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Aktuelle Untersuchung

Viele Blaubeer-Muffins übertreffen die Tagesration für Zucker

Blaubeer-Muffins sind wahre Zuckerbomben
Gekaufte Blaubeer-Muffins enthalten bis zu zehn Teelöffel Zucker, fand eine britische Untersuchung herausFoto: Getty Images

So ein fluffiger, fruchtiger Blaubeer-Muffin ist bestimmt das kleinere Übel! Hat Ihnen dieser Gedanke auch schon einmal die Entscheidung an der Kuchentheke im Coffeeshop abgenommen? Nun. Die Wahrheit ist: Ein Großteil dieser harmlos wirkenden Kerlchen enthält mehr Zucker, als wir pro Tag zu uns nehmen sollten, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Die britische Adipositas-Gesellschaft (Obesity Health Alliance) und die private „Action on Sugar“-Initiative haben herausgefunden, dass in den kleinen Küchlein teilweise mehr als acht Teelöffel Zucker versteckt sind. Unter die Lupe genommen wurden 28 verschiedene Blaubeer-Muffins großer Café-Ketten und Supermarkt-Bäckereien in Großbritannien.

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17 davon (60 Prozent) hätten sechs Teelöffel Zucker enthalten – oder mehr! Das entspricht der Obergrenze dessen, was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Erwachsenen pro Tag empfiehlt.

Muffins von Café-Ketten enthalten den meisten Zucker

„Die Muffins großer Café-Ketten an Bahnhöfen enthielten 19 Prozent mehr Zucker und waren im Schnitt ein Drittel größer als die, die in Supermärkten gekauft wurden“, heißt es in der Meldung zur Untersuchung. Und manche Blaubeer-Vertreter ihrer Zunft enthielten gar doppelt so viel Zucker als andere.

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Die Zuckerbombe unter den den Blaubeer-Muffins ist demnach der Costa Blueberry Muffin mit zehn Teelöffeln Zucker (40g) – mehr als in einer Dose Coca-Cola stecken. Auf Platz zwei der McDonalds Blueberry Muffin mit acht Teelöffeln. Das entsprechende Gebäck von Starbucks liegt mit sieben Teelöffeln Zucker knapp vor dem Produkt von Upper Crust mit sechs. Die Versionen von Aldi und Lidl liegen mit rund 20g Zucker pro Stück etwas darunter.

Von wegen gesunde Snack-Alternative

„Wir könnten denken, dass so ein Blaubeer-Muffin im Vergleich zu einem Stück Kuchen oder einem Schokoriegel eine einigermaßen gesunde Snack-Alternative ist – aber die Zahlen zeigen uns etwas ganz anderes“, wird Caroline Cerny von der Obesity Health Alliance zitiert.

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Zuckerempfehlung der WHO

Maximal fünf Prozent der täglichen Kalorien sollte man laut Empfehlung der WHO von 2015 aus Zucker und verstecktem Zucker zu sich nehmen. Das entspricht etwa 25 Gramm (etwa sechs Teelöffel). Bei Kindern entsprechend weniger. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung schließt sich dieser Empfehlung an.

Gesunde Snack-Alternative

Wenn es ein Snack-To-Go sein soll: Warum nicht selbstgemachte Energyballs mit Mandeln und Datteln? Die kommen nicht nur ganz ohne Extra-Zucker aus, sie enthalten auch Vitamin E, Calcium und Magnesium. Gesunde Powerbällchen also – mit dem Mega-Wow-Effekt auf die Geschmacksknospen!

Rezept im Video oder hier zum Nachlesen.