Die Filmgeschichte ist voll mit legendären Prügeleien und Stars wie Jackie Chan (72) oder Bruce Lee (†32) sind dank ihrer außergewöhnlichen physischen Talente zu globalen Ikonen geworden. Einer, der aktuell für reichlich blaue Flecken im Kino sorgt, ist der Indonesier Joe Taslim (44). Seit nunmehr 15 Jahren schlägt und tritt er vor der Kamera, in Blockbustern wie „Fast & Furious 6“ oder „Mortal Kombat“ – ganz zu schweigen von dem modernen Klassiker „The Raid“. Im Zuge des Kinostarts seines neuen Films „The Furious“ verriet Taslim FITBOOK, wie er den körperlichen Strapazen am Set standhält.
Joe Taslim (vorn) in „The Furious“ Foto: „The Furious“: 2025 EDKO FILMS LIMITED
Joe Taslims Knie sind schon lange Schrott
Bevor Joe Taslim seine Filmkarriere begann, war er ein erfolgreicher Judoka. Unter anderem gewann er bei internationalen Turnieren mehrere Gold-, Silber- und Bronzemedaillen, ehe er überhaupt einen Fuß auf ein Filmset setzte. Doch die vielen Kämpfe forderten ihren Tribut. Er habe seit ungefähr zehn Jahren kaputte Knie, wie er im Interview verriet.
Sogar sein Orthopäde legte ihm deshalb nahe, die Karriere an den Nagel zu hängen: „Was du da tust, ist zu gefährlich. Dein Kreuzband ist nur noch halb intakt, dein Meniskus ist extrem dünn und dein Knieaußenband ist beschädigt. Und zwar in beiden Knien, nicht nur in einem“, habe er ihm gesagt.
Doch Taslim gibt nicht auf und weiß, worauf es ankommt: „Ich kenne meinen Körper“, sagte er. Zwar könne er nicht mehr an einem Judo-Wettkampf teilnehmen. „Aber Kampfszenen sind kontrolliert. Und weil ich meinen Zustand kenne, benutze ich spezielle Kniebandagen – meistens aus Deutschland. Ich habe wirklich intensiv nach bestimmten Kniebandagen gesucht, die meine Knie richtig stabilisieren, und ich habe ein paar gute gefunden, die ich inzwischen ständig benutze.“
Ohne könne er keine Actionfilme mehr drehen. In einem Interview mit „TV Spielfilm“ von 2021 zu „Mortal Kombat“ erzählte er zusätzlich, dass ihm sein Arzt empfohlen habe, immer seine Schenkel zu trainieren. Das würde die Belastung auf die Knie verringern. „Bevor ich also ein neues Projekt anfange, trainiere ich wie ein Verrückter meine Schenkel, damit sie meine Knie unterstützen“, erklärte er.
Zu guter Letzt legt Taslim ein besonderes Augenmerk auf die Kampfchoreografien zum jeweiligen Projekt. Wenn er etwa eine heikle Stelle ausmacht, bespricht er sich mit dem Team und baut Veränderungen im Bewegungsablauf ein, um Verletzungen zu vermeiden. „Diese Stelle ist sehr gefährlich für mein Knie, ich muss mich hier ein wenig nach links bewegen“, kann es dann zum Beispiel in den Vorbereitungen heißen.
Wie gut Joe Taslims Knie noch funktionieren, können Interessierte aktuell im Kino sehen. Seit dem 18. Juni 2026 läuft „The Furious“ in Deutschland auf den Leinwänden.
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