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Medizinische Innovation

Schnelltest zur Erkennung von Bakterien entwickelt

Untersuchung von Bakterien in Petrischale
Mit einem neuen Schnelltest soll man künftig innerhalb weniger Stunden die konkrete Art eines Bakteriums bestimmen können
Foto: Getty Images

Was bisher mehrere Tage gedauert hat, soll künftig binnen weniger Stunden gelingen: US-Forscher haben eine Testmethode entwickelt, um genau – und vor allem schnell – zu erkennen, an welchen bakteriellen Erregern ein Patient erkrankt ist. FITBOOK erklärt, warum das so eine wichtige Innovation ist.

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Fünf Tage kann es bislang schon dauern, bis Blut- oder Gewebeproben eines Patienten im Labor hinreichend untersucht worden sind, sprich: bis eine etwaige Erkrankung auf ein bestimmtes Bakterium zurückgeführt werden kann. So lange ist es entsprechend nicht möglich, ein ganz spezielles, auf eben jenen Erreger ausgerichtetes Antibiotikum zu verordnen. In dieser Zeit kann sich der Zustand des Patienten verschlimmern, was – je nach Art der Erkrankung – gefährliche Folgen nach sich ziehen kann. Um dies zu vermeiden, bleibt Ärzten oft nur die Möglichkeit, ein Breitbandantibiotikum zu verordnen, also ein Präparat, das auf ein breites Spektrum bakterieller Erreger abzielt.

Das Problem:

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Bald weniger Antibiotika-Einsatz?

Dr. Pak Kin Wong und sein Biomediziner-Team von der Pennsylvania State University haben ein Gerät entwickelt, mit dem sich per Mikrotechnologie einzelne Bakterienzellen erfassen lassen. Ihre Methode benötigt zusätzlich ein Elektronenmikroskop, um die genauen Umrisse der aufgespürten Bakterien zu untersuchen. So lassen sie sich von anderen Stämmen differenzieren und die Bakterien genau identifizieren.

In einer Pressemitteilung der Universität ist Genaueres zum technischen Stand nachzulesen.

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Die Forscher haben bereits ein provisorisches Patent auf ihre Erfindung, eine (Medizin-)Markteinführung ist für die kommenden drei Jahre geplant. Vorher wird u.a. noch an der Größe des Geräts gefeilt, das dann in Arztpraxen und Krankenhäusern zum Einsatz kommen soll.