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Verbraucherschützer warnen

Verwirrende Zucker-Angaben bei Getränken

Cola, Limo, Apfelschorle – all diese Getränke können mit Zucker gesüßt sein. Und das in größeren Mengen, als man denkt. Das zeigen folgende Beispiele.

Dass Cola viel Zucker enthält, wissen wohl die meisten. Aber auch Erfrischungsgetränke, auf deren Etikett von „weniger süß“ oder „kein Zucker zugesetzt“ die Rede ist, können viel Zucker enthalten, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Ein Beispiel: Stecken in einer Limonade auf 100 Milliliter rund 9 Gramm Zucker, summiert sich das bei 1,5 Litern auf 135 Gramm Zucker. Selbst bei 5 Gramm pro 100 Milliliter kommt man noch auf 75 Gramm Zucker pro 1,5 Liter. Das entspricht etwa 18 gestrichenen Teelöffeln.

Auf die Angaben „pro Portion“ sollten sich Verbraucher daher besser nicht verlassen, raten die Verbraucherschützer. Denn eine angegebene Portion kann viel kleiner sein als das, was man in der Regel konsumiert.

Nicht immer ist für Käufer auf den ersten Blick aber erkennbar, dass das Getränk überhaupt Zucker enthält – wenn in der Zutatenliste Bezeichnungen auftauchen, die nicht jedem geläufig sind. Doch auch hinter Begriffen, die auf „-ose“ enden wie Glukose, Laktose oder Maltose verbergen sich Zuckerarten. Und auch Sirup weist auf Süßmacher hin, genauso wie Dicksaft oder Molkenerzeugnisse.

Auch interessant: Sollten wir alle komplett auf Zucker verzichten?

Foodwatch attackiert Coca-Cola-Strategie

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat dem Coca-Cola-Konzern vorgeworfen, für die Zunahme von Fettleibigkeit und Diabetes mitverantwortlich zu sein. Der Weltmarktführer von Limonaden verharmlose wissenschaftlich belegte Risiken seiner zuckerhaltigen Getränke, sagte der Geschäftsführer von Foodwatch Deutschland, Martin Rücker.

Coca-Cola versuche zudem, durch Lobbyarbeit Werbeverbote und Sondersteuern zu torpedieren. Mit Kampagnen im Internet und Fernsehen würden besonders Kinder und Jugendliche ins Visier genommen, kritisierte Foodwatch. In einem 100-seitigen Bericht hat der Verein die seiner Ansicht nach fragwürdige Strategie des US-Herstellers zusammengefasst.

Coca-Cola wies die Vorwürfe zurück. Man investiere überproportional viel in die Werbung für Getränke ohne oder mit weniger Zucker, hieß es in einer Stellungnahme. Coca-Cola werbe außerdem nicht in Medien, die sich mehrheitlich an Kinder unter zwölf Jahren richten. Diese Selbstverpflichtung werde regelmäßig von unabhängigen Dritten überprüft.