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Ideale Tageszeit für Sport, um die Herzgesundheit zu fördern

Studie

Die ideale Tageszeit für den Sport, um die Herzgesundheit zu fördern

Frau joggt am Morgen
Morgens, mittags, abends? Wann ist Bewegung am förderlichsten für das Herz?Foto: Getty Images

Regelmäßiger Sport kann dabei helfen, Herzerkrankungen vorzubeugen und manchmal sogar vorhandene lindern. Doch zu welcher Zeit sind Ausdauer- und Krafttraining für die Herzgesundheit besonders förderlich? Dieser Frage ist ein Team von Kardiologen im Rahmen einer Nachbeobachtungsstudie auf den Grund gegangen. FITBOOK fasst die wichtigsten Informationen und Ergebnisse daraus zusammen.

„Es ist allgemein bekannt, dass Bewegung gut für die Herzgesundheit ist“, führt Studienautorin Gali Albalak in einer Pressemitteilung der European Society of Cardiology an.1 Und so empfiehlt auch die Deutsche Herzstiftung, an mindestens fünf Tagen der Woche für jeweils rund 30 Minuten Ausdauersport zu treiben. Selbst Herzkranke sollen sich demnach regelmäßig bewegen, um ihre Herzfunktion zu verbessern. Doch wann genau ist Sport beziehungsweise Aktivität im Sinne der Herzgesundheit besonders effektiv, also zu welcher Tageszeit sollte man am besten schwitzen? Das hat Albalaks Team vom niederländischen Leiden University Medical Centre in einer Studie herausgefunden.2

Sport ist morgens am effektivsten für die Herzgesundheit

Ablauf der Studie

Für ihre Untersuchung griffen die Forscher auf Daten von 86.657 Frauen und Männern im Alter von 42 bis 78 Jahren aus der UK Biobank zurück. Die Probanden hatten zum Zeitpunkt der Aufnahme in die Langzeitbeobachtungsstudie an sieben aufeinanderfolgenden Tagen einen Aktivitätstracker am Handgelenk getragen. Keiner von ihnen litt damals an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Um zu ermitteln, ob sich dieser Zustand verändert hatte – und wie sich darauf etwaige sportliche Betätigungen ausgewirkt hatte –, fassten die Forscher nach und analysierten die Gesundheitsdaten.

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Erkenntnisse

2911 Teilnehmer hatten in den sechs bis acht Jahren nach Studienbeginn eine koronare Herzkrankheit entwickelt und 796 von ihnen einen Schlaganfall erlitten. Bei den restlichen Probanden – also denjenigen, die sich weiterhin guter Herzgesundheit erfreuten – zeigten die Daten die höchsten Aktivitätswerte in den Morgenstunden zwischen 8 und 11 Uhr. Daraus zogen die Studienverantwortlichen die Zwischenerkenntnis, dass Training am Morgen mit dem geringsten Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle verbunden ist.

Zweiter Analyse-Teil stützt die Zwischenergebnisse

In einer zweiten Analyse teilten die Forscher die Probanden auf Basis derer Aktivitätszeiten in vier Gruppen auf. Gruppe eins – die Referenzgruppe – umfasste diejenigen, die zumeist mittags Sport trieben. In Gruppe zwei waren die Frauen und Männer, die früh am Morgen (gegen 8 Uhr) trainierten. Die dritte Gruppe war laut der Daten am Vormittag (gegen ca. 10 Uhr) besonders aktiv und die vierte abends ab etwa 19 Uhr.

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Besondere Auffälligkeit bei den Frauen

Es zeigte sich: Die Probanden, die sich am frühen Morgen oder Vormittag viel bewegten, hatten im Vergleich zur Mittags-Referenzgruppe ein um 11 bzw. 16 Prozent verringertes Risiko für die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit. Weiterhin sei das Schlaganfallrisiko bei der Vormittagsgruppe um 17 Prozent niedriger gewesen. In einer anschließenden, nach Geschlechtern aufgeteilten, Untersuchung bestätigte sich die Beobachtung vor allem bei den weiblichen Probanden. Demnach konnten Frauen, die am Morgen oder Vormittag am aktivsten waren, ihr Risiko für Herzerkrankungen um bis zu 24 Prozent reduzieren und das für einen Schlaganfall um immerhin 35 Prozent.

Auch interessant: Sport am Abend wirkt sich laut Studie positiv auf den Blutzuckerspiegel aus

Studienautorin Albalaks spricht von „konsistenten“ Ergebnissen – unabhängig von der Gesamtmenge der täglichen Aktivität und davon, als welcher Chronotyp (Lerche oder Eule) sich die Teilnehmer selbst bezeichnet hatten. Warum die Assoziationen bei Frauen so besonders ausgeprägt waren, lasse sich bislang nicht erklären. Doch auch wenn die Ergebnisse bereits deutliche Hinweise gäben, sei es noch zu früh, eine allgemeingültige Empfehlung auszusprechen. Weiterführende Untersuchungen seien geplant.

Quellen

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