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Laut britischer Studie

Mädchen, die mit dünnen Puppen spielen, entwickeln ein ungesundes Körperbild

Two girls dressed up in aldult fancy clothes sitting on floor of fairy tale bedroom happy and laughing. Playing with dolls. (Two girls dressed up in aldult fancy clothes sitting on floor of fairy tale bedroom happy and laughing. Playing with dolls.,Foto: Getty Images

Spielen Mädchen mit extrem dünnen Puppen, drohen sie laut neuer Studie ein ungesundes Körperbild zu entwickeln. Können Barbies und Co. demnach sogar Essstörungen fördern?

Neuste Forschungsergebnisse der Universität Durham (Großbritannien) geben Hinweis darauf, dass das Spielen mit extrem dünnen Puppen junge Mädchen dazu bringen könnte, sich ebenfalls einen dünneren Körper zu wünschen. Nachzulesen sind sie u.a. in der offiziellen Pressemitteilung der Universität.

Untersuchung mit 30 Mädchen zwischen fünf und neun Jahren

Die Forschenden gaben 30 Mädchen zwischen fünf und neun Jahren mehrere Spielsachen zur Beschäftigung: eine ultradünne Puppe (vergleichbar mit Barbie), eine „normale“ Puppe mit kindlichen Proportionen sowie ein Auto. Vor und nach jeder Spielsitzung wurden die Kinder gebeten, die Proportionen eines Mädchen-Bildes virtuell so zu verändern wie sie glaubten, selbst auszusehen, wie sie aussehen möchten und wie eine schöne Frau ihrer Meinung nach aussieht.

Das Spielen mit dünnen Puppen veränderte die Vorstellung vom eigenen Körperbild unmittelbar

Nach einigen Minuten Spielzeit mit den dünnen Puppen duften die Mädchen erneut am Computer einschätzen, welche weiblichen Körpermaße ihnen am besten gefallen. Diesmal zeigte sich: Die von den Kindern bevorzugten Proportionen erwiesen sich um einiges dünner und „ungesünder“ als die zuvor Favorisierten. Selbst die anschließende Beschäftigung mit der kindlichen Puppe und dem Auto soll es nicht vermocht haben, diesen negativen Effekt auf das eigene Körperbild rückgängig zu machen.

Ein aufschlussreiches Detail: 80 Prozent der Mädchen, die an der Studie teilnahmen, hatten zu Hause oder bei ihren Freundinnen Zugang zu ultradünnen Puppen. Fast alle alle sahen sich auch Disney- und verwandte Filme an, in denen ebenso sehr dünne, weibliche Körper dargestellt werden.

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Forscherin: Spielen mit dünnen Puppen kann Essstörungen und Depressionen auslösen

„Die Ergebnisse zeigen, dass das Spielen mit extrem dünnen Puppen einen negativen Einfluss auf das Körperbild von Mädchen haben kann“, zitiert das Wissenschafts-Presseportal „EurekAlert“ Lynda Boothroyd, Professorin für Psychologie an der Durham University. Dies gelte zusätzlich zu den Bildern, die sie täglich im Fernsehen oder auf den sozialen Netzwerken sehen.

Die Wissenschaftlerin glaubt, dass das Spielen mit dünnen Puppen zu den ersten frühen Faktoren gehört, welche bei Mädchen zu Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper führt. „Dies kann schwerwiegende Folgen für das Wohlbefinden haben und Essstörungen und Depressionen auslösen“, wird Boothroyd zitiert.

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Studie soll keine Schuldgefühle bei Eltern auslösen

Gegenwärtig weitverbreitete Puppen neigen dazu, ultradünne Körper mit einem übertragenen Body-Mass-Index zwischen 10 und 16 zu haben, was als stark untergewichtig gilt. Die in der Studie verwendeten realistischen kindlichen Puppen ähnelten proportional gesunden sieben- bis neunjährigen Kindern.

Muss Barbie aus dem Kinderzimmer verschwinden?

Dennoch soll die Studie laut Forscher*innen bei Eltern, die ihren Kindern eine Barbie geschenkt haben, keine Schuldgefühle auslösen. „Unsere Studie soll sie vielmehr dabei unterstützen, beim nächsten Spielzeugkauf die richtige Entscheidung zu treffen“, heißt es in der Pressemitteilung. Oft sei es Eltern, die großen Wert darauf legen, dass ihre Kinder mit einem gesunden Körperbild aufwachsen, gar nicht bewusst, dass vermeintlich harmloses Spielzeug bereits einen negativen Einfluss haben kann.