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Kampf gegen Fettleibigkeit

Strafsteuer auf zuckerhaltige Getränke in Großbritannien eingeführt

Ein Glas Cola und daneben reichlich Würfelzucker
Großbritannien erhebt seit dem 6. April 2018 eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke
Foto: Getty Images

Übergewicht ist in den Industriestaaten ein immer größeres Problem. In Großbritannien soll jetzt eine neue Steuer beim Kampf gegen die Pfunde helfen.

Jetzt ist die Strafsteuer auf zuckerhaltige Getränke da!

Bereits im März 2016 kündigte die britische Regierung an, dass sie diese einführen werde – am 6. April 2018 war es jetzt soweit. Die Maßnahme soll dabei helfen den steigenden Problemen mit Fettleibigkeit und Diabetes entgegenzuwirken und war vorab schon lange von Ärzten, Wissenschaftlern und einigen Prominenten wie Star-Koch Jamie Oliver gefordert worden.

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Wie die Steuer funktioniert

Enthält ein Getränk pro 100 Milliliter mehr als fünf Gramm Zucker, muss der Hersteller eine „Strafe“ von 18 Pence (21 Cent/Stand 6. April 2018) pro Liter zahlen. Sind es mehr als acht Gramm Zucker werden sogar 24 Pence (28 Cent) fällig. Reine Fruchtsäfte sind von der Steuer ausgenommen.

Die Einführung zeigt Wirkung, da bereits nach der Ankündigung mehrere Getränkehersteller den Zuckergehalt ihrer Produkte in Großbritannien senken wollten. Darunter unter anderem die Branchenriesen Coca-Cola und Nestlé.

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Durch die neue Steuer werden Einnahmen von knapp 600 Millionen Euro erwartet, welche in Sportprogramme an Grundschulen investiert werden sollen.

Welchen Erfolg hat die Zuckersteuer in anderen Ländern?

In Mexiko gibt es seit 2014 eine ähnliche Steuer und der Verbrauch von zuckerhaltigen Getränken ging im ersten Jahr um zwölf Prozent zurück. In Ungarn wurde durch die Einführung einer Strafabgabe der Zuckergehalt in den betroffenen Getränken um etwa 40 Prozent erreicht.