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Schweißtreibende Purine

Wer viel schwitzt, sollte weniger Fleisch essen

Mann schneidet ein Steak auf einem Holzbrett
Fleischgenuss und Schweißbildung – es gibt einen Zusammenhang Foto: Getty Images

Manche Menschen schwitzen an heißen Tagen mehr als andere. Besonders schlimm wird es für sie, wenn ihr Schweiß auch noch unangenehm riecht. Bei übermäßiger Schweißbildung sollte am besten ein Arzt zurate gezogen werden. Mit ein paar kleinen Tricks können Betroffene aber auch selbst etwas gegen das Schwitzen und den Geruch tun – zum Beispiel durch Fleischverzicht.

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen, jetzt noch den Grill anschmeißen und leckere Steaks und Würste grillen – klingt nach einem perfekten Sommertag? Nicht für Menschen, denen schnell der Schweiß ausbricht. Wer viel schwitzt, sollte lieber häufiger auf Fleisch verzichten. Dieser wirkt nämlich schweißtreibend. Mit ein paar kleinen hygienischen Maßnahmen lässt sich zudem auch unangenehmer Körpergeruch in den Griff kriegen.

Weniger Fleisch, weniger schwitzen

Wer viel schwitzt, ist nicht nur an heißen Sommertagen besser dran, wenn er nicht viel Fleisch ist. Denn sie enthalten Purine, die schweißtreibend wirken. Auch vegetarische Alternativen wie Sojaprodukte und Hülsenfrüchte enthalten Purine und sind deshalb eher mit Vorsicht zu genießen, wenn man weniger schwitzen möchte. Darauf weist die Apothekerkammer Niedersachsen hin.

Purine werden überwiegend vom Körper selbst gebildet und sind ein wichtiger Bestandteil von Körperzellen. Sie werden aber eben auch über Lebensmittel aufgenommen, etwa auch aus Schalen- und Krustentieren sowie Kohl, Spinat und Spargel. Übrigens: Menschen mit starker Schweißbildung können auch durch den Verzicht auf Nikotin, Koffein und scharfe Speisen auf Linderung hoffen.

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Unangenehmer Körpergeruch durch Bakterien im Schweiß

Eine Folge des starken Schweißgeruchs kann ein unangenehmer Körpergeruch sein. Denn dort, wo der Schweiß nicht abfließen oder abtrocknen kann, entsteht ein feucht-warmes Milieu. Darin fühlen sich Bakterien nicht nur wohl, im Schweißsekret finden sie auch Nahrung. Bei der Zersetzung des Sekrets entsteht der Muff.

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Die richtige Körperpflege gegen strengen Geruch

Wer viel schwitzt und das Gefühl hat, zu riechen, kann aber noch mehr tun, als auf Fleisch, Hülsenfrüchte und Co. verzichten. Auch mit entsprechender Körperpflege kann man dem strengen Geruch entgegenwirken. So ist es empfehlenswert, die Körperbehaarung zu entfernen und täglich zu duschen, um die Vermehrung der Bakterien zu vermindern. Laut der Apothekerkammer sei das Waschen mit antibakteriell wirkendem Salbeitee besonders wirksam. Gleiches gilt für Bäder mit einem Sud aus Eichenrinde.

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Viele Menschen greifen gerne zu Deos, wenn sie schwitzen. Allerdings überdecken diese den Geruch zwar, reduzieren aber nicht die Schweißmenge oder die Bakterienbildung. Stattdessen kann man hochprozentigen Alkohol lokal auftragen, um die Vermehrung der Bakterien zu verringern. Allerdings reizt das die Haut stark. Alternativ hilft Körperpuder, der Feuchtigkeit bindet. Die Experten empfehlen ihn für die leicht verschwitzten Stellen, zum Beispiel unter der Brust.

Mit Material von dpa