In gewissen Situationen kommt es wohl besonders darauf an, dass die Armmuskeln prall aussehen. FITBOOK erklärt, was hinter dem Phänomen Disko-Muskeln steckt Foto: Getty Images
Schon einmal von Disko-Muskeln gehört? Das sind klassischerweise Bizeps und Trizeps, die Männer beim Ausgehen gerne von ihrer üppigsten Seite zeigen. Um die Arme optisch aufzupumpen, werden vor dem Diskobesuch noch ein paar Kraftübungen eingelegt. FITBOOK fragte einen Experten, wie effektiv diese Routine wirklich ist.
Sie könnten ja eigentlich auch Rendezvous- oder Strand-Muskeln heißen. Besser bekannt sind pralle Oberarme, wie sie von Männer gerne zu besonderen Anlässen exponiert werden, aber als Disko-Muskeln. Ein paar Sätze Liegestütze sollen genügen, um den Stellen am Männerkörper, die Betrachter/innen besonders in Wallungen bringen sollen – Bizeps und Tripezs – zu auffälligen Dimensionen zu verhelfen. Stimmt das?
Diplom-Sportwissenschaftler Felix Klemme war es in jüngeren Jahren und zu Beginn seiner Arbeit als Personal Coach selbst wichtig, beim Ausgehen besonders durchtrainiert auszusehen. Entsprechend betrachtet er es mit einem wohlwollenden Augenzwinkern, wenn Pumper vor dem Ausgehen noch etwas für ihre Muckis tun. „Den meisten Jungs ist daran gelegen, speziell die Oberarme zu betonen. Sie machen zu diesem Zweck meist Bizeps-Curls oder Hammer-Curls.“ Liegestütze seien – entgegen der verbreiteten Meinung – für die Entstehung von Disko-Muskeln kaum geeignet, Klemme würde vielmehr Klimmzüge empfehlen. „Dabei führt man wesentlich komplexere Bewegungen aus, die mehrere Muskelpartien trainieren, unter anderem auch die Schultern.“ Fakt jedenfalls ist: So lange die Basismuskulatur besteht, lässt sich der Oberarmumfang durch gezieltes Training optisch vergrößern.
Bevor Sie sich jetzt an die Stange hängen, um heute Abend im Club eine gute Figur zu machen – ganz so einfach ist es dann doch nicht. Wer wirklich einen Effekt erzielen will, müsste eine ausgiebigere Trainingseinheit einschieben. Wie Klemme berichtet, erklärt sich der Pump-Effekt auf die Muskeln mit einer verstärkten Blutkonzentration durch das Krafttraining, dadurch schwellen sie an. Aber: nur kurz. „Disko-Muskeln halten gerade einmal zwischen zehn und 30 Minuten. Wenn man erst im Club angekommen ist, sieht man schon nichts mehr davon.“
Eine Möglichkeit wäre natürlich, jede halbe Stunde um die Ecke zu flitzen, um nachzupumpen – aber auch eine ziemlich anstrengende Vorstellung. Besser, man(n) genießt die Nacht und trainiert dafür bei anderer Gelegenheit regelmäßiger. Dann sehen die Muskeln auch ganz ohne „Disko-“ bald richtig gut aus!
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