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US-Studie

Käse und Wein sollen Alzheimer-Risiko verringern

Käse und Rotwein sollen Alzheimer-Risiko senken können
Ein leckeres Stück Käse und ein Gläschen Rotwein können das Alzheimer-Risiko senken. Zu dieser Erkenntnis kommt eine neue Studie. Foto: Getty Images

Alkohol und kalorienreiche Lebensmittel schaden dem Körper? Nicht unbedingt, wie US-Forscher herausgefunden haben wollen. Einige vermeintlich sündige Leckereien können demnach positive Effekte auf die Gesundheit haben. So soll der Genuss von Rotwein und Käse bei älteren Menschen sogar das Alzheimer-Risiko senken.

Ob ein Gläschen (Glüh-)Wein oder ein festliches Weihnachtsmenü – im Advent lassen es sich die meisten Menschen kulinarisch gut gehen. Das schlechte Gewissen folgt dann meistens gleich im Januar. Forscher der Iowa State University haben nun ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für Liebhaber des guten Essens. Sie wollen herausgefunden haben, dass Wein, Käse und Lammfleisch die kognitiven Fähigkeiten im Alter verbessern und sogar vor Alzheimer schützen können.

So kam die Studie zustande

Die US-Wissenschaftler untersuchten für ihre Studie das Essverhalten von 1787 britischen Probanden im Alter von 46 bis 77 Jahren aus der UK Biobank. Diese Datenbank enthält detaillierte gesundheitliche und biomedizinische Informationen von rund einer halben Million Freiwilliger aus dem Vereinigten Königreich. Wissenschaftler weltweit nutzen die Biobank für ihre Forschungen zu verschiedenen Krankheiten. Die Teilnehmer mussten innerhalb mehrerer Jahre dreimal Fragen zu ihrem Lebensmittel- und Alkoholkonsum beantworten, beispielsweise wie oft sie frisches Obst, Trockenfrüchte, fettigen Fisch, Rotwein, Weißwein, Tee, Kaffee oder Müsli zu sich nehmen.

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Käse, Wein, Salz und Lammfleisch haben Einfluss auf die geistige Leistung

Nach gezielter Untersuchung der Daten kamen die Forscher zu dem Schluss, dass besonders vier Nahrungsmittel Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten haben könnten. Käse erwies sich mit Abstand als der beste kulinarische Schutz vor geistigem Abbau. Auch der tägliche Konsum von Rotwein und der wöchentliche Genuss von Lammfleisch zeigten kognitive Verbesserungen. Salz erwies sich hingegen als schlechter Einfluss. Menschen mit hohem Risiko, an Alzheimer zu erkranken, sollten demnach einen hohen Salzkonsum vermeiden.

Einige Menschen seien besser vor den Effekten von Alzheimer geschützt, während andere ein höheres Risiko hätten, das hänge von genetischen Faktoren ab, wird der neurowissenschaftliche Doktorand Brandon Klinedinst, einer der Autoren der Studie, bei NeuroscienceNews.com zitiert. Er wagt sogar folgende These: „Ich glaube, dass die richtigen Lebensmittelentscheidungen Alzheimer und kognitiven Abbau komplett verhindern können.“

Alles Käse? Forscher warnen vor vorschnellen Rückschlüssen

Dennoch sollte die Adventszeit nicht mit von fettem Käse und ein paar Flaschen Wein dominiert werden. Laut Dr. Auriel Willette, Leiter der Studie, sei in der Studie zwar die Ernährung von Besserverdienern berücksichtigt worden, es bedürfe allerdings weiterer randomisierter klinischer Studien, um zu ermitteln, ob einfache Veränderungen in unserer Ernährung unsere Gehirne signifikant unterstützen könnten.

Dem ein oder anderen Stückchen Käse und einem gelegentlichen Gläschen Wein während der Feiertage sollte jedoch nichts im Weg stehen – im besten Fall ist es ein aktiver Kampf gegen Alzheimer.

Hinweis: Alkohol erfordert einen verantwortungsvollen Umgang. Alkoholkonsum kann die Gesundheit gefährden und abhängig machen. Nehmen Sie nicht am Straßenverkehr teil, wenn Sie Alkohol getrunken haben und beachten Sie die Vorschriften zum Jugendschutz. Tipps zum verantwortlichen Umgang mit Alkohol finden Sie hier.