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Ernährungstrend

Für wen sich Heilwasser wirklich lohnt

Eine junge Frau trinkt Heilwasser aus einer Flasche
Wassertrinken ist gesund - so viel steht fest. Um welches Wasser es sich handelt, spielt eine untergeordnete RolleFoto: Getty Images

Immer wieder heißt es: Bitte mehr trinken. Neben normalem Mineralwasser stehen dafür auch allerhand Heilwässer bereit. Was unterscheidet sie vom Wasser aus der Leitung? Und wer profitiert von ihren Inhaltsstoffen?

Viele vergessen es einfach. Dabei ist regelmäßiges Trinken am Tag ein Muss. Als ideales Getränk gilt Wasser, nicht zuletzt, weil es kalorienarm ist. Manch einer will sich etwas Gutes tun und greift statt zum Leitungs- oder Mineralwasser gleich zu Heilwasser.

Das ist der Unterschied zwischen Heil- und Mineralwasser

Aber bringt das wirklich etwas? Tatsächlich handelt es sich nicht nur um Hokuspokus. Das bedeutet: Heilwasser unterliegt dem Arzneimittelrecht und muss vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen werden.

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Wie bei anderen Arzneimitteln muss auch der Abfüller von Heilwasser die Wirksamkeit sowie die Qualität und Unbedenklichkeit des Produkts mit wissenschaftlichen Gutachten nachweisen. „Der Gesetzgeber verlangt dazu eine umfangreiche Prüfung und Dokumentation“, sagt Schubert. Das schlägt sich auch auf den Preis nieder: 73 Cent pro Liter kostet Heilwasser im Schnitt, sagt Corinna Dürr vom Informationsbüro Heilwasser.

So entsteht Heilwasser

In der Regel haben sie einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen, erklärt Prof. Johannes Georg Wechsler, Präsident des Bundesverbands Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM). Mindestens ein Gramm gelöste Mineralstoffe und Spurenelemente müssen enthalten sein.

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Immer aufs Etikett achten

Das Anwendungsgebiet unterscheidet sich je nach Gehalt bestimmter Stoffe. Wer zum Beispiel viel Kalzium oder Magnesium zu sich nehmen soll, kann das mit Heilwasser tun. „Wässer mit viel Sulfat zum Beispiel regen die Verdauung an“, erläutert Dürr. Heilwässer mit Hydrogencarbonat sollen Sodbrennen lindern. „Heilwasser kann aber auch einfach nur für das eigene Wohlbefinden getrunken werden“, ergänzt Wechsler.

Auf dem Etikett der Heilwasserflasche sind die Anwendungsgebiete und Trinkempfehlungen zu finden. „Der Blick aufs Etikett ist enorm wichtig“, sagt Wechsler. Dort ist die analytische Zusammensetzung des jeweiligen Heilwassers nachzulesen. „Dabei sollte unbedingt ein neueres Datum, an dem die Analyse erstellt wurde, stehen“, so Wechsler. Ist das Datum schon älter, dann stimmen womöglich die angegebenen Anteile der Mineralstoffe nicht mehr.

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Ist Heilwasser besser als „normales“ Wasser?

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In der Regel können die in Flaschen verkauften Heilwasser täglich in größeren Mengen getrunken werden – rezeptfrei. Allerdings sollten Menschen, bei denen Herz und Nieren nur eingeschränkt arbeiten, nicht zu viel Flüssigkeit auf einmal aufnehmen. „Bei bestehenden Erkrankungen kann es sinnvoll sein, die Anwendung mit dem Hausarzt oder mit anderen erfahrenen Gesundheitsfachkräften abzustimmen“, so Dürr. Denn nicht immer ist die Zufuhr bestimmter Stoffe in großen Mengen sinnvoll.