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Braune Bananen können für Babys gefährlich sein

braune Banane
Braune Bananen landen aufgrund ihrer weichen Konsistenz und Süße oft in Smoothies oder Bananenbrot Foto: Getty Images
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28. Januar 2026, 17:55 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Ob grün, gelb oder braun – die Farbe der Banane verrät mehr als nur den Reifegrad. Im Laufe des Reifeprozesses verändern sich auch der Nährstoffgehalt und sogar der Alkoholanteil. Was das für die Gesundheit bedeutet und wer lieber die Finger von braunen Bananen lassen sollte.

Alkoholgehalt steigt mit dem Reifegrad

Viele greifen bedenkenlos auch zu überreifen Bananen, etwa für Babynahrung oder zum Backen. Doch genau davon rät Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern entschieden der dpa ab: „Auf gar keinen Fall“. Der Grund: Während des Reifens wandelt sich der Zucker in der Frucht durch natürliche Gärung in Alkohol um – ein Prozess, der mit der Braunfärbung sichtbar wird.

Verfärbt sich die Banane von Gelb nach Braun, entsteht durch natürliche Gärung Alkohol. Je länger die Frucht reift, desto mehr. Wie viel Alkohol wann in einer Banane steckt, hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gemessen. 

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Überreife Bananen enthalten über 7 Gramm Alkohol pro Kilo

Grüne Bananen enthalten erst mal gar keinen Alkohol. Reife Bananen bilden zwar Alkohol aus, jedoch nicht immer. Reife Bananen hingegen bilden teilweise Alkohol, jedoch nur in geringen Mengen bis 1,4 Gramm pro Kilogramm. In überreifen, also braunen Bananen, ist allerdings in jedem Fall Alkohol enthalten. „Der höchste hier ermittelte Wert lag bei 7,37 Gramm pro Kilogramm“, meldet das LGL und warnt vor Promille-Folgen: „Vulnerable Gruppen wie Säuglinge und Kleinkinder, aber auch Menschen, die auf eine Alkoholaufnahme verzichten möchten, sollten daher überreife Bananen meiden.“ Umgerechnet entspricht ein Kilogramm überreife Bananen dem Alkoholgehalt von 200 Millilitern Bier.1

Schon kleine Mengen Alkohol können bei Babys und Kleinkindern zu einer akuten Alkoholvergiftung führen. Die Folgen sind Unterzuckerung, Unterkühlung sowie eine Dämpfung von Bewusstsein und Atmung bis zu Krampfanfällen oder Koma.2

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Braune Bananen lieber zum Backen verwenden

Trotzdem müssen braune Bananen nicht zwangsläufig in den Müll. Denn beim Kochen oder Backen verflüchtigt sich der enthaltene Alkohol. Sie können überreife Früchte in Bananenbrot, Muffins oder Pancakes sinnvoll verwerten.

Alkohol versteckt sich in vielen Lebensmitteln

„Als Eltern, Schwangere, trockener Alkoholiker oder schlicht gesundheitsbewusste Person ist es gar nicht so einfach dem Alkohol gänzlich aus dem Weg zu gehen. Die Pflicht zur Angabe des Alkoholgehalts gilt bei Getränken erst ab einem Alkoholvolumen von 1,2 Prozent. Deshalb darf Bier als alkoholfrei verkauft werden, solange es unter 0,5 Prozent Alkohol enthält. Malzbier kann sogar bis zu 1,2 Prozent Alkohol aufweisen, ohne dass dies auf dem Etikett gekennzeichnet werden muss – allerdings darf es in diesem Fall nicht als alkoholfrei bezeichnet werden.
Außerdem können Gärungsprozesse wie in der Banane auch in anderen zuckerreichen Früchten wie Äpfeln oder Weintrauben zu kleinen Alkoholmengen führen. Aufgepasst bei Fruchtsaft: Je länger er geöffnet ist, desto mehr Alkohol entsteht. Bisher gibt es jedoch keinen bekannten Fall, bei dem ein Kind durch vergorenen Saft langfristige Schäden bekommen hat.“

Wie sich der Nährstoffgehalt mit der Reife verändert

Neben dem Alkoholgehalt verändert sich auch die Nährstoffzusammensetzung je nach Reifegrad der Banane. Unreife, grüne Bananen enthalten laut Verbraucherzentrale Bayern besonders viel resistente Stärke. Diese werde im Dünndarm nicht verdaut und wirke wie ein Ballaststoff. Daniela Krehl erklärt: „Sie kann die Darmgesundheit fördern und lässt den Blutzucker langsamer ansteigen.“

Mit zunehmender Reife wird diese Stärke enzymatisch in Zucker umgewandelt. Gelbe Bananen schmecken dadurch süßer und liefern schnell verfügbare Energie – ein Vorteil für Sportler oder als schneller Snack zwischendurch.

Mit Material von dpa

Quellen

  1. DebiNet. Bier. (aufgerufen am 28.01.2026) ↩︎
  2. The Royal Children's Hospital. Ethanol poisoning. (aufgerufen am 28.01.2026) ↩︎

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