zur Entstehung, möglichen Ursachen und Lebensstilfaktoren, die das Risiko für Brustkrebs erhöhen, erfahren Sie hier.

Quellen

  1. American Cancer Society. Breast Cancer Facts & Figures Report 2024-2025. (augferufen am 20.08.2025) ↩︎
  2. Brustkrebs.de. Ursachen und Risikofaktoren. (aufgerufen am 20.08.2025) ↩︎
  3. Zentrum für Krebsregisterdaten. Brustkrebs (Mammakarzinom). (aufgerufen am 20.08.2025) ↩︎

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