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Tai-Chi – Kampfkunst für inneren Ausgleich

Junge Frau macht Tai-Chi in Berlin
Die sanfte chinesische Kampfkunst Tai-Chi wird in westlichen Ländern immer populärer, denn die gesundheitlichen Aspekte haben sich rumgesprochen
Foto: Getty Images

Beim Kampfsport denkt man automatisch an Kraft, Schweiß und Körperkontakt – geht es doch darum, sich im Zweikampf zu behaupten. Anders ist es bei Kampfkünsten wie Tai-Chi. Hier geht es um die Balance zwischen Körper und Seele. FITBOOK erklärt, was Tai-Chi so gesund macht, dass es sogar Krankenkassen bezuschussen.

Obwohl die Bezeichnung Tai-Chi am geläufigsten ist, heißt die chinesische Kampfkunst eigentlich Taijiquan – auch Tai-Chi Chuan geschrieben. Der Ursprung ist nicht ganz eindeutlich geklärt und wird beim daoistischen Mönch Zhang Sanfeng vermutet, der zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert im damaligen chinesischen Kaiserreich gelebt haben soll. Er gilt als Begründer der sogenannten inneren Kampfkünste. Laut einer Legende hat Zhang Sanfeng in den Wudang-Bergen den ursprünglichen Kampfstil Neijiaquan entwickelt. Seine Inspiration soll wohl der Kampf zwischen einer Schlange und einem Kranich gewesen sein, wobei die Schlange ihrem Gegner so lange auswich, bis dieser vor lauter Erschöpfung aufgeben musste. Er wurde also nicht mit Gewalt bezwungen, sondern indem seine Kraft gegen ihn selbst verwendet wurde.

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Ob diese Geschichte nun wahr ist oder nicht, sie sagt einiges über den Geist von Tai-Chi aus, denn das chinesische Schattenboxen ist eine sanfte Art der Kampfkunst, die sich im Laufe der Jahrhunderte immer mehr zu einer Bewegungslehre ohne den ursprünglichen Kampfaspekt entwickelte. So hat wohl jeder von uns die Bilder älterer Chinesen vor Augen, die in den Morgenstunden ihre akribisch choreografierten Tai-Chi-Übungen mit meditativer Ruhe absolvieren.

Viele Tai-Chi-Stile – ein Prinzip

Etwa Mitte des 20. Jahrhunderts nach der Machtübernahme durch die Kommunisten in China haben viele Tai-Chi-Meister das Land verlassen und angefangen, ihre Kunst in westlichen Ländern zu praktizieren und zu lehren. Es entstanden viele unterschiedliche Stile der Kampfkunst, die entweder mehr der Tradition oder mehr einer modernen Interpretation folgen.

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Männergruppe macht Tai-Chi in Schanghai

In China gilt Tai-Chi als Volkssport und ist vor allem bei älteren Menschen sehr beliebt
Foto: Getty Images

Balance zwischen Körper und Seele

Neben der genauen Choreografie kommt es auch auf die langsame Ausführung der Bilder an. Das führt dazu, dass man sich stärker auf seinen Körper und die Atmung fokussiert und so für innere Ausgeglichenheit sorgt. Die geschmeidigen Bewegungsabläufe führen wiederum dazu, dass die Muskulatur entspannt und man seine Körperhaltung sowie Beweglichkeit verbessert.

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Das Ziel von Tai-Chi ist die Herstellung der Balance zwischen Körper und Seele, was sich letztendlich positiv auf die Gesundheit und die Lebensenergie auswirkt. Und das Beste: hier gibt es wirklich keine Altersbeschränkung – ganz im Gegenteil. Tai-Chi eignet sich insbesondere für Menschen im höheren Alter, um den Bewegungsapparat in Schwung zu halten. Jüngere können wiederum lernen, besser zu entspannen und den Alltagsstress abzubauen.

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Man sollte aber vorher mit seiner Krankenkasse abklären, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und ob der gewünschte Kurs sich dafür qualifiziert. Zudem können die Kassen dabei helfen, den richtigen Kurs zu finden.

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