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Neue Studie

Nudeln machen nicht dick – unter bestimmten Bedingungen

Spaghetti-Teller
So leider nicht: Wer mit Pasta nicht zunehmen will oder sogar Gewicht verlieren möchte, der sollte nur kleine Portionen zu sich nehmenFoto: Getty Images

Seit ein paar Jahren werden Kohlenhydrate als Dickmacher verteufelt. Doch das trifft offenbar nicht auf alle zu. In einer neuen Metastudie zeigen kanadische Wissenschaftler, dass Nudeln nicht dick machen und sogar beim Abnehmen helfen – allerdings unter bestimmten Bedingungen.

Kartoffeln, Reis, Nudeln, Backwaren – alles böse Dickmacher? Nein, so allgemein kann man das nicht fassen, wie eine neue Metastudie aus Kanada zeigt. Dabei wurden im „St. Michael’s“-Krankenhaus in Toronto 30 randomisierte Untersuchungen zum Verzehr von Pasta ausgewertet. Darin waren fast 2.500 Probanden eingeschlossen, die Nudeln anstelle anderer Kohlenhydrate verzehrt haben.

Das überraschende Ergebnis der Metastudie: Der Verzehr von Pasta führte weder zu einer Gewichtszunahme noch zu einem höheren Körperfettanteil. „Die Analyse hat sogar eine leichte Gewichtsabnahme gezeigt“, sagt der Hauptautor der Studie, Dr. John Sivenpiper.

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Es kommt auf den „Glyx“ an

Doch was unterscheidet Nudeln von Reis, Kartoffeln und beispielsweise Weißbrot? Es ist der niedrige glykämische Index (Glyx). Dieser drückt aus, wie stark der Blutzucker ansteigt. Den Referenzwert von 100 liefert reine Glukose. Spaghetti-Nudeln (al dente gekocht) kommen auf einen relativ niedrigen Wert von 45. Das heißt, der Blutzucker steigt langsam an und infolgedessen auch das Insulin, das dafür sorgt, dass die gewonnene Glukose in die Zellen gelangt. Langkornreis hat schon einen Wert von 60, gekochte Kartoffeln und Weißbrot haben hingegen einen Glyx von 85. Pommes und Bratkartoffeln kommen sogar auf den sehr hohen Wert von 95.

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Da Insulin die Fettverbrennung hemmt, sollte man Lebensmittel meiden, die einen hohen Glyx haben und somit eine starke Insulinausschüttung bewirken. Vollkornreis, aber auch Vollkornmehlprodukte haben bereits einen günstigeren Glyx als ihre stärker verarbeiteten Verwandten und liegen bei 40-50.

Die Menge macht’s

Kann man sich nun bedenkenlos den ganzen Tag schön mit Pasta vollstopfen? Natürlich nicht. Obwohl in den ausgewerteten Studien andere Kohlenhydrate durch Nudelgerichte ersetzt wurden, waren es im Schnitt nur 3,3 Portionen Nudeln pro Woche. Eine Portion entspricht dabei lediglich einer halben Tasse gekochter Nudeln, was ziemlich wenig ist.

Und noch ein wichtiges Kriterium gilt es zu beachten: Bei den ausgewerteten Studien haben die Probanden nicht nur Pasta den anderen Kohlenhydraten vorgezogen, sondern grundsätzlich Nahrungsmittel mit einem niedrigen Glyx zu sich genommen.

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Kann man mit Nudeln also tatsächlich abnehmen? Laut der Metastudie offenbar ja, aber nur, wenn sie a) Teil einer Ernährung mit glykämisch niedrigem Index sind, b) andere Kohlenhydrate wie Brot, Reis und Kartoffeln ersetzen und auch c) nur maßvoll, also in kleinen Portionen und nicht zu oft gegessen werden. Das wiederum klingt nicht wirklich nach leckeren Pasta-Partys, sondern eher wieder nach Low-Carb – also einer Ernährung mit geringem Kohlenhydratanteil.