Gesundheitspartner
von FITBOOK

In 70 Tagen zum Muskelpaket?

Woche 7: Trainingsenttäuschung wegen eines Blutwerts?

Transformations-Experiment: Fotos von Protagonist Chris VORHER (links) und nach Woche 7
An einigen Muskelpartien wie den Armen konnte Chris an Muskelmasse zulegen. Leider ist auch der Bauchumfang um vier Zentimeter gestiegen, was für eine erhöhte Fetteinlagerung spricht.
Foto: FITBOOK

Das „10 Wochenprogramm“ von Julian Zietlow verspricht dicke Muckis in Rekordzeit. Chris (31) testet das Programm für FITBOOK. In Woche 7 kommt „endlich“ frischer Wind in den Trainingsplan. Außerdem erfahren wir, warum sich bei Chris bisher wenig getan haben könnte: Die neuen Blutwerte sind nämlich da.

Eine neue Woche und endlich ein neuer Trainingsplan für Chris! „Nach dem ersten Überfliegen dachte ich am Montag erstmal: Dann lassen wir es heute – alter Schwede, jetzt zieht es richtig an!“ Was ist anders? Die Zusammenstellung der Übungen hat sich geändert, außerdem sind die Wiederholungsraten gesunken: Chris soll seine Kurzhanteln mit so viel Gewicht bestücken, dass er die fünfte (und letzte) Wiederholung „gerade so schafft“. Davon dann allerdings fünf, nicht wie vorher vier Sätze.

Das ist neu beim Pull-Training

Das erste Pull-Training hat es in sich: beidarmiges Rudern für Rücken- und Schulterpartie, Scottcurls für den Bizeps mit 17,5 Kilo pro Seite. Danach gab’s – ganz neu – einarmige Curls für die Unterarme mit 7,5 Kilo Gewicht. „Das war schlimm“, erinnert sich Chris. Schlimmer war allerdings, dass es noch nicht vorbei war: Jetzt war der Bauch dran: Klappmesser, Around The World Crunches und Russian Twists. Beim dritten und letzten Satz bricht Chris nach der Hälfte völlig erschöpft ab.

Transformations-Experiment: Fotos von Protagonist Chris VORHER (links) und nach Woche 7

Bei der Oberarmmuskulatur konnte Chris die größten Erfolge verzeichnen. Der Arm wirkt nicht nur deutlich kräftiger, sondern Chris konnte seinen Armumfang innerhalb der sieben Wochen tatsächlich um drei Zentimeter vergrößern.
Foto: FITBOOK

Auch interessant: Wie wichtig ist Muskelversagen für den Muskelaufbau 

Die Kombination aus Pull und Bauch in einem Workout ist vom Trainingsplan so vorgesehen. Chris ist kein Fan davon. „Das ist abartig. Nach den Ruder- und Armübungen bin ich so platt, dass ich kein vernünftiges Kraftniveau mehr für die Bauchübungen habe. Ich würde sie lieber am Beintag machen.“

Nach 7 Wochen konnte Chris seinen Oberarmumfang um drei Zentimeter - sein größter Erfolg. Bei der Rückenmuskulatur sieht man dafür kaum Unterschiede.

Von vorne fallen auch nach sieben Wochen kaum optische Unterschiede auf. Der Brustumfang hat zum Beispiel nur um einen Zentimeter zugenommen.
Foto: FITBOOK

Das ist neu beim Push-Training

Was sich am Push-Day geändert hat: Auch hier wird jetzt in 5 Sätzen à 5 Wiederholungen gearbeitet. Beim Schrägbankdrücken steigert sich Chris auf 15 Kilo pro Seite. Nicht geschafft hat Chris die Negativ-Liegestütze: „Sofort abgebrochen und normale Liegestütze gemacht. Immerhin: Vor dem Programm habe ich zehn geschafft, jetzt sind’s 30. Meine neue Hass-Übung sind allerdings Liegestütze mit Armheben.“

Transformations-Experiment: Fotos von Protagonist Chris VORHER (links) und nach Woche 7

Nach 7 Wochen konnte Chris seinen Oberarmumfang um drei Zentimeter ausbauen – sein größter Erfolg. Bei der Rückenmuskulatur sieht man dafür kaum Unterschiede.
Foto: FITBOOK

Auch interessant: Wie gefährlich ist eigentlich Muskelkater?

Neue Blutwerte sind da

Testosteronwert auffällig niedrig

Beim Testosteron liegt Chris mit 3,67 Nanogramm/Milliliter im unteren Normalbereich, der laut dem Urologen Prof. Siegmund Pomer bei 3-10 Nanogramm/Milliliter liegt. Unserem Experten Dr. Michael Despeghel zufolge ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der Grund, warum Chris in den zurückliegenden Wochen in Sachen Body-Transformation hinter den eigenen Erwartungen geblieben ist: „Er ist katabol, müsste aber anabol sein. Um Muskulatur aufzubauen, bräuchte er einen Wert von 6.“ Um auszusehen wie Arnold Schwarzenegger, müsste der Wert sogar noch deutlich höher sein…

Auch interessant: Löst Testosteron-Mangel schwere Krankheiten aus? 

Aber warum ist der Wert so niedrig? Müsste er durch das anstrengende Training nicht steigen? Ein niedriger Testosteronwert kann viele Ursachen haben: Genetik, Krankheiten, Nährstoffmangel – laut Despeghel sind aber auch „zu intensives Training und mangelnde Erholung“ Faktoren, die den Wert drücken können. Despeghel weiter: „Ich vermute, dass sich der Trainings- und Ernährungsstress bei Chris auf das Testo auswirken.“

Dennoch rät Prof. Pomer eindeutig davon ab, Chris auf künstlichem Wege Testosteron zuzuführen. „Eine Substitution ist aus medizinischer Sicht nicht zu empfehlen, solange der Normalbereich nicht unterschritten wird. Außerdem würde das gleichzeitig zu einem Abfall der körpereigenen Testosteronproduktion führen.“ Und Chris ist mit seinem Wert bei Weitem nicht alleine. Prof. Pomer schätzt, dass rund 20 Prozent der Bevölkerung in Chris‘ Alterklasse einen ähnlich niedrigen Testosteronwert aufweisen.

Zuckerwert angestiegen

Der Zuckerwert ist seit Programmstart von 90 auf 101 Milligramm/Deziliter angestiegen und befindet sich aktuell im oberen Normalbereich. Laut Despeghel ist der Wert aber aus gesundheitlicher Sicht schon ein wenig zu hoch: „Wenn man sich die Kalorienmenge anschaut, die Chris jeden Tag zu sich nimmt, ist das keine Überraschung.“ Der erhöhte Zucker habe zwar keine direkten Auswirkungen, sollte aber nicht auf Dauer auf diesem Level sein. „Ab einem Wert von 106 müssten man sehen, ob eine Zuckererkrankung vorliegt.“

Auch interessant: Machen Kohlenhydrate am Abend dick?

Fettstoffwechsel unverändert

Beim Fettstoffwechsel gibt’s keine Veränderung seit Programmbeginn: „Chris’ HDL-Wert (gutes Cholesterin) ist nach sieben Wochen genauso schlecht wie vorher. Daran sieht man ganz deutlich, dass er früher nicht trainiert hat.“ Keine Auswirkungen hat das Programm offenbar auf Nierenfunktion, Blutsenkung und den Urinstatus: „Alles unverändert in Ordnung.“ Andere Indikatoren des Fettstoffwechsels haben sich hingegen minimal verbessert (Gesamtcholesterin, Triglyceride, LDL).

Auch interessant: Warum man den Cholesterinspiegel testen lassen sollte

Positive Effekte bei Harnsäure und Eiweiß im Urin

Gesundheitlich betrachtet hat das Programm aber auch positive Effekte: Der Harnsäurewert, der vorher schlecht war, liegt jetzt im Normbereich. Außerdem verbessert hat sich der Eiweißstatus im Urin. Der war vorher positiv, ist jetzt negativ, was gute Nachrichten sind: „ein Hinweis darauf, dass Chris weniger Protein zu sich genommen hat als noch zu Beginn des Programms.“

Auch interessant: Wie viele Eier pro Woche sind gesund?

Woche 7 in Zahlen

In Klammern die Veränderung zur Vorwoche:

Gewicht: 86 Kilogramm (+1,7)
Körperfettanteil: 15 Prozent (+2)
Oberarmumfang: 36 Zentimeter (+2)
Brustumfang: 103 Zentimeter (+0,5)
Bauchumfang: 94 Zentimeter (unverändert)
Oberschenkelumfang: 60 Zentimeter (unverändert)

Auch interessant: In 70 Tagen zum Muskelpaket – FITBOOK startet Experiment

Auch interessant: Woche 1 – Eine unangenehme Überraschung

Auch interessant: Woche 2 – Erste sichtbare Erfolge und weniger Muskelkater

Auch interessant: Woche 3 – „Die Bauchübungen machen mich fertig!“

Auch interessant: Woche 4 – Chris im Stimmungstief und erste Blutergebnisse

Auch interessant: Woche 5 – Halbzeit! Was hat das Programm bisher gebracht?

Auch interessant: Woche 6 – „Ich hatte höhere Erwartungen!“

Nach 7 Wochen konnte Chris seinen Oberarmumfang um drei Zentimeter - sein größter Erfolg. Bei der Rückenmuskulatur sieht man dafür kaum Unterschiede.

Trotz nicht angespannter Muskulatur fällt auf, dass Chris seine Nackenmuskulatur verbessern konnte. Bei der mittleren Rückenmuskulatur sieht man hingegen kaum Unterschiede.
Foto: FITBOOK

Kurz-Zusammenfassung Woche 7

  • Neuer Trainingsplan – endlich Abwechslung für Chris!
  • Die Blutergebnisse bringen einen niedrigen Testosteronwert zu Tage – vielleicht der Grund, warum Chris bisher kaum eine Transformation hingelegt hat?
  • Positive Wirkung auf Harnsäure und Eiweiß im Urin
  • Negative Wirkung auf Zuckerwert
  • Fettstoffwechsel unverändert schlecht

Anzeige: Fit für den Sommer-Tipps gibt es auf dem Aktiv.Blog von ERDINGER Alkoholfrei