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Kapstachelbeere

Wann darf man Physalis nicht essen?

Physalis sieht der giftigen Lampionblume sehr ähnlich und zu viel essen ist giftig.
Physalis ist überaus gesund – doch woran erkennt man eigentlich, dass sie dem Körper nicht mehr guttut? Foto: Getty Images/Connect Images
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24. Dezember 2025, 8:01 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Sie leuchtet orange wie eine Warnweste, schmeckt fein säuerlich und ist mit der Tomate verwandt. So harmlos sie wirkt, ist bei der Physalis jedoch nicht alles essbar. Aber ab wann sollte man selbst gewarnt sein und die Frucht samt Hülle besser in den Mülleimer wandern lassen?

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Statt Mund – Mülleimer!

Worauf muss man bei der Frucht achten? Wenn anstelle von leuchtendem Orange sich die Frucht grün zeigt. In diesem Fall heißt es: Finger weg! Unreife Andenbeeren können nämlich geringe Mengen des Alkaloids Solanin enthalten und damit leicht giftig sein. Das gilt übrigens auch für andere Nachtschattengewächse wie Kartoffeln oder Tomaten. Aber keine Sorge, um überhaupt erste Symptome zu spüren, müssten Sie kiloweise unreife Beeren essen.

Trotzdem bringt es nichts, die Früchte noch ein paar Tage liegenzulassen, denn sie reifen nach der Ernte nicht mehr nach. Einmal grün gepflückt, bleiben sie grün. Haben Sie die Pflanzen im Garten und hängen die Beeren beim ersten Frost noch unreif am Strauch, sollten Sie sie frostfrei überwintern lassen – am Ast reifen sie im Frühjahr problemlos weiter.

Stängel und Lampion entfernen

Man könnte annehmen, es sei wie bei Kiwis: Die Schale muss man nicht essen, kann es aber. Bei der Physalis gilt jedoch das Gegenteil. Alles, was nicht die eigentliche Beere ist, sollte konsequent entfernt werden. Die dekorative Lampionhülle, die Stiele, die Wurzel und sogar die Blätter wandern in den Mülleimer, denn sie enthalten weitere natürliche Giftstoffe und sind nicht zum Verzehr geeignet.

Auch interessant: Was Holunderbeeren so gesund macht – und warum man sie nicht roh essen sollte

Ungefährlich – die Wachsschicht

Die wachsartige Schicht, die die Frucht umgibt, ist völlig unbedenklich essbar. Wer sie trotzdem störend findet, kann sie einfach unter Wasser abspülen – das entfernt nebenbei auch mögliche Pestizide und macht die Physalis etwas milder, denn manche empfinden die Schicht als leicht bitter. Vor dem Lagern sollte man die Beeren jedoch nicht waschen, denn genau dafür ist die Wachsschicht da: Sie schützt die Physalis davor, zu verschimmeln.

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Schimmel verhindern

Apropos Schimmel: Die Beeren sind mehrere Wochen haltbar, sowohl bei Raumtemperatur als auch im Kühlschrank. Wichtig ist lediglich, dass sie dort nicht feucht werden, denn Nässe begünstigt Schimmelbildung. Sollte dennoch einmal eine Beere verderben, lässt sie sich problemlos aussortieren. Der Schimmel breitet sich bei Physalis in der Regel nicht sofort auf die übrigen Früchte aus.

Vorsicht, giftig!

Die Lampionblume sieht der essbaren Physalis zwar zum Verwechseln ähnlich, doch wenn Ihnen hier in Deutschland eine der beiden in freier Wildbahn begegnet, ist es nahezu immer die giftige Blasenkirsche. Ihr Pflanzensaft kann schon bei Hautkontakt Reizungen auslösen, und die klebrige Wachsschicht der Beeren führt bei manchen Menschen zu allergischen Reaktionen.

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