7. August 2025, 16:01 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Lange Zeit fühlte sich Camilla Luddington u.a. schnell müde und träge, außerdem fror sie ständig. Nur eine vorübergehende Phase, die gerade in Stresssituationen nicht ungewöhnlich ist? Mitnichten, es sollte mehr dahinterstecken. Denn im Rahmen einer Untersuchung wurde bei ihr Hashimoto-Thyreoiditis festgestellt. Ein Schock! Jetzt offenbarte die „Grey’s Anatomy“-Darstellerin, wie sie mit dieser Entzündung der Schilddrüse umgeht.
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Camilla Luddington hatte einen falschen Verdacht
Als zweifache Mutter, Ehefrau von Matthew Alan und gefragte Star-Schauspielerin muss Camilla Luddington nahezu täglich funktionieren. Doch dies fiel ihr in der Vergangenheit oft schwer. Alltägliche Dinge dauerten länger als gewöhnlich, weil sie viel schneller erschöpft war. Lange Zeit dachte sich die 41-Jährige nichts dabei, ehe ein Bluttest für Aufklärung sorgte. „Im Call it What it is“-Podcast spricht Camilla Luddington offen über ihre Hashimoto-Erkrankung.
„Solange ihr uns zuhört, wisst ihr, dass ich darüber scherze, dass ich faul bin. Nur ein bisschen langsamer. Langsamer, müde, möchte im Bett liegen, liebe ein Nickerchen. Ich hätte nie gedacht, dass es dafür einen medizinischen Grund geben könnte”, sagte Camilla Luddington im Gespräch mit ihrer „Grey’s Anatomy“-Kollegin Jessica Capshaw. Zunächst brachte sie die Symptome mit ihrem zunehmenden Alter oder einer beginnenden Wechselpause bzw. der Perimenopause in Verbindung. Diese kann bei Frauen zwischen 30 und 45 Jahren bereits auftreten und geht mit schwankenden Hormonspiegeln einher.
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Auf Schock-Diagnose folgte Erleichterung
Licht ins Dunkel brachten dann allerdings ein paar routinemäßige Untersuchungen vor mehr als zwei Monaten, die Camilla Luddington bis dato immer wieder aufschob. „Ich habe eine Blutuntersuchung machen lassen und das Ergebnis kam zurück. Und mein Arzt meinte, dass alles gut aussieht, bis auf diese eine Kleinigkeit“, erklärte sie. Moment, welche Kleinigkeit? „Ich erinnere mich, dass ich die Worte „Autoimmunerkrankung“ hörte und dachte: „Was zum Teufel?““, blickt Camilla Luddington zurück. Sie merkte jedoch an, dass ihr Arzt ihr gesagt habe, dass die Hashimoto-Thyreoiditis „sehr häufig“ sei. Und trotzdem kam die Diagnose komplett unerwartet, auch wenn die Powerfrau insgeheim dann doch vermutete, dass irgendetwas nicht stimme.
https://www.instagram.com/camillaluddington/?hl=de„Als sie dann von einer Autoimmunerkrankung sprachen, war ich ehrlich gesagt etwas erschrocken. Aber als sie sagten, dass das eigentlich ganz normal sei, dachte ich mir: „Das ist zwar schade, aber okay““, so die Britin. Es sollte sich sogar Erleichterung bei ihr einstellen, denn endlich waren die Ursache und die Antwort auf die ständige Erschöpftheit und Antriebslosigkeit gefunden. So konnte sie die Nachricht letztlich leichter verdauen.
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Das ist die Hashimoto-Erkrankung
Zur Erklärung: Eine Hashimoto-Thyreoiditis entsteht, wenn Antikörper im eigenen Körper die Zellen der Schilddrüse angreifen. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunreaktion. So entsteht bei den meisten Menschen irgendwann eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), die Folgen sind u.a. erhöhte Müdigkeit und extreme Empfindlichkeit gegen Kälte.1 „Hashimoto ist, wenn das Immunsystem deines Körpers versehentlich deine Schilddrüse angreift, eine kleine Drüse in deinem Hals, die dabei hilft, deine Energie zu kontrollieren, sprich dich ein wenig träge macht. Okay? Mit der Zeit führt der dadurch verursachte Schaden dazu, dass die Schilddrüse langsamer arbeitet und nicht mehr genügend Hormone produziert“, beschrieb Camilla Luddington im Podcast mit eigenen Worten.
„Und es kann dazu führen, dass man sich müde und kalt fühlt, was wirklich lustig ist, weil Matt sich immer über mich lustig gemacht hat, weil ich nachts etwa 40 Decken über mir hatte. Es kann dazu führen, dass man sich benommen und depressiv fühlt“, fuhr sie fort. Weitere Symptome können z.B. trockene Haut, dünnes Haar und Gewichtszunahme sein.
„Es wird eine lange Reise werden“
Seit der Diagnose nimmt Camilla Luddington ein Medikament namens Levothyroxin, ein Schilddrüsenzusatzhormon, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen. „Ich habe mit der niedrigsten Dosis angefangen und muss alle sechs Wochen eine Blutuntersuchung machen lassen, um zu sehen, ob ich wieder normal werde“, beschrieb sie. „Ich spüre definitiv die Wirkung, etwa seit ein paar Monaten, würde ich sagen.“ Noch sei sie allerdings nicht wieder genesen, dafür aber bereits auf dem Wege der Besserung. „Es wird eine lange Reise werden“, fügte sie hinzu.