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Viele Sportler schwören drauf

Ist Kreuzheben ohne Schuhe effektiver?

Mann im Kraftraum
Einige Kraftsportler sind beim Training am liebsten barfuß. Ob das eine gute Idee ist?
Foto: Getty Images

Beim Kreuzheben und auch einigen weiteren Kraftübungen sind viele Sportler am liebsten barfuß. Welche Vorteile das haben soll – und was Experten dazu sagen? FITBOOK klärt auf.

Kniebeugen, Kreuzheben und Co. sollen ohne Schuhe effektiver sein. Auch Pumper-Legende Arnold Schwarzenegger (71) glaubte in seiner aktiven Zeit als Bodybuilder angeblich, dass durch direkten Bodenkontakt die bestmögliche Stabilität erreicht wird.

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Arnold Schwarzenegger

1976 studierte Arnold Schwarzenegger BWL und war hauptberuflich Bodybuilder – am liebsten barfuß
Foto: Getty Images

Das sagt der Experte

Artur Kantarev ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik der Deutschen Sporthochschule in Köln. Wie er im Gespräch mit FITBOOK erklärt, könne man das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.

Mann beim Kreuzheben

Beim Kreuzheben lastet viel Gewicht auf den Füßen. Ohne gute Unterstützung kann das gesundheitliche Folgen haben, erklärt uns der Experte.
Foto: Getty Images

»Viele nutzen die falschen Schuhe

„Beim Kreuzheben und bei der Kniebeuge wird die gesamte Kraft über die Füße auf den Boden übertragen“, sagt uns Kantarev, der auch als Personal Trainer in den Bereichen Kraft, Athletik und Mobility arbeitet, „daher möchte man einen möglichst stabilen und direkten Kontakt zu eben diesem haben.“ Diesen erreiche man entweder mit Schuhen mit einer festen Sohle – oder tatsächlich barfuß.

So geht Kreuzheben mit der Langhantel

Risiken durch das falsche Fußbett

Wer die falschen Schuhe (da weiche Sohlen) beim Krafttraining mit hohen Lasten trägt, riskiere ungünstige Bewegungen – beispielsweise Einwärts- oder Auswärts-Drehungen mit dem Fuß. Diese würden das Sprunggelenk verletzungsanfälliger machen. Ebenso könne man in eine X-Bein-Stellung kommen, also das Knie nach innen einbrechen lassen, und diese dadurch geschädigt werden.

Auch interessant: Sind Kniebeugen eigentlich schädlich für die Gelenke?

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Beim Kreuzheben können Schuhe einiges bringen

Wie auf verschiedenen Portalen kritisiert wird, haben manche Sportschuhe an der Ferse eine Erhöhung, die beim Kreuzheben und bei Kniebeugen den Oberkörper in eine ungünstige Vorlage zwingen könne. Hier räumt Kantarev ein, dass ein möglichst flacher Stand – beim Kreuzheben! – tatsächlich besser sei. Bei Kniebeugen hingegen könne eine Erhöhung im hinteren Fußbereich sogar sinnvoll sein. Dadurch hätte man es leichter, mit dem Oberkörper eine aufrechte Haltung einzunehmen und könne selbst eventuelle Beweglichkeitsstörungen im Sprunggelenk kompensieren, um beispielsweise tiefer in die Beuge gehen zu können. Allen, die diesen Effekt nutzen wollen, empfiehlt er spezielle Gewichtheberschuhe mit einer sehr festen Sohle.

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Fazit

Trainings-Tipp für die Füße

Probieren Sie die Fuß-Krake. Dafür einfach mit den Füßen nach Gegenständen greifen, beispielsweise nach Bällen, und sie an einer anderen Stelle wieder absetzen.

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