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Milchfett wie Butter hat positiven Einfluss auf Gesundheit

Enthalten Gesunde Fettsäure

Butter und andere Milchfette haben positiven Einfluss auf Gesundheit

Laut Forschern enthalten Butter und fette Milchprodukte eine essenzielle Fettsäure, die unsere Gesundheit fördert
Laut Forschern enthalten Butter und fette Milchprodukte eine essenzielle Fettsäure, die unsere Gesundheit fördert.Foto: Getty Images

Viele Ernährungsmythen halten sich hartnäckig und verteufeln seit Jahren völlig zu Unrecht bestimmte Lebensmittel. Butter ist solch ein Kandidat. Doch immer mehr Studien beweisen das Gegenteil. Nun hat man belegt, dass Butter und Milchfett viel gesünder sind als gedacht, weil sie die essenzielle Fettsäure C15:0 enthalten.

Es war die ewige Ernährungsfrage: Ist Butter oder Margarine gesünder? Meist hat die Butter schnell den Kürzeren gezogen, weil sie gesättigte Fettsäuren enthält. Denn lange ging man davon aus, dass diese das schlechte Cholesterin im Körper (LDL-C) erhöhen. Aber mittlerweile haben Langzeitstudien gezeigt, dass von gesättigten Fettsäuren keine erhöhte Gefahr für das Herz-Kreislauf-System ausgeht.1,2 Zudem spielt es eine wichtige Rolle, um welche gesättigten Fette es sich handelt und woher sie stammen. So wurde in Butter bzw. Milchfett die essenzielle Fettsäure C15:0 identifiziert, die vielfältige positive Effekte auf die Gesundheit haben soll.

Trotz gesättigter Fettsäuren sind Butter und Milchfett gesund

Räumen wir als Erstes mit den Vorurteilen auf: Butter und Milchfett begünstigen weder das Risiko für Fettleibigkeit, noch die Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dies hat eine große Studienanalyse bereits im Jahr 2013 ergeben.3 In 11 von 16 der ausgewerteten Untersuchungen hatte ein hoher Milchfettkonsum sogar einen positiven Effekt auf das Körpergewicht. Ein negativer Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen konnte nicht festgestellt werden. Warum aber Milchfett trotz vieler gesättigter Fettsäuren offenbar einen positiven Einfluss auf das Gewicht hat, konnte nicht erklärt werden.

Auch interessant: Butter oder Margarine – was ist gesünder?

Forscher identifizieren die gesunde Milchfettsäure

Eine mögliche Erklärung dafür liefert die Wissenschaftlerin Stephanie Venn-Watson. Sie und andere Forscher untersuchen seit Jahren die in Butter und Milchfett enthaltene Pentadecansäure C15:0. Dazu haben sie im Jahr 2020 eine Zusammenfassung der Ergebnisse veröffentlicht.4 Sie gehen sogar so weit, dass sie die Fettsäure als essenziell ansehen, weil der Körper sie nicht selbst herstellen kann. Diese sei aber enorm wichtig für die allgemeine Gesundheit.

Die positiven Aspekte der Pentadecansäure C15:0

  • Es gibt Hinweise darauf, dass C15:0 das Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten senken soll5
  • C15:0 soll vor Diabetes Typ 2 schützen6
  • Schützt ebenfalls vor einer Fettleber bei Kindern7
  • Die generelle Aufnahme von ungesättigten Fettsäuren wird mit einer geringeren Sterblichkeit in Verbindung gebracht

Viele Menschen konsumieren zu wenig Milchfett

Das Problem ist, dass im Laufe der Jahre Menschen dazu übergegangen sind, immer weniger gesättigte Fette aus Milchfett zu sich zu nehmen. Obwohl in den vergangenen Jahrzehnten der Konsum gesättigter Fette allein in den USA um das Vierfache zurückgegangen ist, gab es eine starke Zunahme bei Fettleibigkeit, Diabetes-Typ-2 und der nicht-alkoholischen Fettleber. Die Wissenschaftlerin Venn-Watson nennt etliche Studienergebnisse in ihrer Auswertung, die nahelegen, dass es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Entwicklungen gibt.

„Wir haben die Möglichkeit, auf relativ einfache Weise eine essenzielle Fettsäure wieder in die Ernährung aufzunehmen“, sagte Stephanie Venn-Watson gegenüber dem Nachrichtenportal Business Insider. Es reiche schon ein Teelöffel einer qualitativ hochwertigen Weidebutter pro Tag, um von den positiven Eigenschaften der C15:0-Fettsäure zu profitieren.

All die Studienergebnisse zeigen zugleich, dass man die Angst vor Milchfett ablegen sollte. Also lieber fettreichen griechischen Joghurt verzehren, als eine fettarme Joghurt-Variante, die möglicherweise weder schmeckt, noch satt macht.

Auf die Qualität von Milchprodukten achten

Allerdings spielt die Qualität von Butter und anderen Milchprodukten tatsächlich eine wichtige Rolle. So zeigen Studienergebnisse, dass Weidebutter und Weidemilch-Erzeugnisse von mit Gras gefütterten Kühen einen deutlich höheren Anteil der gesunden C15:0-Fettsäure haben.8

Als Nächstes will die Wissenschaftlerin Venn-Watson erforschen, warum Menschen, die viel von der Fettsäure C15:0 zu sich nehmen, über einen besseren Schlaf und weniger Hungergefühl berichten. Man darf gespannt sein auf die Ergebnisse.

Quellen

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